Im Duell der Sorgenkinder ging Hertha nach dem 0:2 in Dortmund mit drei personellen Wechseln in die Partie: Der rotgesperrte Vladimir Darida, Marvin Plattenhardt sowie Krzysztof Piatek (beide Bank) wurden durch Mattéo Guendouzi, Matheus Cunha sowie Dodi Lukebakio ersetzt.
Bayer Leverkusen war in der Vorwoche Aufbaugegner für Arminia Bielefeld. Die Rheinländer verloren 1:2 gegen den Aufsteiger. Trainer Peter Bosz tauscht seine Startelf auf zwei Position: Moussa Diaby hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und fehlt bis nach der Länderspielpause. Zudem saß Nadiem Amiri nur der Bank. Leon Bailey und Neu-Nationalspieler Florian Wirtz starteten.
Die Partie hätte für die Hertha nicht besser starten können, nachdem Deyovaisio Zeefuik mit einem Traumtor auf 1:0 stellte (4.). Leverkusen übernahm im Anschluss die Spielkontrolle gegen immer tiefer stehende Hauptstädter. Vor allem über die rechte Seite mit Jeremie Frimpong kamen die Rheinländer immer wieder zu gefährlichen Hereingaben, die größte Chance hatte Patrik Schick per Kopfball (14.).
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Ansonsten ließ die Alte Dame nicht viel zu, präsentierte sich in den Zweikämpfen aggressiver und schlug vorne eiskalt zu. Matheus Cunha (26.) und Jhon Córdoba (33.) stellten noch vor der Pause auf 3:0 gegen teilweise orientierungs- und kopflose Leverkusener.
Die Werkself hatte auch im zweiten Durchgang mehr vom Spiel, hatte über 70 Prozent Ballbesitz. In den entscheidenden Momenten war aber die zweikampfstärkere Hertha obenauf und hätte das Ergebnis in die Höhe schrauben können. Dodi Lukebakios Tor wurde wegen Córdobas Handspiel aberkannt (52.). Auf der Gegenseite hatte Schick die Chance auf den Anschlusstreffer (54.), vielmehr kam von offensiv harmlosen Leverkusenern nicht.
Ganz anders die Hertha, die durch Cunha (66./75.) und Piatek (88.) zu weiteren Hochkarätern kam. Ansonsten ließ die Hertha nicht viel zu. Die Werkself tat sich gegen einen tief stehenden Gegner erneut sehr schwer und wurde durch einfache Ballgewinne und vertikale Pässe eiskalt bestraft.
Für Leverkusen war es die erste Niederlage in dieser Saison mit mehr als einem Tor Unterschied. Dies ist sicherlich nicht das einzige Problem, das Trainer Bosz in den kommenden Wochen lösen muss.
Nach der Länderspielpause empfängt Leverkusen am Ostersamstag Schalke 04 zum Krisengipfel. Sonntags kommt es dann zum Berliner Stadtderby zwischen Union und der Hertha.

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Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Ich habe in der ersten Hälfte viele Fehler noch gesehen, die ein Gegner wie Leverkusen normalerweise ausnutzt. Wir haben zu tief verteidigt, gerade nach dem 1:0. Wir konnten außen nicht doppeln, sodass ohne Ende Flanke kamen. Wir müssen das klar verbessern, wenn wir regelmäßig gegen solche Gegner gewinnen wollen. Es wäre schlimm gewesen, mit einer Niederlage in die Pause zu gehen."

Das fiel auf: Leverkusen hat nichts aus den letzten Spielen gelernt

"Wenn der Gegner gleich das erste Tor macht, dann verstehe ich, dass das frustrierend ist. Dann müssen wir besser verteidigen." Dies waren die Worte von Trainer Peter Bosz auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Seine Mannschaft schien aus den vergangenen Spielen wenig gelernt zu haben. Gerade die Absicherung ließ Bayer 04 komplett vermissen, sodass Berlin einfaches Spiel hatte und mit schnellen Balleroberungen immer wieder erfolgreich Richtung Tor der Werkself kam. Die Rheinländer zeigten sich in der Offensive harmlos gegen einen tief stehenden Gegner. Auch hier gibt es durchaus Parallelen zu den letzten Spielen. Und so taumelt Leverkusen einem sehr unbefriedigenden Saisonende entgegen.

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Hertha BSC zeigte sich gegen Leverkusen eiskalt und schlug in den richtigen Momenten zu. Eine solch brutale Effektivität haben die Hauptstädter schon lange nicht mehr an den Tag gelegt. Die Alte Dame brauchte im ersten Durchgang nur drei gute Chancen, um drei Treffer zu erzielen und quasi schon für die Vorentscheidung zu sorgen.

Die Statistik: 18

Bayer 04 Leverkusen hat in dieser Saison nicht nur Probleme mit der fehlenden Konstanz. Die Werkself kassiert einfach zu viele Gegentore. In den vergangenen 18 Pflichtspielen spielten die Rheinländer lediglich einmal zu Null - beim letzten Auswärtssieg in Gladbach (1:0). Auch in Berlin musste Lennart Grill bereits nach vier Minuten hinter sich greifen.
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