Das Duell der Tabellennachbarn zwischen Hoffenheim und Bielefeld bot von Beginn an das erwartet schwächere Bundesliga-Niveau. Beide Mannschaften wollten lieber dem Gegenüber den Ball überlassen und selbst – wenn überhaupt – durch Balleroberungen und schnelles Umschalten zum Erfolg kommen. Die zuletzt stark gebeutelten Kraichgauer wussten jedoch etwas mehr mit dem Ball anzufangen und hatten ihre beste Chance im ersten Durchgang nach schöner Kombination über Mijat Gaćinović und Andrej Kramaric. Am Ende Schloss Munas Dabbur die sehenswerte Kombination ab, doch Armina-Schlussmann Stefan Ortega parierte glänzend (19.). Dabbur war es auch, der die zweite ordentliche Chance der Gastgeber hatte. Doch erneut parierte Ortega nach diesmal schöner Einzelaktion des Mittelstürmers (36.).
Der Arminia gelang in der ersten Hälfte kein Abschluss aus dem Spiel. Der Aufsteiger hatte nach einem Freistoß aber auch eine gute Chance. Ritsu Doan setzte bei seiner direkten Ausführung das Leder aber nur auf das Tornetz (38.).
Bereits vor Beginn der zweiten Hälfte erneutes Pech für die TSG. Kevin Vogt musste mit einer Handverletzung in der Kabine bleiben. Håvard Nordtveit ersetzt ihn im Abwehrzentrum. Dennoch hatten die Kraichgauer ihre spielerisch ansprechendste Phase direkt nach dem Seitenwechsel. Doch Kramaric scheiterte an Ortega und dem rechten Pfosten (47., 56.). Über die Passivität seiner Vorderleute wusste sich Arminia-Schlussmann Ortega auch immer wieder lautstark zu beschweren. Doch Hoffenheim hatte in den wenigen Möglichkeiten keine Fortüne im Abschluss. Diadie Samassekou verpasste nach Ecke ebenfalls knapp den rechten Pfosten (52.).
Bundesliga
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Anschließend fiel auch der TSG nicht mehr viel ein. Spielfluss auf beiden Seiten kaum bis gar nicht vorhanden. Für einen weiteren kleinen Aufreger reichte es trotzdem noch. Der eingewechselte Sven Schipplock hatte nach Kopfballablage seines Kapitäns Fabian Klos den Führungstreffer auf dem Fuß, traf aber den Ball nicht und wurde dabei von Stefan Posch zu Boden gebracht. Die Pfeife blieb stumm, der VAR griff nicht ein. Eine klare Fehlentscheidung lag wohl nicht vor.
Insgesamt waren die Gäste in der Schlussphase das etwas aktivere Team und hatten in Person von Doan kurz vor dem Ende den Sieg auf dem Fuß. Doch der Japaner scheiterte aus bester Position im Strafraum an Oliver Baumann (90.). Dennoch ging am Ende die torlose Punkteteilung insgesamt in Ordnung. Hoffenheim hielt immerhin erstmals in dieser Saison den eigenen Kasten sauber, bis dahin war die TSG das einzige Team in der Bundesliga, dem das noch nicht gelang.

Die Stimmen:

Fabian Klos (Arminia Bielefeld): "In der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass das Spiel in jede Richtung kippen können. Es ist schade, dass wir die Chancen zum Schluss nicht nutzen können. Am Ende ist die Punkteteilung in Ordnung."
Sven Schipplock (Arminia Bielefeld): "Es war eine gute Leistung heute von uns. Hoffenheim hatte eine große Chance in der ersten Halbzeit und sonst war es eine ausgeglichene Partie mit wenig Chancen auf beiden Seiten."

Der Tweet zum Spiel:

Mal wieder ein anschauliches Beispiel, was im Fußball alles möglich ist.

Das fiel auf: Kellerduell

Einen fußballerischen Leckerbissen konnte man nicht erwarten, wenn der 14. auf den 15. der Fußball-Bundesliga trifft. Beide Mannschaften hatten Probleme, wenn sie selbst den Ball in den eigenen Reihen hatten, besonders in der ersten Hälfte. Insgesamt gelang dies den verletzungsgeplagten Hoffenheimern – speziell unmittelbar nach dem Seitenwechsel – besser. Zum Ende hin waren dann die Bielefelder stärker. Die torlose Punkteteilung ging aber in Ordnung.

Die Statistik: 1

Die TSG war nach 15. Spieltagen das einzige Team ohne weiße Weste in der Bundesliga. Am Ende hätte man jedoch fast noch Gegentreffer Nummer 31 in der laufenden Saison hinnehmen müssen.
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