Damit wäre der 62-Jährige raus aus dem Rennen um die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw, in dem derzeit Bayern-Trainer Hansi Flick als Topfavorit gilt. Der Weltmeister-Trainer von 2014 hatte am Dienstag seinen Abschied nach der EM im Sommer angekündigt, Rangnick äußerte sich anschließend offensiv.
"Im Moment bin ich frei", hatte der frühere Leipzig-Architekt bei "Sky" über den Bundestrainer-Posten gesagt, eine Stelle, "die einen nicht kalt lässt". Doch ein Schalke-Comeback reizt den Fußball-"Professor" offenbar sehr. Den Kontakt zu Rangnick stellte den Medienberichten zufolge "eine Gruppe einflussreicher Schalker aus Wirtschaft, Sponsoren, Politik und Zivilgesellschaft" her.
Zu dieser Gruppe gehörten angeblich mehrere Kandidaten für die am 13. Juni anstehende Wahl des Schalker Aufsichtsrates. Das aktuelle Aufsichtsratsmitglied Stefan Gesenhues (66) sei in das Projekt mit eingeschlossen worden, er habe dem Kontrollgremium am Freitag die Pläne vorgestellt. Zudem soll bereits eine Voreinigung mit dem früheren Hoffenheimer und Leipziger Bundesliga-Trainer Rangnick erzielt worden sein, die Rede ist von einem langfristigen Vertrag über fünf Jahre.
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Letzteres dementierte Schalke am Freitagabend. Der Aufsichtsrat stellte in einer Mitteilung klar, "dass Berichte, es gäbe eine 'Voreinigung' zwischen dem FC Schalke 04 und Ralf Rangnick oder seinem Berater, nicht zutreffen". Unabhängig von den Vorgängen sei Rangnick ein "hochgeschätzter Fachmann" und "gern gesehener Ex-Schalker". Die Besetzung des neuen Sportvorstands sei "ein fortlaufender Prozess".
Rangnick war bereits zwei Mal als Trainer für Schalke tätig - von 2004 bis 2005 sowie 2011. Sein zweites Engagement endete vorzeitig, da Rangnick unter Burn-out litt. Im selben Jahr hatte er S04 beim Gewinn des DFB-Pokals zum bislang letzten großen Titel geführt. Rangnicks strategische Fähigkeiten werden in der Szene sehr geschätzt. Angesprochen auf ein mögliches Engagement beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) hatte Rangnick am Mittwoch bereits angedeutet, dass er auch andere Optionen besitze.
"Wenn sich der DFB erst zu einem Zeitpunkt melden würde, wo ich nicht mehr frei bin, ist es zu spät", hatte Rangnick gesagt. Es sei "in erster Linie eine Frage des Timings". Schalke befindet sich in der größten Krise seit Jahrzehnten. Die Königsblauen, bei denen der aktuelle Coach Dimitrios Grammozis der bereits fünfte Trainer in dieser Saison ist, stehen zehn Spieltage vor dem Saisonende abgeschlagen am Tabellenende. Seit der Trennung vom bisherigen Sportvorstand Jochen Schneider Ende Februar trägt Peter Knäbel die sportliche Gesamtverantwortung.
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