Leon Goretzka wechselte 2018 ablösefrei vom FC Schalke zum deutschen Rekordmeister, doch gleich zu Beginn hatte er eine schwere Zeit bei den Münchnern.
Der Mittelfeldspieler sprach im Podcast des FC Bayern über die Zeit mit Niko Kovac, der von Sommer 2018 bis November 2019 Trainer der Münchner war.
"Es war ein Auf und Ab, da habe ich mich persönlich auch schwergetan. Ich habe meines Erachtens nach schon damals sehr gute Leistungen gezeigt, wurde durch verschiedene Dinge aber zurückgeworfen. Zum einen durch Verletzungen, zum anderen aber auch, dass ich nicht mehr auf dem Platz gestanden habe", so der 26-Jährige.
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Doch obwohl der damalige Bayern-Coach zwischenzeitlich nicht auf ihn setzte, sei er von sich überzeugt gewesen: "Da kamen dann schon erste Stimmen auf, dass es vielleicht doch nicht der richtige Schritt gewesen ist. Ich habe aber zu keiner Sekunde daran gezweifelt. Man kann anfangen, an sich zu zweifeln - aber das war glücklicherweise noch nie mein Problem. Ich war schon immer mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet."
In diesem Zusammenhang erzählte er: "Bei meiner Vorstellungs-PK habe ich hier in einige schmunzelnde Gesichter geblickt, als ich gesagt habe, dass ich ein Führungsspieler werden möchte. Das zeigt aber auch, wie ich schon damals getickt habe. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich den Weg hätte schneller gehen können. Aber letztlich hat es auch nicht so lange gedauert."
Unter dem jetzigen Bayern-Trainer Hans-Dieter Flick zählt Goretzka zum unumstrittenen Stammspieler und kann bislang überzeugen.

Goretzka spricht über Transfer zum FC Bayern

Der Nationalspieler erzählte, wie es zum Transfer von Schalke zu den Münchnern gekommen ist: "Da gab es verschiedene Faktoren. Ich hatte mich sehr intensiv damit beschäftigt, da ich es als eine ganz wichtige Entscheidung in meinem Leben betrachtet habe."
Generell habe er sich lange darüber informiert, wie man am besten solche Entscheidungen trifft. Letztendlich sei diese allerdings alleine von ihm getroffen worden: "Das war mir ganz wichtig. Ich war am Ende derjenige, der es zu verantworten hat. Im Falle, dass es klappt, aber auch wenn es nicht klappt, musste ich es nur mit mir ausmachen", so Goretzka.
Dass er nach München gewechselt ist, sei ein "vorgezeichneter Weg" gewesen. "Weil ich relativ früh einen klaren Plan hatte, der mit dem Wechsel zum FC Bayern geendet ist. Da war ich bei dem meiner Meinung nach größten Verein der Welt angekommen", erklärte er.

Goretzka lobt Kimmich

Im Podcast wurde er auch auf seinen Kumpel Joshua Kimmich angesprochen, mit dem er oftmals die Doppel-Sechs bildet.

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Fotocredit: Imago

Der 26-Jährige meinte: "Zusammen mit bekleide ich diese Position schon seit einiger Zeit. In der erfolgreichen letzten Saison haben wir die Zentrale gebildet, damals noch mit Thiago zusammen. Es funktioniert sehr gut. Ich glaube, dass wir uns sehr gut ergänzen und die komplexen Aufgabenbereiche auf der Position gut aufteilen. Dementsprechend viel Spaß macht es auch."
Goretzka fügte schwärmend hinzu: "Ich verstehe mich mit Jo auch abseits des Platzes sehr gut, das ist etwas, was sehr schwierig ist, noch einmal wiederzufinden."

Goretzka über den Gewinn der Champions League

Den größten Erfolg mit dem FC Bayern feierte er bislang mit dem Gewinn der Champions League im vergangenen Jahr, wo sie das Finale gegen PSG mit 1:0 gewannen.
"In dem Moment, als der Schiedsrichter das Finale abgepfiffen hat, war das für mich wie ein Throwback in meine Kindheit, als man zu seinen Kollegen sagte: ‘Stell dir mal vor, wir würden irgendwann mal die Champions League gewinnen’", erinnerte sich Goretzka.
Dass er es wirklich geschafft habe, was er als Kind spaßeshalber gesagt habe, sei für ihn "surreal" gewesen. Um diesen Erfolg zu feiern, unternahm er mit einigen Teamkameraden einen Kurztrip, bei dem er das Erlebte für sich verarbeiten und so richtig genießen konnte.
"Dieser Kurztrip wird für mich auf ewig in Erinnerung bleiben. Das waren besondere Momente, wo man nicht - wie man es vielleicht denken könnte - in irgendwelchen Clubs herumgelaufen ist, was in Corona-Zeiten ja auch nicht möglich ist. Wir haben die Momente zu hundert Prozent ausgekostet, die Zeit zusammen verbracht und über die letzten Wochen gesprochen. An diese Momente werde ich mich mein Leben lang erinnern", so der Mittelfeldspieler.
Den Erfolg in der Königsklasse will Goretzka am liebsten wiederholen: "Wir möchten eine Ära prägen und im Optimalfall das Ganze nochmal mit den Fans zusammen gewinnen."
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