Sein 50. Spiel als Trainer des 1. FC Köln ging etwas unglücklich verloren, nach der 51. Partie von Markus Gisdol am kommenden Wochenende könnte für den Coach der Vorhang in der Domstadt aber tatsächlich fallen. Denn gegen den Abstiegsrivalen FSV Mainz 05 zählen nur drei Punkte - und nicht die Komplimente vom Gegner.
"Die Kölner haben es uns wie erwartet sehr schwer gemacht. Wir waren lange nicht so im Spiel, wie wir uns das vorgestellt hatten", musste Oliver Glasner nach dem mühsamen 1:0 (0:0)-Arbeitssieg des VfL Wolfsburg gegen engagierte Gäste einräumen. Fast eine Stunde lang agierten der Tabellendritte und der um den Klassenerhalt ringende Traditionsklub auf Augenhöhe.
Und auch nach der Wolfsburger Führung durch Josip Brekalo (69.) war die Begegnung nicht entschieden. Doch die durchaus vorhandenen Torchancen wurden nicht genutzt. "Wir müssen einfach noch ein bisschen mehr Geilheit auf den Platz bringen", sagte Kapitän Jonas Hector am "Sky"-Mikrofon. Der Ex-Nationalspieler selbst scheiterte in aussichtsreicher Position.
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Ginge es nach den nackten Zahlen, dürfte Gisdol eigentlich nicht mehr im Amt sein. Mit 1,09 Zählern ist der Punkteschnitt des 51-Jährigen schon arg mager. Andererseits: Viel auszusetzen an den Auftritten seiner Schützlinge in Wolfsburg und vor der Länderspielpause gegen Vize-Meister Borussia Dortmund (2:2) gab es nicht.

Funkel möglicher "Retter"

Gisdol selbst gab sich auf entsprechende Fragen demonstrativ gelassen: "Um meine Position als Trainer mache ich mir überhaupt keine Gedanken." Klar ist nur: Spätestens am Saisonende dürfte für ihn Schluss sein. Muss er eher gehen, stünde nach Medienberichten Friedhelm Funkel kurzfristig als "Retter" bereit, ob nun vor oder auch nach der Partie gegen Mainz. Der Boulevard am Rhein spekuliert außerdem mit Thorsten Fink als Gisdol-Ersatz.
Für Glasner hingegen wird es weitergehen bei den Niedersachsen. In der Bundesliga und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch in der Champions League. Denn bei noch sieben ausstehenden Begegnungen haben sich die Norddeutschen einen Vorsprung von elf Punkten herausgearbeitet.
"Wer nach hinten schaut, kommt schnell ins Stolpern. Wir schauen lieber nach vorne und auf uns", sagte der Österreicher, die sportlichen Perspektiven seiner Schützlinge sind auf jeden Fall glänzend. Der fünfte Heimsieg hintereinander ohne Gegentor war so ganz nebenbei ein Vereinsrekord. Eine solche Serie hatte nicht einmal Felix Magath in der VfL-Meistersaison 2008/09 hingelegt.
2015 gelang unter Dieter Hecking die Vize-Meisterschaft, weitere sechs Jahre später ist Rang zwei erneut in Reichweite. Zu RB Leipzig fehlen nur noch drei Punkte und zwei Tore. Und um die aufzuholen, wird am Mittellandkanal nach den Osterfeiertagen geklotzt und nicht gekleckert. Glasner: "Wir starten am Dienstag mit einer Doppelschicht."
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(SID)

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