Marco Rose genoss die vielen warmen Worte sichtlich.
Von Genugtuung nach all der Kritik konnte aber keine Rede sein. "Das ist ja mein Job und deswegen völlig normal", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach über seinen taktischen Kniff, mit dem er großen Anteil am 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen den SC Freiburg hatte. Stattdessen reichte Rose das Lob weiter an seine Assistenten - und natürlich an Doppelpacker Marcus Thuram.
Und doch war Rose die Erleichterung nach dem zweiten Sieg in Folge anzusehen. Die Horror-Wochen mit sieben Pleiten in Serie und der Trubel um seinen angekündigten Wechsel zu Borussia Dortmund haben Spuren hinterlassen. Zu gerne würde sich der 44-Jährige mit einem Europacupplatz aus Gladbach verabschieden, der Sieg gegen Freiburg war ein wichtiger Schritt.
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Weil Gladbach gegen Freiburg lange enttäuschte und durch Roland Sallai (10.) verdient mit 0:1 zurücklag, brachte Rose nach der Pause Denis Zakaria und stellte auf eine Dreier- bzw. Fünferkette um. "Das war der Schlüssel", sagte Matthias Ginter im Rückblick, und auch Zakaria befand: "Wir haben taktisch ein wenig umgestellt - und es hat funktioniert."
Ähnlich stark kritisiert wurde zuletzt Stürmer Thuram, der am Samstag zum zweiten Matchwinner des Tages wurde. Die Spuckattacke in der Hinrunde kostete den Franzosen zu Recht viele Sympathien, die er sich nun mit Toren Stück für Stück zurückholt. Sein Doppelpack nach der Pause (53./60.) war sein erster in dieser Bundesliga-Saison, der Jubel mit der Mannschaft fiel entsprechend ausgelassen aus.

Stark ansteigende Form von Thuram

"Marcus hat in den letzten Wochen stark ansteigende Form. Er ist noch nicht dort, wo wir ihn sehen, wo wir ihn erwarten. Aber er ist auf einem guten Weg", sagte Rose.
Gemeinsam will das einst gescholtene Duo nun im Endspurt der Saison noch einmal Gas geben. "Wir werden versuchen, so weit wie möglich in der Tabelle zu klettern. Das ist das Ziel", sagte Rose.
Beinahe jedoch wäre Rose und Thuram der Sieg noch genommen worden. Doch der vermeintliche Freiburger Ausgleich durch Keven Schlotterbeck in der fünften Minute der Nachspielzeit fand nach Studium der TV-Bilder wegen einer Abseitsposition fünf Pässe zuvor keine Anerkennung. Was Freiburgs Trainer Christian Streich noch lange nach Schlusspfiff ärgerte, ließ Rose einmal tief durchatmen.
"Hintenraus mussten wie noch mal zittern. Das gehört dieses Jahr irgendwie dazu", sagte Rose, dessen Team in dieser Saison schon neun Führungen verspielt hat. An diesem Tag war jedoch auch das Glück zurück auf der Seite des Borussen-Trainers. Stadionsprecher Torsten Knippert fand beim Schlusspfiff dann auch das einzig richtige Wort: "Uff!"
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(SID)

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