Für Uli Hoeneß ist es "großer Mist" und jetzt schon "keine gute Woche", für Thomas Müller "bitter" und "ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt": Der schwerwiegende Ausfall von Torjäger Robert Lewandowski überlagert bei Bayern München weiterhin die Vorbereitung auf den Liga-Gipfel am Samstag (18:30 Uhr im Liveticker) bei RB Leipzig.
Dass der Weltfußballer nicht adäquat zu ersetzen ist, wissen die Münchner. Entsprechend hofft nicht nur Hoeneß auf eine Trotzreaktion des Rekordmeisters im Endspurt um Meisterschaft und Champions League. "Die Bayern sind ja bekannt dafür, dass sie in schwierigen Zeiten zusammenwachsen. Darauf baue ich jetzt", sagte der Ehrenpräsident bei "RTL".
Müller pflichtet Hoeneß bei. "Da müssen andere in die Bresche springen. Das ist im Fußball ja auch nicht zum ersten Mal so", sagte der Führungsspieler des FC Bayern.
Bundesliga
Vier Wochen? Lewandowski plant mit schnellerer Rückkehr
01/04/2021 AM 07:56
Für Trainer Hansi Flick ist es auf jeden Fall eine große Herausforderung, den Verlust zu kompensieren. Er will die Lage aber keineswegs dramatisieren. "Es ist halt so", sagte der 56-Jährige lapidar dem "Kicker".

Lewandowski: Müller-Rekord rückt in weite Ferne

Bis zu vier Wochen Pause drohen Lewandowski nach seiner Außenbandzerrung im rechten Knie, die er sich in der WM-Qualifikation gegen Andorra (3:0) zuzog. Doch offenbar gibt es Hoffnung auf eine schnellere Rückkehr. Der 32-Jährige, der derzeit eine Bandage am Knie trägt, will schon in zwei Wochen wieder spielen. Dies soll er im kleinen Kreis gesagt haben, berichtet der "Kicker". Flick ist jedoch vorsichtig: "Wir gehen bei ihm kein Risiko ein."
Fakt ist, dass die Münchner Lebensversicherung Lewandowski in Leipzig und beim Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain am Mittwoch ausfallen wird. Dadurch, so Flick, "wird sich natürlich unser Spiel ändern". Im Strafraum sei der Pole "eben ein anderer und besonderer Spieler. Er macht aus nichts Tore."
Und davon jede Menge. 35-mal traf er in dieser Saison bereits, an 41 der insgesamt 78 Bayern-Tore war Lewandowski direkt beteiligt. Zum "ewigen" Rekord von Gerd Müller, der 1970/71 40-mal getroffen hatte, fehlen noch fünf Tore.

Robert Lewandowski

Fotocredit: Getty Images

Bayern: Davis und Boateng fallen aus

Ohne Lewandowski muss Flick nun improvisieren. Die wahrscheinlichste Variante dürfte Serge Gnabry in der Spitze vor Leroy Sané, Müller und Kingsley Coman sein. Weitere Alternativen wären Müller oder Eric Maxim Choupo-Moting im Angriff.
Doch auch die Abwehr bereitet Flick vor dem Spitzenspiel Probleme. In Jérôme Boateng (gelbgesperrt) und Alphonso Davies (rotgesperrt) fallen aus der Stamm-Viererkette zwei Profis aus. Immerhin scheint Niklas Süle, der mit muskulären Problemen vorzeitig von der Nationalmannschaft abgereist war, fit zu sein. Er würde Boateng in der Innenverteidigung ersetzen, Lukas Hernández links für Davies verteidigen.
Doch egal, wer aufläuft - Bayern werde so oder so, wie RB-Sportdirektor Markus Krösche in der "Bild" betonte, "eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz kriegen". Auch ohne Lewandowski.
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(SID)

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