Die Leipziger starteten mit viel Druck in die Partie und zwangen die Augsburger immer wieder zu Fehlern im Aufbauspiel. Dani Olmo kam bereits nach wenigen Sekunden 20 Meter vor dem Tor zum Abschluss, doch verfehlte den Kasten von Rafal Gikiewicz deutlich (1.).
Der polnische Schlussmann musste jedoch nur zwei Minuten später schon das erste Mal eingreifen, als er einen Freistoß von Christopher Nkunku direkt von der Strafraumkante parierte.
Nachdem sich die Augsburger Robert Gumny und Jeffrey Gouweleeuw bei einer Kopfballabwehr nicht einig waren, kam Amadou Haidara aus der zweiten Reihe zum Abschluss, doch er beförderte das Leder nur auf die Tribüne (13.).
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Nkunku bekam anschließend erneut die Möglichkeit, einen aussichtsreichen Freistoß direkt vor dem Sechzehner zu treten, traf aber lediglich die Mauer. Den Nachschuss schnappte sich Olmo, doch auch er verfehlte den Kasten (21.).
Nach nicht mal 30 Minuten sahen schon alle drei Innenverteidiger der Fuggerstädter die Gelbe Karte und mussten folglich in den Zweikämpfen aufpassen. Marek Suchy hatte bei seinem Foulspiel gegen Willi Orban etwas Glück, dass Schiedsrichter Felix Zwayer nicht Rot zeigte.
In der 33. Minute gab es dann den Strafstoß für die Hausherren, als zunächst Gikiewicz stark gegen Olmo parierte und sich Nordi Mukiele den zweiten Ball schnappen wollte. Reece Oxford holte den Franzosen jedoch von den Beinen und verursachte den Elfmeter.
Olmo trat zum Strafstoß an, doch scheiterte im ersten Versuch an Gikiewicz. Der Pole bewegte sich jedoch zu früh weg von seiner Linie und so wurde der Elfmeter wiederholt. Den zweiten Schuss brachte der Spanier scharf und halb hoch im linken Eck unter (38.).
Kurz vor der Pause erhöhten die Leipziger noch auf 2:0, als sich Yussuf Poulsen das Leder vor dem Sechzehner selber schnappte und vor Gikiewicz auf Nkunku querlegte, der ins leere Tor schob (43.).
Im Vergleich zum ersten Durchgang war der Start in Halbzeit zwei eher verhalten, weil sich Leipzig viel Zeit im Spielaufbau ließ. Olmo chippte stark in den Lauf von Angeliño, der aus halb linker Position das lange Eck verfehlte, doch zuvor bereits im Abseits stand (49.).
Augsburgs Mads Pedersen marschierte in der Schlussviertelstunde dann mit einem starken Antritt über die linke Seite in den Sechzehner und wurde dabei vom frisch eingewechselten Ibrahima Konaté elfmeterreif gelegt. Den folgenden Strafstoß verwandelte Daniel Caligiuri souverän im linken oberen Eck (77.).
Beinahe schafften die Leipziger die direkte Antwort, als Poulsen eine Flanke von Angeliño fasst ins linke Eck einnickte, doch Gikiewicz parierte stark (78.).
Kurz vor Schluss ging es dann noch einmal hoch her. Zunächst konterten die Leipziger über den eingewechselten Alexander Sörtloth, der an den herausstürmenden Gikiewicz vorbeigehen konnte und statt auf Poulsen abzulegen selber abzog. Gikiewicz bekam die Hand noch ran und hatte Glück, dass Nkunku den Nachschuss vor dem freien Tor nicht nutzen konnte und nur den linken Pfosten traf (85.).
In der Nachspielzeit scheiterte Gouweleeuw für die Gäste nach einer Ecke aus zwei Metern an Peter Gulásci. Der Niederländer stand dabei jedoch sowieso im Abseits, sodass der Treffer nicht gezählt hätte (90.+3).
So blieb es beim 2:1 für Leipzig.
Damit verkürzten die Sachsen den Abstand zu Tabellenführer FC Bayern München vorübergehend zumindest auf vier Zähler.

Die Stimmen zum Spiel:

Julian Nagelsmann (Trainer von RB Leipzig): "Wir haben es sehr gut gemacht. Am Ende war es viel zu spannend, das Gegentor ärgert mich ein bisschen. Zum Schluss waren wir nach dem Anschlusstreffer von Augsburg viel in Überzahl, haben aber zu locker abgeschlossen. Insgesamt bin ich schon zufrieden."
Willi Orban (RB Leipzig): "Die ersten 75 Minuten waren sehr dominant. Wir waren klar in Führung, dann haben wir es ein bisschen spannend gemacht. Aber aber im Großen und Ganzen waren wir der verdiente Sieger."
Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir haben alles versucht nach dem Rückstand, es ist schade, dass wir zum dritten Mal mit leeren Händen dastehen gegen Leipzig. Nach zwei umstrittenen Toren für Leipzig haben wir super dagegengehalten. Man muss die Leistung von Leipzig anerkennen, das ist eine Top-Mannschaft. Wir haben alles versucht. Aufgebäumt. Leidenschaftlich dagegengehalten. Moral gezeigt."
Daniel Caligiuri (FC Augsburg): "Von Anfang an sind wir gut gestartet, wir waren sehr aktiv gegen den Ball und haben es Leipzig nicht so einfach gemacht wie in den letzten Spielen zuvor. Dann rennst du wieder hinterher durch den Elfmeter. Dann waren die Köpfe erst mal unten. Nach der zweiten Halbzeit hätten wir allerdings einen Punkt verdient gehabt."
Rafal Gikiewicz (FC Augsburg): "Wir müssen die Niederlage akzeptieren, aber aus meiner Sicht muss man den Elfmeter nicht zwingend wiederholen. Ich bin mir sicher, wenn hier Dortmund oder Bayern München gespielt hätte, bekommen sie keine Wiederholung."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Leipzig im zweiten Durchgang zu fahrlässig

In der ersten Halbzeit ließen die Leipziger nichts anbrennen, waren über die kompletten 45 Minuten die dominante Mannschaft und ließen nicht mal einen Torschuss der Augsburger zu. Neben defensiver Stabilität pressten die Sachsen tief in der gegnerischen Hälfte und gingen verdient mit zwei Toren Führung in die Kabine.
Im zweiten Durchgang wollten die Hausherren das Ergebnis hauptsächlich verwalten und erspielten sich kaum noch Chancen. Nach dem Anschlusstreffer durch einen unnötigen Foulelfmeter wackelte der schon sicher geglaubte Sieg am Ende bedenklich.

Die Statistik zum Spiel: 8

Satte acht Gelbe Karten verteilte der Unparteiische Felix Zwayer. Dabei gab es drei für die Leipziger und fünf für die Gäste, bei denen neben den drei Innenverteidigern auch der Schlussmann verwarnt wurde.
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