Die Vorfreude auf die kommenden Wochen platzte förmlich aus Florian Kohfeldt heraus. Es arbeite sich nun einfach leichter, gestand der Leid erprobte Trainer von Werder Bremen. Sieben Punkte aus vier Spielen seien "eine hervorragende Ausgangsposition" - und überhaupt sei seine Mannschaft auf einem guten Weg. Nach der verkorksten Vorsaison sind die Hoffnungen auf eine sorgenfreie Spielzeit groß.

Denn der Fast-Absteiger, der seinen Platz in der Bundesliga vor knapp vier Monaten erst in der Relegation gerettet hatte, wirkt plötzlich stabiler. Beim SC Freiburg reichte es zwar nur zu einem 1:1 (1:1), doch Kohfeldt war dennoch glücklich: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Punkt. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für uns." In Bremen erfreuen sie sich an kleinen Schritten.

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Luft nach oben bei Werder

Dank der dritten Partie nacheinander ohne Niederlage festigten Kohfeldt und Co. auch den Platz in der oberen Tabellenhälfte. "Nach dem ersten Spiel hätte man uns das nicht zugetraut", sagte Niclas Füllkrug. Denn vor rund vier Wochen war Werder noch 1:4 gegen Hertha BSC untergegangen. Die schlimmsten Befürchtungen machten an der Weser die Runde. Nun sei der Start okay, sagte der Angreifer: "Aber es geht immer mehr."

Füllkrug ist einer der Erfolgsfaktoren. Mit dem Torjäger, der in der Vorsaison nach langer Verletzung erst in der heißen Schlussphase zurückgekehrt war, müsse Werder aber vorsichtig umgehen, sagte Kohfeldt. Seine Bedeutung sei dennoch "unstrittig". Füllkrug erzielte nicht nur sein viertes Saisontor per Foulelfmeter (25.), vielmehr diente er in der jungen Bremer Mannschaft erneut als Anker für die Unerfahrenen.

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Dass bei den Hanseaten trotzdem noch Luft nach oben ist, zeigte sich vor der Länderspielpause gegen Bielefeld - und nun auch beim Geisterspiel im Breisgau. Die Mannschaft von Christian Streich nutzte die kurzen Schwächephasen der Gäste aber zu selten aus. Einzig Philipp Lienhart (15.) traf für Freiburg zur zwischenzeitlichen Führung. "Es war ein Phasenspiel", sagte Kohfeldt - für Werder mit Höhen und Tiefen.

"Das sollten wir uns nicht schlechtreden. Wir sind noch in der Findungsphase", sagte Bremens Leonardo Bittencourt in der "ARD": "Wir haben wichtige Spieler verloren." Einer davon ist Davy Klaassen, der kurz vor Transferschluss nach Amsterdam zurückgekehrt war. Mit jungen Profis und neuem Selbstbewusstsein will Kohfeldt den Abgang des Leistungsträgers kompensieren.

Der Gedanke an den vielversprechenden Saisonstart dürfte den Weg erleichtern. Punktemäßig sei der Auftakt schließlich "sehr gelungen", sagte der Werder-Trainer. Und so kann sich Kohfeldt wohl vorerst auf ruhigere Tage an der Weser freuen.

(SID)

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