Die lobenden Worte seines Trainerkollegen Oliver Glasner konnten weder Chefcoach Christian Gross noch dessen Schützlinge trösten. "Schalke hat richtig gut Fußball gespielt", sagte der Österreicher und hatte damit absolut recht.
Aber zur Pokal-Wahrheit gehörte auch: Mit der unglücklichen 0:1 (0:1)-Niederlage beim VfL Wolfsburg kassierten die Gäste einen weiteren Nackenschlag, die sportliche Talfahrt setzte sich fort.
Das zumindest insgeheim erhoffte Erfolgserlebnis blieb aus, die Motivation fällt bei den Königsblauen von Woche zu Woche schwerer. Denn ob der Tabellenletzte im schweren Heimspiel am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) gegen RB Leipzig auf seine prominenten Wintertransfers zählen kann, ist unklar. Shkodran Mustafi muss noch bis Freitag in Quarantäne bleiben, Klaas-Jan Huntelaar laboriert an Wadenproblemen.
DFB-Pokal
"Einfach bitter": Schalke scheitert im Pokal knapp an Wolfsburg
03/02/2021 AM 19:23
Zum Schalker Top-Motivator schwang sich noch in Wolfsburg Torhüter Ralf Fährmann auf. "Es bringt nichts, jetzt groß zu hadern. Wir müssen weitermachen, weitermachen, weitermachen. Es geht uns die ganze Saison schon so, es gab viele Rückschläge. Doch wir können rumheulen oder arbeiten und das Glück wieder auf unsere Seite ziehen", sagte der Keeper, dessen markante Anfeuerungsrufe in der weitgehend leeren Volkswagen-Arena stets mühelos herauszuhören waren.

Schalke: Trainer Gross redet Team stark

Aber die Zeit drängt beim Liga-Schlusslicht. Nach der Partie gegen Leipzig folgt ein Auswärtsspiel bei Union Berlin, dann kommt es zum Revierderby gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund. Aktuell bleiben nur noch 15 Begegnungen, um neun Punkte auf den rettenden 15. Platz aufzuholen.
Das Problem: In Wolfsburg fehlte zweifellos auch das Spielglück, aber die Chancenverwertung war definitiv nicht erstligareif. Vier hochkarätige Einschussmöglichkeiten ließen die Gäste aus, fast schon fahrlässig in ihrer höchst problematischen Situation.
Dennoch: Gross muss angesichts fehlender Alternativen seinen Kader so stark reden, wie es eben geht. "Ich sehe immer noch ein Team, das an sich glaubt", sagte der Schweizer. Die Defizite wird er auch sehen, thematisieren will er sie derzeit verständlicherweise nicht. Der Coach bemühte stattdessen lieber eine abgegriffene Floskel: "Wir müssen jetzt die Kräfte sammeln und bündeln."
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(SID)

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