Nach dem 0:3 in Hoffenheim wirbelte Markus Gisdol seine Startelf gehörig durcheinander und nahm fünf Änderungen vor: Sie fanden sich Jonas Hector und Dominick Drexler nur auf der Bank wieder, Sebastiaan Bornauw (Rückenprobleme) sowie Sava-Arangel Cestic (angeschlagen) und Kingsley Ehizibue (nicht im Kader) fehlten. Dafür begannen Jorge Meré, Rafael Czichos, Elvis Rexhbecaj, Ismail Jakobs sowie Neuzugang Emmanuel Dennis. Max Meyer saß zunächst nur auf der Bank.
Arminia-Coach Uwe Neuhaus beließ es nach der 1:5-Schlappe gegen Eintracht Frankfurt bei einem personellen Wechsel: Im Sturm erhielt Sven Schipplock den Vorzug, Sergio Córdova nahm auf der Bank Platz.
Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Bielefeld presste früh und agierte mit einfachen Mitteln. Doch in der Defensive war der Aufsteiger nicht auf der Höhe und ermöglichte Marius Wolf früh das 1:0 (9.).
Bundesliga
Heimsieg gegen Freiburg: Wolfsburg springt auf Platz drei
31/01/2021 AM 18:51
Generell ließen die Ostwestfalen über die komplette Spielzeit die Konsequenz vermissen. Auch in der Offensive präsentierten sich die Arminen viel zu harmlos und ließen gute Chancen durch Sven Schipplock (22.), Ritsu Doan (38.) und Reinhold Yabo (39.) liegen.
Während die Gäste stets mit langen Bällen auf die Sturmtanks Fabian Klos und Schipplock agierten, versuchten es die Rheinländer über die Außen. Einer dieser Angriffe führte zum 2:0: Eine Flanke von Ismail Jakobs landete in der Box beim völlig freien Wolf, der den Doppelpack schnürte (28.).
Der Aufsteiger zeigte auch im zweiten Durchgang, wieso man die bislang schwächste Offensive der Bundesliga stellt. Ein Aufbäumen war lange Zeit nicht zu sehen, Köln spielte nicht wesentlich besser, doch in den entscheidenden Momenten konsequenter.
Ritsu Doan hätte in der 53. Minute den Anschluss erzielen können, doch Klos nahm zuvor die Hand zur Hilfe. Auf der anderen Seite machte Elvis Rexhbecaj mit dem 3:0 (62.) für die Kölner fast schon alles klar. Neuzugang Dennis zeigte eine engagierte Leistung und deutete mehrmals sein Potenzial an.
Erst nach diesem vorentscheidenden dritten Treffer stemmte sich Bielefeld vermehrt gegen die drohende Niederlage und presste Köln wieder früh in die eigene Hälfte. Mit spielerischen Mitteln kamen die Gäste jedoch nicht gefährlich in die Box.
So war es ein langer Ball von Keeper Stefan Ortego, den Köln gegen Klos nicht verteidigen konnte. Der DSC-Kapitän legte im richtigen Moment auf Sergio Córdova ab, der nur noch einschieben musste (73.).
Die Geißböcke hatten mit dem frühen Stören der Bielefeld ihre Probleme, jedoch kamen die Gäste nur noch ein einziges Mal gefährlich vor den Kasten, Cebio Soukou traf aus der zweiten Reihe nur den Pfosten (89.).
Mit diesem Sieg hat Köln den Relegationsplatz verlassen, während sich Bielefeld wieder nach unten orientieren muss.

Die Stimmen:

Horst Heldt (1. FC Köln): "Bielefeld hat am Anfang gut gepresst, wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und die Ruhe bewahrt. Es war ein verdienter Sieg, auch wenn uns Bielefeld mit den langen Bällen immer wieder Probleme bereitet hat. Das Gegentor hätte nicht sein müssen. Es wurde mal Zeit, dass Marius Wolf Tore gemacht hat. Es freut mich für ihn."
Fabian Klos (Arminia Bielefeld): "Wir waren inkonsequent. Die Kölner haben in der ersten Halbzeit nicht deutlich besser gespielt, aber konsequenter. Es ist umso frustrierter, weil die Kölner mit einfachen Mitteln gewonnen haben. Wir hatten vorne keine Überzeugung. In der Defensive haben wir uns in den letzten Wochen gut gefangen und hätten zeigen können, dass Frankfurt nur ein Ausrutscher war. Unser Spiel besteht momentan nicht aus fußballerischen Elementen, sondern aus Zweikämpfen und einfach Dingen."

Der Tweet zu Spiel:

Nicht Neuzugang Emmanuel Dennis war für die Treffer verantwortlich. Marius Wolf stand bei seinem Doppelpack goldrichtig und vollstreckte in Torjägermanier. Mit seinen beiden Treffern ebnete der Mittelfeldmann den Weg zum Kölner Heimsieg. Wolf war auch sonst einer der Aktivposten bei den Geißböcken.

Das fiel auf: Dennis fehlt noch die Bindung

Der Neuzugang vom FC Brügge soll beim 1. FC Köln für mehr Torgefahr und Präsenz im Angriff sorgen. Nach wenigen Trainingseinheiten merkte man Emmanuel Dennis die fehlende Bindung zum Team noch an. Der Stürmer hatte im ersten Durchgang die wenigsten Ballaktionen und trat selten in Erscheinung.
In der zweiten Hälfte war Dennis dann etwas aktiver. Bis zu seiner Auswechslung in der 82. Minute kam der 23-Jährige auf 38 Ballkontakte, einen Torschuss und für einen Offensivspieler beachtliche 43 Prozent gewonnener Zweikämpfe. Letztendlich deutete der Nigerianer sein Potenzial an.

Die Statistik: 15

Im 15. Anlauf konnte der 1. FC Köln endlich wieder einen Heimerfolg in der Bundesliga feiern. Die Rheinländer starteten mit drei Remis und sechs Niederlagen in dieser Saison und stellten damit das heimschwächste Team. Mit dem Sieg gegen Bielefeld gelingt der Sprung auf Platz 16 in der Heimtabelle. Der Anfang ist also gemacht.
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