Er "verstehe gar nicht, wie Europa moralisch so tief sinken konnte", hatte der Ungar weiter erklärt: "Wenn man Migration nicht gut findet, weil Europa von vielen Kriminellen überrannt wird, dann wird einem sofort vorgeworfen, dass man ein Rassist ist."
Am Dienstagmittag äußerte sich Hertha in einem offiziellen Statement zu den irritierenden Aussagen ihres Angestellten.
"Die Geschäftsführung von Hertha BSC hat sich in Bezug auf einige Äußerungen von Torwarttrainer Zsolt Petry in einem dem Verein vorher nicht bekannten Interview mit der ungarischen Zeitung 'Magyar Nemzet' nach intensiver Aufarbeitung und Beratung dazu entschlossen, Zsolt Petry mit sofortiger Wirkung freizustellen", hieß es darin.
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Der Hauptstadtklub habe "die Charta der Vielfalt unterschrieben und setzt sich als Verein aktiv für Werte wie Vielfalt und Toleranz ein, weil uns diese Werte wichtig sind". Die Aussagen von Petry spiegelten daher die Einstellung und Werte des Vereins nicht wider.

Zsolt Petry entschuldigt sich für Äußerungen

Auch Petry kam in dem Statement zu Wort. Der 54-Jährige erklärte: "Ich möchte betonen, dass ich weder homophob noch fremdenfeindlich bin. Meine Aussage zur Einwanderungspolitik bedaure ich sehr und möchte all die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen und die ich damit beleidigt habe, um Entschuldigung bitten."
Er respektiere die Entscheidung der Klub-Bosse und "wünsche allen bei Hertha BSC viel Erfolg für die Zukunft".
In dem Interview hatte Petry mitunter auch die Äußerungen von Landsmann und RB-Keeper Peter Gulacsi kritisiert. Dieser hatte sich in den Sozialen Medien für die Gleichberechtigung homosexueller Paare eingesetzt. Ende Dezember war in Ungarn ein Gesetz verabschiedet worden, das gleichgeschlechtlichen Paaren verbietet, Kinder zu adoptieren.
Petry meinte zu der Kritik von Gulacsi: "Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich mich als Sportler auf den Fußball konzentrieren und keine Stellung zu öffentlichen oder gesellschaftspolitischen Themen beziehen. Ich würde den Job machen, den mein Verein und die ungarische Nationalmannschaft von mir erwarten."
Und weiter: "Ich weiß nicht, was Peter motiviert haben könnte, sich für Homosexuelle, Transvestiten und Menschen anderer Geschlechtsidentitäten einzusetzen." In Ungarn sei eine Mehrheit der Bevölkerung nicht derselben Meinung wie Gulacsi, ist sich Petry zudem sicher.
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