Nach der überraschenden 1:2-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 musste der FC Bayern die geplante Meisterfeier vertagen. Zwei Wochen haben die Bayern nun Pause, bevor die letzten drei Bundesligaspiele anstehen - für Robert Lewandowski zu viel Leerlauf.
"Wir haben jetzt viele Pausen, ich finde: zu viele Pausen", erklärte Lewandowski der "Sport Bild" und ergänzte: "Die Situation ist ungewohnt. Wir haben in fünf Wochen vier Spiele - das ist für uns extrem wenig, fast wie Urlaub. Aber womöglich hilft das, um bei der EM ausgeruhter zu sein."
Da die Münchner sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League bereits ausgeschieden sind, stehen nur noch die drei Liga-Partien auf dem Programm. Einen Sieg braucht der Rekordmeister noch, um den 30. Titel klarzumachen. Dass dies gelingen wird, bezweifeln die wenigsten.
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Deshalb findet die Niederlage gegen die Rückrundenüberraschung aus Mainz nicht so viel Beachtung wie eine andere Tatsache. In der vierten Minute der Nachspielzeit profitierte Robert Lewandowski von einem Patzer von Alexander Hack und markierte das Anschlusstor.

Lewandowski: Noch drei Spiele für vier Tore

So unbedeutend der Treffer letztlich für den Ausgang der Partie war, so wichtig könnte er sich dennoch erweisen. Denn Lewandowski ist nach wie vor auf der Jagd nach dem ewigen Rekord von Gerd Müller. 40 Tore schoss dieser in der Saison 1971/72 und nie kam seitdem auch nur ein Spieler in die Nähe dieser Bestmarke.
Doch mit seiner Fabelsaison und inzwischen 36 Treffern besitzt Lewandowski in den verbleibenden drei Spielen noch alle Chance, den Rekord einzustellen oder sogar zu übertreffen. Ohne seine Verletzung bei der Nationalmannschaft, die ihn einige Partien zum Zuschauen zwang, wäre es dem Polen vermutlich bereits gelungen.
Nun muss er noch mehr auf die Unterstützung seiner Teamkollegen setzen. "Für mich wird entscheidend, wie wir als Mannschaft die Spiele angehen, ob wir 100 Prozent geben, nach einem 1:0 oder 2:0 weiter alles geben. Dann kann ich den Rekord holen, auch wenn ich immer noch nicht zu viel darüber reden will", sagte der Pole vorsichtig.
Auf die Frage, ob Lewandowski auch per Elfmeter den 40. Treffer erzielen wollen würde, antwortete er: "Ich glaube, Gerd Müller würde es wollen und verstehen, dass ich den Ball nehmen und mir den Rekord sichere. Außerdem hat er seinen 365-Tore-Rekord in der Liga, den ich sicher nicht holen werde."

Lewandowski: "Mit Abstand beste Zeit" unter Flick

Seinem scheidenden Trainer Hansi Flick trauert Lewandowski derweil ein Stück weit nach. "Er ist nicht nur ein toller Trainer, sondern auch ein super Mensch. Mit ihm kann man auch über Privates sprechen, wir haben mit Hansi Flick Historisches geschafft", lobte Lewandowski und fügt an: "Das war meine mit Abstand beste Zeit bei Bayern, er hat uns immer einen klaren Plan mitgegeben, was er erwartet."
Aber auch auf Julian Nagelsmann, dessen Verpflichtung die Bayern am Dienstag verkündeten, hält Lewandowski große Stücke. "Er schafft es immer, Mannschaften auf ein Niveau zu heben, das man ihnen nicht zutraut. Die Performance der Mannschaften liegt bei Nagelsmann meistens über den Erwartungen, über der Summe der Qualität der Einzelspieler", so der Topstürmer.

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