Im Spitzenspiel gegen die Werkself konnte Bayern-Coach Hansi Flick wieder auf Leon Goretzka zurückgreifen. Der Nationalspieler nahm zunächst auf der Bank Platz. Im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel gab es eine Änderung: Auf dem rechten Flügel kam Kingsley Coman für Leroy Sané (Bank) zum Einsatz.
Nach dem 3:0 im Derby gegen Köln nahm Hannes Wolf drei personelle Wechsel vor: Tin Jedvaj, Wendell und Nadiem Amiri (Bank) mussten für Jonathan Tah, Jeremie Frimpong und Daley Sinkgraven weichen. Zudem stellte Leverkusen auf ein 3-4-3 um.
Die Gäste zeigten sich von Beginn an hellwach und lieferte dem designierten Meister ein Duell auf Augenhöhe. So entwickelte sich ein technisch hochinteressantes Match – allerdings nur bis zur 7. Minute. Dann brachte Eric Maxim Choupo-Moting die Bayern in Front. Leverkusen präsentierte sich im Anschluss zu passiv, mit zu viel Respekt und ließ die Bayern walten. Nach einer unglücklichen Aktion von Sinkgraven erhöhte Joshua Kimmich auf 2:0 (13.).
Bundesliga
FC Bayern: Katar-Entscheidung erst nach der WM 2022
VOR 14 MINUTEN
In der Folgezeit bekam Leverkusen keine Zeit zum Verschnaufen, während die Bayern das Spiel dominierten, jedoch mit dem 2:0 im Rücken nicht auf Teufel kommt raus stürmten. Es entwickelte sich eine einseitige erste Halbzeit mit klaren Vorteilen für den Rekordmeister. Leverkusens gefürchteter Angriff kam nicht zur Geltung, Leverkusen hatte weitestgehend keinen Zugriff auf Ball und Gegner.
Da die Hausherren nicht mehr als nötig taten, plätscherte das Spiel vor sich hin. Außer ein paar Halbchancen und einem Freistoß von David Alaba (44.) war nicht viel zu sehen, zu groß waren die Unterschiede dieser beiden Mannschaften im ersten Durchgang.
In der zweiten Halbzeit stellt Leverkusen um auf 4-4-2, zudem kamen Karim Bellarabi und Florian Wirtz für Frimpong und Moussa Diaby. Die neue Formation kam sofort auf Touren, kam nun früher ins Pressing und zwang die Bayern zu Ballverlusten. Dennoch waren es die Münchner, die in Person von Thomas Müller die erste Chance hatten (52.).
Leverkusen fehlte es auch im zweiten Durchgang zunächst an Ballsicherheit und klaren Bällen im Mittelfeld. So hatten die Bayern keine großen Probleme, ihre Dominanz auszuspielen und die Führung zu verwalten. Choupo-Motings vermeintliches 3:0 wurde durch den VAR zurückgenommen (67.).
In der Schlussphase drängte Leverkusen auf den Anschlusstreffer, Bellarabi traf nur die Latte (69.). Die Bayern nahmen diese Herausforderung an, Jamal Musiala verzog knapp (74.). Bayer agierte durch die eingewechselten Kerem Demirbay und Nadiem Amiri wesentlich offensiver. Am Ergebnis sollte sich nichts mehr ändern. Die Bayer-Auswahl zeigte sich im zweiten Durchgang stark verbessert, brachte die eigenen Stärken besser auf den Platz und stellte die Bayern hin und wieder vor Probleme. Für Hannes Wolf war es die erste Niederlage als Bayer-Coach.
Der FC Bayern kann am Samstag in Mainz den neunten Meistertitel in Serie eintüten. Leverkusen ist im Topspiel am Abend gegen Eintracht Frankfurt gefordert.

Stimmen zum Spiel

Joshua Kimmich (FC Bayern München): "Wir hatten das Ergebnis von Leipzig im Hinterkopf. Chancen sind dazu da, um sie zu nutzen. Das ist uns schon am Wochenende gelungen. Es war relativ früh deutlich, in welche Richtung sich das Spiel bewegen wird. Im zweiten Durchgang war dann das Tempo etwas raus. Wir haben viele Spiele in den Knochen und mussten nicht mehr - das 2:0 hat gereicht. Wir wollen die Meisterschaft gewinnen und sind ganz nah dran. Das ist unser Anspruch."
Hansi Flick (Trainer Bayern München): "Ich habe zur Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass wir einen riesigen Schritt in die richtige Richtung machen können, das haben wir gemacht. Wir wollen jetzt auch in Mainz gewinnen. Ich bin mit der Mannschaft sehr zufrieden, wir wollten, dass die Null steht, das ist uns gelungen."
Sven Bender (Bayer Leverkusen): "Um in München etwas mitzunehmen, darf man keine Fehler machen und muss mutig spielen. Gerade in der ersten Halbzeit waren wir ängstlich und haben nicht am Anschlag gespielt. Ich weiß nicht, ob es an der Nervosität lag. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass es geht. Von dem, was wir uns vorgenommen haben, haben wir sehr wenig gezeigt. Am Wochenende steht ein ganz wichtiges Spiel gegen Frankfurt an, das müssen wir unbedingt gewinnen."
Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen): "Wir waren zu weit weg, haben Bayern zu viel Platz gelassen. Wenn die Spieler diese Lücken finden und zwei Tore machen, dann wird es für uns schwer. Wir hatten Chancen, waren aber nicht so effektiv wie in den vergangenen Spielen. Es ist ärgerlich, weil du hast hier nichts zu verlieren."
Hannes Wolf (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, aber gehen schon nach sieben Minuten in Rückstand. Nach dem 0:2 ist das Vertrauen runtergegangen. In der Halbzeit haben wir uns gestrafft und ein offenes Spiel gemacht. Bayern hatte zwar auch noch einige Chancen, aber auch wir hatten ein paar Momente, wo wir nah dran waren. Gegen Bayern brauchst du einen Toptag. Jetzt gilt es gegen Frankfurt die Punkte zu holen, um wieder europäisch dabei zu sein."

Das fiel auf: Zu viel Respekt, zu wenig Ballsicherheit bei Bayer

Leverkusen wurde in der Anfangsphase durch die zwei Tore überrumpelt. Danach zeigte die Werkself viel zu viel Respekt. Hinzukam die wenige Ballsicherheit. Beinahe jeder Ballgewinn war sofort wieder beim Gegner. Erst im zweiten Durchgang legte Leverkusen – auch aufgrund der Umstellungen – den Respekt etwas ab und schnupperte am Anschluss.

Tweet zum Spiel:

Er wurde als Lewandowski-Backup geholt, er erfüllt seine Pflicht als Ersatz des Polen. In Abwesenheit des aktuellen Weltfußballers glänzt Choupo-Moting als mannschaftsdienlicher Vollstrecker. In den vergangenen fünf Spielen kam der Kameruner auf vier Treffer.

Statistik: 14 in 6

Auswärtsfahrten zum FC Bayern sind für Lukas Hradecky kein Zuckerschlecken. Der finnische Keeper konnte in allen sechs Auswärtspartien mit Frankfurt und Leverkusen noch nie zu null spielen. Unterm Strich stehen 4:14 Tore. Generell konnte Hradecky erst ein einziges Mal die Null festhalten: In der Saison 15/16 beim 0:0, seinem ersten Duell mit dem Rekordmeister.

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