Jede Menge Störfeuer vor dem "Spiel des Jahres": Bei RB Leipzig ist nach der Bekanntgabe des Wechsels von Dayot Upamecano zu Bayern München die Debatte um den Ausverkauf wieder voll entbrannt. Trainer Julian Nagelsmann gab sich gelassen, doch das Thema kommt vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag gegen den FC Liverpool (21 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) zur Unzeit.
"Grundsätzlich stört mich das nicht, weil es zum Fußball dazugehört", sagte Nagelsmann zu den Wechselgeschichten nach dem 2:1 (2:0)-Sieg gegen den FC Augsburg, mit dem seine Mannschaft den Rückstand auf Tabellenführer Bayern vorläufig auf vier Punkte verkürzte. "Das war schon immer so und wird wohl noch einige Jahre so bleiben", ergänzte der Coach.
Das Gerangel um seine Hochbegabten ist voll im Gange. Der Berater von Dani Olmo sprach schon offen über einen Wechsel zu Real Madrid und kündigte einen neuen Leipziger Rekordtransfer an, Abwehrmann Ibrahima Konaté und Kapitän Marcel Sabitzer werden seit Wochen bei englischen Top-Klubs gehandelt.
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"Wir sind jetzt nicht im obersten europäischen Regal wie Bayern München oder Real Madrid. Deswegen ist es relativ normal, dass unsere Spieler gehandelt werden", meinte Nagelsmann lapidar.

FC Bayern bestätigt Upamecano-Wechsel während des Leipzig-Spiels

Ebenfalls gestört haben dürfte den Leipziger Trainer die Tatsache, dass die Bayern in Person von Sportvorstand Hasan Salihamidzic Upamecanos Wechsel via "Bild" während der Augsburg-Partie bestätigten. "Wir wussten, dass wir sehr starke Konkurrenz hatten", sagte Salihamidzic. Auch der FC Liverpool und der FC Chelsea haben um die Dienste des 22-Jährigen gebuhlt.
Bayern verfiel in das alte Muster, schwächte mit dem Transfer einen direkten Konkurrenten und löste dort viel Unruhe aus. Das Thema machte schnell die Runde, Leipzigs Spieler mussten nach dem Spiel natürlich darauf eingehen. "Bis gerade eben wusste ich nichts", sagte Abwehrmann Willi Orban.
Auch Nagelsmann gab sich überrascht. "Wir haben nix bestätigt, ich habe mich mit der Mannschaft auf das Spiel konzentriert", sagte der Coach über den Transfer. Er wisse aber, dass Upamecano eine Ausstiegsklausel habe, die im Sommer greife. Und deshalb sei es so, "dass der Ball nicht bei uns liegt, sondern beim Spieler."

Upamecano soll Alaba beim FC Bayern ersetzen

Offenbar hat Leipzigs Abwehrchef von der Klausel Gebrauch gemacht und wechselt für 42,5 Millionen Euro zum Klub-Weltmeister. Dort erhält der zweimalige französische Nationalspieler, der Anfang 2017 für zehn Millionen Euro vom Bruderklub Red Bull Salzburg nach Leipzig kam, einen Vertrag bis 2026. Bei den Bayern soll der Abwehrschrank David Alaba ersetzen und die Defensive weiter verjüngen.
Gegen Augsburg saß der Neu-Bayer nur auf der Bank, doch auch ohne ihn hatten die Leipziger das Spiel im Griff. Olmo per Foulelfmeter (38.) und Christopher Nkunku (43.) trafen für RB, Daniel Caligiuri (76./Foulelfmeter) machte es am Ende nochmal etwas spannend.

Nagelsmann über Hinspiel gegen Liverpool in Budapest: "Das ist unser Heimspiel"

Am Montag macht sich der RB-Tross per Flieger Richtung Budapest auf, in Ungarns Hauptstadt wird das Liverpool-Spiel wegen der Corona-Einreisebestimmungen stattfinden. "Wir versuchen, das beste Spiel in Budapest zu machen, wollen alles rausholen, das ist unser Heimspiel", betonte Nagelsmann.
Der RB-Coach betonte aber auch, dass nicht die Trainer im Mittelpunkt stehen. "Wir freuen uns auf das Duell mit Liverpool. Da ist Jürgen Klopp Trainer, klar. Aber es ist kein Trainerduell", erklärte Nagelsmann, der dann sicher auch wieder auf Upamecano zurückgreifen wird.
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(SID)

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