Direkt nach der Landung aus Warschau ging es für Robert Lewandowski in München erst einmal zu einer weiteren Untersuchung des lädierten rechten Knies. Das Ergebnis wurde beim FC Bayern mit Spannung und bangen Blicken erwartet. Ein längerfristiger Ausfall des Weltfußballers würde die Münchner im Endspurt um die Meisterschaft und den Champions-League-Titel schwer treffen.
Klar schien am Dienstag nur, dass Trainer Hansi Flick seinen Toptorjäger am Samstag (18.30 Uhr im Eurosport Liveticker) im Liga-Gipfel bei RB Leipzig ersetzen muss. Und dann? Alles offen - auch mit Blick auf das Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse am 7. April gegen Paris Saint-Germain.
Doch nicht nur die laut polnischem Verband "geschädigten Seitenbänder" im Knie von Lewandowski sorgen bei Flick derzeit für einige Sorgenfalten. Auch die Abwehr bereitet vor dem Spitzenspiel bei Verfolger Leipzig erhebliches Kopfzerbrechen.
Bundesliga
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In Jérôme Boateng (gelbgesperrt) und Alphonso Davies (rotgesperrt) fallen in der Viererkette zwei Profis aus. Zudem kehrte der mögliche Boateng-Ersatz Niklas Süle mit muskulären Problemen vorzeitig von der Nationalmannschaft zurück. Süle trainiert individuell. Die Zeit drängt.

Flick muss im Bayern-Angriff improvisieren

Beim unersetzlichen Lewandowski dürfte die Zeit bis Samstag dagegen nicht reichen. Von fünf bis zehn Tagen Ausfall schrieb der Verband PZPN. Flick muss improvisieren. Die wahrscheinlichste Variante dürfte Serge Gnabry in der Spitze vor Leroy Sané, Thomas Müller und Kingsley Coman sein. Weitere Möglichkeit: Eric Maxim Choupo-Moting ersetzt Lewandowski.
So oder so: Leipzig erwartet wegen Lewandowskis Kniefall keinen Vorteil. Grundsätzlich wünsche er ohnehin keinem eine Verletzung, sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche der "Bild". Es sei so, "dass wir uns auf uns konzentrieren. Bayern wird auch ohne Lewandowski eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz kriegen".
Ohne Lewandowski wird es für den Triple-Sieger aber ungleich schwerer. Unglaubliche 35 Treffer (sechs Vorlagen) in bislang 26 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Der 32-Jährige ist längst die Münchner "Lebensversicherung". Selbst der "ewige" Torrekord von Legende Gerd Müller, der 1971/72 stolze 40 Treffer erzielt hat, wackelt bei acht ausstehenden Spielen erstmals bedenklich.
Seit Monaten befindet sich Angreifer Lewandowski in Galaform. Entsprechend kommt die Verletzung im Saisonfinale zur Unzeit. Beim 3:0 der Polen in der WM-Qualifikation gegen Andorra war Abwehrspieler Albert Alavedra Jiménez unglücklich auf Lewandowskis Bein gefallen. Humpelnd hatte der Bayern-Star den Platz verlassen. Der Kapitän fehlt seinem Nationalteam deshalb auch am Mittwoch im Spitzenspiel in England.
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(SID)

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