Nach ersten Minuten mit wenigen nennenswerten Offensivaktionen kassierte Yann Sommer in der 13. Minute einen Platzverweis. Jhon Córdoba wurde aus der eigenen Hälfte mit einem langen Schlag von Márton Dárdai steil geschickt. Der Kolumbianer legte sich den Ball in halblinker Position knapp vor der Box am herauseilenden Sommer vorbei, doch der Keeper brachte Córdoba zu Fall. Schiedsrichter Patrick Ittrich schickte Sommer aufgrund der Verhinderung einer klaren Tormöglichkeit mit Rot vom Platz.
In Überzahl brauchten die Herthaner nicht lange, um in Front zu gehen. Denis Zakaria bekam in der 23. Minute in halbrechter Position, knapp innerhalb der Box, keinen Zugriff auf Córdoba, der auf Santiago Ascacibar ablegte. Dieser hielt aus der zweiten Reihe drauf und traf rechts oben zum 1:0. Christoph Kramer fälschte den strammen Schuss leicht ab, Sommer-Ersatz Tobias Sippel war chancenlos.
Nach Ascacibars Führungstreffer benötigte Borussia Mönchengladbach lediglich vier Minuten, um mit dem Ausgleichstor die passende Antwort zu finden. Marcus Thuram spielte aus dem Mittelkreis einen langen flachen Schnittstellenpass ins vordere Drittel. Dort tauchte Alassane Pléa rechts in der Box vor Alexander Schwolow auf und schob am Torwart vorbei zum 1:1 ins lange Eck.
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Anschließend stellten die Berliner zwar das aktivere Team, sie fingen sich nach einem Foulspiel von Niklas Stark an Thuram allerdings durch einen Strafstoß, den Lars Stindl sicher links unten verwandelte (38.), das 1:2, mit dem es in die Pause ging.
Die Hausherren hatten nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Ballaktionen, konnten die vielen Szenen mit dem Spielgerät am Fuß aber nur selten in zwingende Torchancen ummünzen.
Dabei begann die zweite Halbzeit aus Hertha-Sicht vielversprechend. In der 49. Minute schoss Ascacibar aus der zweiten Reihe aufs linke untere Eck, wo Sippel zur Seite abwehrte. Matheus Cunha schnappte sich den Abpraller und passte flach in den Fünfer, wo Córdoba den Ball zum 2:2 über die Linie drückte.
Anschließend schaffte es der BSC aber über weite Strecken nicht, Torgefahr auszustrahlen. Gladbach war im zweiten Abschnitt größtenteils mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt. Die Fohlen fokussierten sich auf die Defensivarbeit, bei der sie im Kollektiv überzeugten, indem sie den Gegner häufig vor der Gefahrenzone stoppten. Offensiv ging für die Rose-Elf in den zweiten 45 Minuten nicht viel - lediglich zwei Schüsse standen bei den Borussen in Halbzeit zwei auf der Habenseite.

Die Stimmen:

Sami Khedira (Hertha BSC): "Wenn man 1:0 führt und in Überzahl ist, muss man das Spiel anders angehen. Wir müssen zusehen, dass wir über 90 Minuten den Willen haben, das Spiel zu gewinnen, und nicht erst, wenn wir in Rückstand sind. Die Spiele werden weniger - die Punkte werden weniger."
Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): "Ich glaube, dass mehr drin gewesen wäre - aber trotzdem: Von der Einstellung und kämpferischen Leistung war das ein gutes Spiel. Nach so einem Rückschlag so zurückzukommen, war sicherlich gut."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Pléa beendet Durststrecke

Acht Bundesligaspiele in Serie wartete Pléa auf einen Treffer. So lange, wie noch nie zuvor in diesem Wettbewerb. In seinen jüngsten 15 Partien im deutschen Fußball-Oberhaus war er lediglich an einem Tor direkt beteiligt. Und zwar Ende Januar dieses Jahres durch seinen Treffer beim 1:1 in der Hauptstadt gegen Union. Auch diesmal knipste er in Berlin, jedoch bei der Alten Dame. Somit beendete der einmalige französische Nationalspieler seine Durstrecke. Um auf den EM-Zug aufzuspringen, muss der 28-Jährige allerdings in den kommenden Wochen weiterhin liefern. Die Konkurrenz in der Offensive der Les Bleus ist enorm.

Die Statistik: 11

Das Comeback-Monster vom Rhein schlug wieder zu. Gladbach fuhr in diesem Jahr in der Bundesliga nach Rückstanden bereits elf Punkte ein (Liga-Bestwert).
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