Schalke präsentierte sich zu Beginn äußerst wackelig in der Defensive. So dauerte es nur bis zur 3. Minute bis die Gäste zur ersten Chance kamen. Admir Mehmedi setzte sich links an der Grundlinie schön durch und bediente Xaver Schlager in der Mitte. Der Österreicher war am Elfmeterpunkt relativ frei, aber Matija Nastasic fälschte den Schuss neben das Tor ab.

Die folgende Ecke von der rechten Seite brachte dann direkt das 1:0. Maximilian Arnold zog den Ball auf den ersten Pfosten, dort löste sich Wout Weghorst von Malick Thiaw, setzte sich auch gegen Benjamin Stambouli durch und legte den Ball per Kopf in die lange Ecke (3.).

Bundesliga
Auch Rönnow fraglich: Schalker Personalsorgen immer größer
VOR 18 STUNDEN

Wolfsburg blieb dran und kam zu ein paar Halbchancen, bevor es wieder richtig gefährlich wurde. Neu-Nationalspieler Ridle Baku wurde rechts im Sechzehner bedient und scheiterte aus spitzem Winkel an Frederik Rönnow im Schalker Tor (14.). Der Däne wehrte den Ball zur Ecke ab und diese brachte wieder Gefahr.

Dieses Mal probierte Arnold es von rechts direkt und hätte Rönnow damit um ein Haar überrascht. Der Schalker Keeper wehrte glücklich mit dem Knie ab. Maxence Lacroix brachte den Ball per Kopf nochmal aufs Tor, aber bekam zu wenig Druck dahinter. Rönnow griff sicher zu (15.).

Schalkes Schlussmann sollte auch weiterhin im Fokus bleiben. Jérôme Roussillon wurde links in den Strafraum geschickt, der Franzose hob den Kopf und bediente Renato Steffen mustergültig in der Mitte. Der Schweizer hatte eigentlich alle Zeit der Welt, aber sein Kopfball ging genau auf Rönnow und der wehrte mit dem Fuß ab (20.).

Kurz später allerdings war auch Rönnow machtlos. Schlager bediente Steffen links am Strafraum und startete in selbigen. Steffen jedoch suchte nicht Schlager, sondern Weghorst. Der Niederländer hatte jedoch Probleme bei der Ballannahme, so sprang das Spielgerät perfekt in Schlagers Lauf. Der Mittelfeldmann ließ sich nicht zweimal bitten und schob in die rechte Ecke ein. Nastasic fälschte zwar noch ab, aber er konnte den Einschlag nicht mehr verhindern (24.).

Nach dem zweiten Gegentreffer fingen sich die schwachen Schalker etwas und kamen auch selbst mal vors Tor. Erst kam Goncalo Paciencia im Strafraum zum Abschluss und scheiterte an Koen Casteels (40.), dann erging es dem bereits eingewechselten Benito Raman aus spitzem Winkel genauso (45.).

Aus der Kabine kamen die Gastgeber mit noch mehr Schwung und hatten direkt die nächste Chance. Raman rettete den Ball links an der Grundlinie und flankte auf Paciencia. Der Portugiese wollte den Ball in die lange Ecke verlängern und verpasste diese nur knapp. Mark Uth versuchte auch noch in den Ball grätschen, aber er war zu spät (46.).

Ein bessere Möglichkeit sollte sich Uth wenig später bieten. Der Angreifer war links frei durch und setzte den Ball aus 14 Metern knapp drüber (56.). Die Gäste zeigten nicht mehr so viel, aber hatten dann doch die Chance zur Vorentscheidung.

Josip Brekalo ging links bis zur Grundlinie durch und brachte den Ball scharf nach innen auf Weghorst. Der Stürmer bekam den Ball aus kurzer Distanz allerdings nicht mehr an Rönnow vorbei. Schalkes Schlussmann wurde an der Brust getroffen und verhinderte so den dritten Treffer (63.).

Darauf antwortete Schalke mit Paciencia, der eine halbhohe Hereingabe von Suat Serdar im Strafraum überragend annahm und per Dropkick aufs Tor brachte. Eine klasse Aktion des Portugiesen, aber Casteels schien in dieser Partie unüberwindbar. Der Torhüter wehrte stark ab (67.). Danach passierte nicht mehr viel. Schalke fiel nichts mehr ein und Wolfsburg tat nicht mehr als nötig. So trudelte die Partie ruhig aus.

Die Stimmen:

Mark Uth (Schalke 04): "Wir spielen alle sehr schlechten Fußball. Wir verteidigen alle zusammen schlecht. Ich weiß nicht wie wir so ein Spiel gewinnen sollen."

Sascha Riether (Koordinator Lizenzspielerabteilung Schalke 04): "Wir sind mit der Taktik nicht gut zurechtgekommen. Die Wolfsburger waren in der ersten Halbzeit klar besser. Als wir umgestellt haben wurde es dann besser. Aber leider ist es so, wenn wir mal eine Möglichkeit bekommen, dann können wir die leider auch nicht reinmachen. Das ist sehr schade.”"

Xaver Schlager (VfL Wolfsburg): "Es wäre besser gewesen, wenn wir das 3:0 gemacht hätten. Aber schlussendlich sind wir zufrieden, weil wir kein Gegentor bekommen haben und vorne dann zwei Tore gemacht haben. Schlussendlich zählt nur der Sieg und den haben wir heute geholt."

Der Tweet zum Spiel:

Benjamin Stambouli hatte Wout Weghorst beim ersten Gegentreffer im Luftzweikampf kaum etwas entgegensetzen.

Das fiel auf: Die Schalker Systemumstellung tat gut

Schalke startete desaströs in die Partie und macht es Wolfsburg in den ersten 25 Minuten extrem leicht vors Tor zu kommen. Die Partie hätte bereits vor der Pause endgültig entschieden sein können. Nach dem Seitenwechsel war Schalke deutlich besser in der Partie und das lag auch an einer Systemumstellung. Manuel Baum brachte zur Halbzeit den Offensivmann Steven Skrzybski für den Abwehrspieler Benjamin Stambouli und stellte damit von 3-5-2 auf 4-2-3-1 um. Das tat dem Schalker Spiel gut, führte zu einer stabilen Defensive und einer strukturierten Offensive.

Die Statistik: 7

Beide Mannschaften verzeichneten sieben Schüsse auf das Tor des Gegners. Das zeigt eines der Schalker Probleme, ihnen fehlt die Konsequenz im Abschluss. Die Königsblauen hatten ebenfalls gute Chancen, aber sie nutzen diese nicht. So stehen die Knappen nach acht Spieltagen immer noch bei nur fünf erzielten Toren.

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