Zehn Pflichtspiele ist die Saison für den FC Bayern nun alt. Zu Buche stehen - bitte festhalten - neun Siege, 36:12 Tore und die Titel im DFL Supercup sowie UEFA Supercup.

Damit hat der amtierende Meister, Pokalsieger und Champions-League-Gewinner das historische "Quintuple" nach Hause gebracht. Probleme? Dürfte es beim Rekordmeister ob des Raketenstarts in die Spielzeit 2020/2021 eigentlich nicht geben.

Bundesliga
Alaba-Poker beim FC Bayern: Jetzt reagiert Flick
30/10/2020 AM 11:39

Aber natürlich ist es nicht so, auch Hansi Flick hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen, auf höchstem Niveau versteht sich.

Einen Tag vor dem Liga-Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (Samstag ab 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) gab der Trainer Einblicke ins Innenleben des Kaders. Es ging um die Abwehr, präziser gesagt um die Innenverteidigung.

Flick über Alaba-Poker: "Hoffe, dass er uns erhalten bleibt"

Die offenbarte tatsächlich schon Schwächen, wie bei der bislang einzigen Niederlage der Saison in Hoffenheim, die mit 1:4 für Bayern-Ansprüche viel zu hoch ausfiel.

Fairerweise sei hinzugefügt, dass auch die Mannschaftsteile vor der Abwehr ihren Anteil daran hatten, dass es viermal klingelte.

Aber auch Lokomotive Moskau brachte die Münchner Defensive in der Champions League beim 1:2 immer wieder arg in Verlegenheit.

Flick: Darum hapert es bei Süle noch

"Da ist es manchmal nicht ganz top, wenn es darum geht, durchzudecken oder die Linie zu halten", dozierte Flick im Vorfeld der Köln-Partie.

Eine Feststellung, die an die Adresse von Niklas Süle ging. "Jérôme Boateng und David Alaba sind aus der vergangenen Saison eingespielt. Sie harmonieren in der Kette anders. Das müssen wir mit Niklas noch reinbekommen", gab der Coach zu.

Einen Vorwurf konnte und wollte er Süle dafür nicht machen. Wie auch, hatte sich der Innenverteidiger doch vor fast genau einem Jahr einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel daraufhin mehr als neun Monate aus. "Niklas kommt aus einer Verletzung und Schritt für Schritt besser in Form", so Flick, der dem 25-Jährigen die nötige Zeit geben wird, um den Rhythmus wieder aufzunehmen.

Vor seiner Verletzung war Süle der unumstrittene Chef in der Innenverteidigung der Bayern. Die Frage war nur, wer neben ihm spielen soll? Boateng oder (damals noch) Mats Hummels. Flick hätte wohl nichts dagegen, wenn Süle in seine dominante Rolle zurückfindet.

Planspiele mit Boateng, Süle und Hernández

Idealerweise spielen die Bayern in der Innenverteidigung mit einem Links- und einem Rechtsfuß. Links haben die Bayern mit Alaba und Lucas Hernández, der in dieser Saison bislang als linker Außenverteidiger zum Einsatz kommt, zwei Optionen auf höchstem Level.

FC Bayern: Boateng, Alaba, Hernández, Martínez (v.ln.r.)

Fotocredit: Imago

Ähnlich variabel fallen die Planspiele auf der Position des rechten Innenverteidigers aus. Erreicht Süle Topform, dürfte er gesetzt sein. Solange aber bekleidet Boateng die Rolle, die sonst auch Neuzugang Tanguy Nianzou, Javi Martínez oder Weltmeister Benjamin Pavard übernehmen könnten.

Die Personallage ist demzufolge nicht der kritische Punkt. Die eigentliche Aufgabe für Flick besteht darin, die ideale Besetzung zu finden und möglichst schnell die Automatismen zu etablieren.

Wie gesagt, es sind Probleme auf höchstem Niveau ...

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