Sondern sie vermasselten auch die Gelegenheit, ihre Verfolger deutlicher zu distanzieren. Bayer Leverkusen verlor bei Union Berlin (0:1), Borussia Dortmund kam gegen den FSV Mainz 05 nur zu einem 1:1. Steilvorlagen, die die Nagelsmann-Truppe nicht nutzte.
Schon in den direkten Duellen gegen die Mitbewerber um die Champions-League-Siege war der Tabellenzweite sieglos geblieben. "Gegen Dortmund war es in der zweiten Halbzeit zu wenig, diesmal 30 Minuten. Auf diesem Niveau geht das nicht", kritisierte Torhüter Peter Gulasci, der bei beiden Gegentoren absolut machtlos war.
Verantwortlich für das Remis, das sich eher wie eine Niederlage anfühlte, war nicht der Ungar, sondern die Offensivabteilung, die zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte. "Nicht kaltschnäuzig genug", nannte Nationalspieler Marcel Halstenberg das fast fahrlässige Agieren vor dem gegnerischen Tor.
Bundesliga
Zwei Krisen-Duelle: Hoffenheim mit Hoeneß vor Woche der Wahrheit
17/01/2021 AM 09:53

Ergebnis kein "Mega-Beinbruch"

An fehlender Erfahrung konnte es kaum liegen, denn Nagelsmann schickte in seinem 50. Bundesligaspiel auf der Bank der Sachsen das mit einem Durchschnittsalter von 26,4 Jahren älteste RB-Team seit mehr als sechs Jahren auf den Platz. Aber zu negativ wollte der 33-Jährige das Ergebnis nun auch nicht sehen:
Es nervt ein bisschen, aber ein Unentschieden in Wolfsburg ist kein Mega-Beinbruch."

Wolfsburg mit positivem Zwischenfazit

Denn die Niedersachsen sind auf Rang sechs aktuell nur drei Punkte vom Champions-League-Platz vier entfernt und schlossen mit dem Remis erstmals seit sechs Jahren eine Bundesliga-Hinrunde ohne Heimniederlage ab. Für Coach Oliver Glasner ein guter Anlass, ein positives Zwischenfazit zu ziehen. Der Österreicher sagte:
Man spürt schon, dass wir auch gegen solche Topteams in vielen Phasen mithalten können."
Das mache ihm Mut für die Zukunft. Glasner: "Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir auch solche Partien einmal gewinnen können."
Und zumindest bis zum Saisonende dürfte Glasner dabei auf Wout Weghorst zählen können. In seinem 100. Pflichtspiel für die Norddeutschen erzielte der Niederländer per Kopf sein elftes Saisontor. Elf Treffer in den ersten 16 Begegnungen, das war zuletzt dem Brasilianer Grafite in der Meistersaison 2008/2009 im VfL-Trikot gelungen.
Der Torjäger sagte am "Sky"-Mikrofon:
Mein Fokus ist ganz klar hier auf Wolfsburg. Wir sind jetzt super drauf."
Mehrere englische Klubs sind an dem 28-Jährigen interessiert, vertraglich ist Weghorst noch bis 2023 an den VfL gebunden.
Das könnte Dich auch interessieren: Diskussionen um EURO: SPD-Experte Lauterbach rechnet mit Absage
(SID)

BVB-Trainer Terzic erklärt: Darum hing Haaland in der Luft

Bundesliga
Seifert fordert mehr Vertrauen in bestehende Hygienekonzepte
17/01/2021 AM 08:50
Bundesliga
Nagelsmanns Bayern-Aussicht: Woran der Coach dringend arbeiten muss
VOR 20 STUNDEN