Die Leipziger begannen stark, erarbeiteten sich in den ersten Minuten gute Abschlusspositionen, belohnten sich aber nicht mit dem Führungstreffer. Frankfurt war hingegen größtenteils mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt und hatte nur wenige Aktionen im vorderen Drittel.
Nach absolvierter Anfangsviertelstunde wurde die Partie ausgeglichener. Der Spielfluss litt unter den relativ vielen Unterbrechungen, das Tempo war nicht mehr allzu hoch. Es folgte eine Phase mit relativ wenigen Offensivszenen auf beiden Seiten, ehe es torlos in die Kabinen ging.
Beide Vereine erhöhten in der zweiten Hälfte ihre Offensivbemühungen. Es verging nach dem Wiederanpfiff lediglich eine Minute, ehe sich die Hausherren in Führung schossen. Justin Kluivert wurde drei Meter vor der Strafraumgrenze in halblinker Position nicht gestört, sodass er aufs linke untere Eck wuchtete. SGE-Keeper Kevin Trapp parierte, doch der Abpraller landete bei Emil Forsberg, der per Direktabnahme rechts oben zum 1:0 traf.
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Danach drückten die Nagelsmänner auf den zweiten Streich, der ihnen allerdings verwehrt blieb. Die Eintracht glich in der 61. Minute durchaus überraschend aus. Sebastian Rode passte vertikal in die linke Strafraumhälfte, wo André Silva wenige Meter vor der Grundlinie flach nach innen in den Rückraum legte. Dort schoss Daichi Kamada direkt rechts unten zum 1:1 ein.
Im Anschluss investierte RasenBallsport mehr ins Spiel nach vorne, es blieb jedoch vor allem aufgrund der fehlenden notwendigen Präzision im Abschluss beim Unentschieden. Die beste Chance in der Schlussphase hatte der eingewechselte Luka Jovic, der nach einem Zuspiel von Filip Kostic in der 81. Minute aus aussichtsreicher Position am kurzen Pfosten vorbeischoss.

Die Stimmen zum Spiel:

Markus Krösche (Sportdirektor RB Leipzig): "Wenn man 90 Minuten sieht, waren wir schon die bessere Mannschaft, hatten die klareren Torchancen. Wir haben heute nicht so dieses letzte Quäntchen Glück gehabt."
Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt): "In Leipzig ist es immer ein sehr schweres Spiel. Und, ja, in der ersten Halbzeit haben wir fast keine Chance gehabt. Aber in der zweiten Halbzeit ist es besser geworden - deswegen, ja, ich bin zufrieden."

Der Tweet zum Spiel:

Das bis dato beste Rückrundenteam, RB Leipzig, traf auf die erfolgreichste Bundesligamannschaft des Jahres 2021 (Stand: vor diesem Spieltag).

Das fiel auf: Neutralisierung bei Standards

Es trafen die beiden Bundesliga-Mannschaften aufeinander, die in der aktuellen Saison die meisten Treffer nach Standardsituationen schossen. Jeweils 17-mal rappelte es nach ruhenden Bällen - ebenso oft netzte Borussia Mönchengladbach nach Standards. Zudem stellen RB Leipzig (6) und Eintracht Frankfurt (7) die einzigen beiden Teams, die in der laufenden Spielzeit weniger Gegentreffer nach Standardsituationen kassierten als Bayer Leverkusen (3). In diesem Spiel ließen weder die Sachsen noch die Hessen viel nach ruhenden Bällen anbrennen - damit einhergehend wurde es nach Standards auf beiden Seiten nur recht selten gefährlich.

Die Statistik: 10 von 12

Zehn der zwölf jüngsten Treffer in Duellen zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt wurden in der zweiten Halbzeit erzielt. Auch diesmal wurde erst nach dem Seitenwechsel so richtig Fahrt aufgenommen - beide Tore fielen nach dem Pausentee.
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