Eine Statue für Marco Rose? In Mönchengladbach? Zumindest die Fans der Borussia haben die Hoffnung auf goldene Zeiten mit ihrem Trainer noch nicht aufgegeben. "Marco, sehr gerne möchten wir Dir am Ende Deiner Zeit bei uns ein Denkmal bauen", verkündete die Dachorganisation der Gladbach-Anhänger und rollte dem Coach den roten Teppich aus.
Ob der Honig um den Mund Marco Rose bei seinen Überlegungen beeinflusst, bleibt abzuwarten. Derzeit ziert der 44-Jährige sich, eine klare Aussage abzugeben. Das ist sein gutes Recht - und wird dennoch zunehmend zur Belastung. Denn längst trübt der drohende Wechsel zu Borussia Dortmund die Vorfreude auf die kommenden Festtage mit dem Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City und dem Pokal-Viertelfinale - ausgerechnet gegen den BVB.
Am Sonntag steht zudem das Spiel beim direkten Königsklassen-Konkurrenten VfL Wolfsburg an. Die Fragen nach seiner Zukunft werden auch dort nicht aufhören. Rose kennt diese Situation bereits aus seiner Zeit bei RB Salzburg. Als 2019 Gerüchte um einen Wechsel nach Gladbach aufkamen, betonte er ähnlich wie jetzt, "Wasserstandsmeldungen nicht kommentieren" zu wollen - und ging schließlich.
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Daraus Schlüsse zur Gegenwart zu ziehen, verbietet sich freilich. Zumal Rose über eine kolportierte Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro verfügt, sich also vertragskonform verhalten würde. Und doch wäre gerade Sportdirektor Max Eberl, der vor nicht einmal zwei Jahren den durchaus erfolgreichen Dieter Hecking für einen Neuanfang mit Rose entließ, nicht zu beneiden.

Borussia Mönchengladbach: Rose-Abgang kann Domino-Effekt folgen

Zumal viele Fans bei einem Rose-Abgang einen Domino-Effekt fürchten. Die Verträge von Matthias Ginter, Nico Elvedi und Denis Zakaria laufen 2022 aus, die Stürmer Marcus Thuram und Alassane Pláa dürfte eine Zukunft ohne Rose zumindest ins Grübeln bringen. Eberl ist in diesen Tagen also an mehreren Fronten gefragt. Gut möglich ist umgekehrt natürlich auch, dass Rose auf einen Verbleib seiner Stars oder gar weitere Investitionen pocht, um zu bleiben.
Weil zudem weder in Dortmund noch Gladbach eine erneute Champions-League-Teilnahme derzeit sicher ist, könnte sich eine Entscheidung noch hinziehen. Rose ist dabei nicht zu beneiden. Vor zwei Jahren in Salzburg gab er zu, dass die Spekulationen für ihn schwierig zu moderieren seien. "Wie macht man's? Gräbt man sich ein? Hält man auf dem Rathausplatz eine Rede? Ich weiß es nicht", sagte Rose damals.
Nun steht er vor einer ähnlichen Problematik. Das Gladbacher Fanprojekt jedenfalls hofft trotz aller Kritik an Roses Rotation bei der jüngsten Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln (1:2) auf einen Verbleib. "Die Werte, die Du zum Thema Leidenschaft und Wille zum Erfolg in die Mannschaft vermittelst, treffen unseren Nerv", sagte der Vorsitzende Thomas Ludwig in dem offenen Brief, "und lassen uns träumen, dass auch unser Briefkopf irgendwann einmal geändert werden darf."
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