Bayer Leverkusen trat nach zwei Trainingswochen und mit der gleichen Elf wie beim 3:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt als klar spielbestimmende Mannschaft auf. Werder Bremen war nach dem 2:1-Schock in der Nachspielzeit der Verlängerung gegen RB Leipzig vom vergangenen Wochenende hauptsächlich mit dem Verteidigen beschäftigt, die Grün-Weißen konzentrierten sich vor allem darauf, das Zentrum dicht zu machen.
Über die Flügel kam die Werkself aber dennoch zu ein paar Möglichkeiten. Nach einer Flanke von Daley Sinkgraven vergab Patrik Schick per Kopf die erste Gelegenheit knapp (9.). Nur eine Minute später blockte Werder-Kapitän Niklas Moisander einen Abschluss des Leverkuseners Leon Bailey kurz vor der Linie.
Nach einer guten halben Stunde fiel dann das überfällige 1:0 für Leverkusen, doch der Treffer fand nach einminütiger Überprüfung der Bilder zurecht keine Anerkennung. Der vermeintliche Torschütze Florian Wirtz stand beim Zuspiel von Karim Bellarabi eine Fußlänge zu weit vorne (35.). Aus der Distanz gab der 17-Jährige den letzten Abschluss der Werkself im ersten Durchgang ab – knapp drüber (38.). Die Hausherren kamen einzig durch Niclas Füllkrugs Kopfball mit der ersten Hälfte zu einer nennenswerten Möglichkeit (25.).
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08/05/2021 AM 13:28
Nach der Pause musste der bereits früh angeschlagene Bailey in der Kabine bleiben. Die Hausherren kamen mit mehr Schwung aus der Pause und zu zwei Abschlüssen von Davie Selke (47., 50.). Ein erneuter Füllkrug-Kopfball verfehlte abermals das Ziel (57.), bevor das Spiel immer mehr an Fluss verlor und von Unterbrechungen bestimmt wurde. In der Schlussphase tat sich dann noch etwas auf beiden Seiten. Ein Schuss von Christian Groß wurde noch von den Leverkusenern geblockt (80.), auf der anderen Seite scheiterte im Gegenzug der zur Pause eingewechselte Demaral Gray völlig freistehend an Jiri Pavlenka (81.).
Kurz vor dem Schlusspfiff rauschte Eren Dinkci noch in Nadiem Amiri hinein und sah Rot (90.+4).

Die Stimmen:

Maximilian Eggestein (Werder Bremen): "Wir müssen mit dem Punkt heute leben. Ich fand es war ein ausgeglichenes Spiel. Leverkusen hat hohe individuelle Qualität. Wir hätten den Lucky Punch setzen können, aber das Unentschieden geht in Ordnung.“
Davie Selke (Werder Bremen): "Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen. Wir haben sieben Spiele in Folge verloren und spielen Unentschieden gegen Bayer Leverkusen, die eine riesige Qualität haben. Jetzt wissen wir, dass wir ein Finale in Augsburg haben. Die Jungs wollen, haben alles reingeworfen. Das müssen wir beibehalten und wollen in Augsburg gewinnen, das ist klar.“

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Kämpfende, aber ideenlose Bremer

Die Abstiegsbedrohten Bremer versuchten von Anfang an nur, gegen spielerisch überlegene Leverkusener die Null zu halten. Das sah phasenweise ordentlich aus, vor allem weil die Bremer das Zentrum geschickt dicht machten und Leverkusen über die Flügel zwangen. Bei den wenigen Chancen, die sich für die Bremer ergaben oder hätten ergeben können, machten die Bremer schlichtweg zu wenig. Der Einsatz stimmte, nach vorne war es aber zu dünn, was die Bremer anboten.

Die Statistik: 7

Nach zuletzt sieben Bundesliga-Niederlagen in Folge konnten die Bremer den Negativtrend stoppen bauten den nicht besonders glorreichen Vereinsrekord nicht weiter aus.
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