RB Leipzig dominierte die Partie von der ersten Minute an. Die Roten Bullen spielten forsch nach vorne, agierten allerdings vor allem im vorderen Drittel zu unkreativ, um das Berliner Abwehrbollwerk zu knacken. Union fokussierte sich auf die Arbeit gegen den Ball und lauerte auf Konter, die sich zwar einige Male ergaben, aufgrund von Ungenauigkeiten jedoch nicht in Torchancen umgemünzt wurden.
In einer ersten Halbzeit mit wenigen Strafraumszenen wurden lediglich zwei Toschüsse abgegeben - jeweils auf den Kasten der Berliner. Die beste Chance in den ersten 45 Minuten hatte Christopher Nkunku, der in der 37. Minute mustergültig von Alexander Sörloth aus zentraler Position bedient wurde. Der 23-jährige Franzose hatte rechts im Strafraum freie Schussbahn, traf den Ball jedoch alles andere als optimal, sodass dieser weit über den Kasten flog.
Gleiches Bild nach dem Seitenwechsel: Spielbestimmende Sachsen agierten munter in Richtung gegnerisches Tor, vor der Gefahrenzone war aber meistens Endstation. Die Elf von Julian Nagelsmann ließ allerdings nicht locker, griff gegen die stabile Köpenicker Defensive unermüdlich an und belohnte sich nach 70 Minuten mit dem verdienten Führungstor.
Bundesliga
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Emil Forsberg setzte sich nach einem Nkunku-Zuspiel in zentraler Position an der Sechzehnergrenze gegen Florian Hübner durch und kam nach einem klugen Doppelpass mit Dani Olmo frei im Sechszehner zum Abschluss. Union-Keeper Andreas Luthe kam zwar mit den Fingerspitzen noch dran, konnte den Einschlag im linken oberen Eck aber nicht verhindern.
Union erhöhte den Offensivdruck in der Schlussphase, zwingende Torchancen waren bei den Gästen aber weiterhin Mangelware. Die Leipziger hatten zwar nach dem Treffer weiter mehr Ballaktionen, investierten aber nicht mehr allzu viel ins Offensivspiel. So blieb es beim leistungsgerechten 1:0-Erfolg für die Sachsen.

Die Stimmen:

Markus Krösche (Sportdirektor RB Leipzig): "Union hat sehr gut verteidigt - es war sehr viel Geduld gefragt. Über die gesamten 90 Minuten war der Sieg verdient."
Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Sport 1. FC Union Berlin): "Wir müssen immer am Limit spielen - das ist so. Wir spielen hier erste Bundesliga und wenn wir hier Punkte holen wollen, müssen wir eben ans Limit gehen - das ist so. Und ich glaube, auch heute ist die Mannschaft im Rahmen ihrer Möglichkeit absolut ans Limit gegangen."
Marvin Friedrich (1. FC Union Berlin): "Ich denke, dass wir ein gutes Auswärtsspiel abgeliefert haben. Standen sehr kompakt, haben Leipzig alles abverlangt. Und am Ende kann man dann nicht alles verteidigen, weil Leipzig eine Top-Mannschaft hat."
Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Die Jungs waren heute unglaublich reif im Kopf und haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die nötige Geduld war wichtig. Am Ende haben wir völlig verdient gewonnen. Grundsätzlich sind wir zufrieden mit der Hinrunde."
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Wenn man sich das Spiel über 90 Minuten anschaut, geht der Sieg für Leipzig in Ordnung. Aber wir waren sehr nah dran. In der zweiten Hälfte hat der Druck enorm zugenommen."

Der Tweet zum Spiel:

Union Berlins Gründungsdatum jährte sich am Mittwochabend zum 55. Mal.

Das fiel auf: Unions unheimliche Serie findet ihr Ende

Bezieht man sich auf die Abschlusstabelle aus der Vorsaison, blieben die Eisernen in der laufenden Spielzeit gegen die Top sechs bis zum 16. Spieltag ungeschlagen. In der Hinrunde der Saison 2020/2021 siegte die Mannschaft von Erfolgstrainer Urs Fischer gegen Bayer 04 Leverkusen (1:0) und Borussia Dortmund (2:1). Zudem setzte es Punkteteilungen mit Borussia Mönchengladbach, dem FC Bayern München (jeweils 1:1) und dem VfL Wolfsburg (2:2). Diese Erfolgsserie mit zwei Siegen und drei Unentschieden gegen fünf der erfolgreichsten sechs Bundesliga-Klubs fand durch die knappe Niederlage in der Red Bull Arena nun ihr Ende.

Die Statistik: 17

Der 1. FC Union Berlin schoss erstmals in dieser Bundesliga-Saison kein eigenes Tor. Saisonübergreifend netzten die Eisernen gar in 17 Partien in Folge, ehe Leipzig am Mittwochabend die Null hielt.
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