Freiburg erwischte den deutlich besseren Start und kam früh zu guten Chancen. Eine Freistoß-Flanke von Vincenzo Grifo köpfte Roland Sallai aus 16 Metern aufs Tor, doch Rafal Gikiewicz war zur Stelle (2.).
Nach sechs Minuten war der polnische Schlussmann erneut gefordert, als Baptiste Santamaria eine Flanke von Christian Günter per Direktabnahme aufs Tor beförderte. Gikiewicz parierte stark und hatte dann Glück, dass Startelf-Debütant Guus Til im Anschluss per Kopf über das Tor köpfte. Aufgrund eines Fouls von Santamaria an Felix Uduokhai hätte der Treffer allerdings ohnehin nicht gezählt.
Kapitän Günter kombinierte sich wenig später mit Grifo über links in den Sechzehner und bediente den frei stehenden Lucas Höler am Fünfmeterraum, der das Leder jedoch nicht kontrollieren konnte (10.).
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Augsburg wurde in der Folge aktiver, schaffte es aber lange nicht, gefährlich zu werden. Ein leicht abgefälschter Distanzschuss von André Hahn, den Florian Müller ohne Probleme parierte, war lange Zeit das Highlight aus der Sicht der Fuggerstädter (23.).
Kurz vor der Pause gab es dann die größte Chance für die Gäste, als Marco Richter Laszlo Bénes bedient. Der Slowake jagt den Ball jedoch aus 14 Metern halbrechter Position über den Freiburger Kasten (40.).
Die Breisgauer erwischten allerdings auch den besseren Start in den zweiten Durchgang und gingen nach einem starken Lauf von Günter in Führung. Der Kapitän marschierte über links in die Zentrale und hing dabei vier Gegenspieler ab. Anschließend legte er quer auf Sallai, der im Sechzehner die Nerven behielt und ins linke Eck vollendete (51.).
Die Gastgeber wollten nun mehr: Zunächst scheiterte der eingewechselte Ermedin Demirovic mit dem Außenrist an Gikiewicz. Auf der Gegenseite fand Rani Khedira aus der Distanz in Müller seinen Meister (59.).
In der Schlussphase drängte Augsburg auf den Ausgleich, doch Philipp Lienhart machte per Kopf alles klar. Günter brachte eine Freistoß-Flanke auf den Kopf von Demirovic, der nur den rechten Pfosten traf. Lienhart schnappte sich den Abpraller und nickte aus kurzer Distanz ein. Nach einem zweiminütigen VAR-Check fand der Treffer schließlich Anerkennung und Freiburg durfte sich über den ersten Heimdreier seit Anfang Februar freuen.

Die Stimmen:

Christian Günter (SC Freiburg): "Mit Messi kann ich mich nicht vergleichen. Er hat mir einige Tore voraus. Was uns verbindet, ist am ehesten die Vereinstreue. Warum sollen wir nicht nach Europa schauen? Es sind drei Punkte und wir haben jetzt wieder ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, sind wir schwer zu schlagen. Mit 37 Punkten jetzt sind wir absolut im Soll und wenn wir dann an den oberen Plätzen schnuppern können, dann tun wir das."
Florian Müller (SC Freiburg): "Es ist für mich immer das Ziel, die Null zu halten. Es freut mich natürlich, dass es heute wieder geklappt hat. Es war im Großen und Ganzen ein gutes Spiel von uns allen. Wir haben keine hundertprozentigen Chancen zugelassen, es waren viele Fernschüsse. Ich glaube, im Großen und Ganzen haben wir es gut verteidigt. Dass wir 90 Minuten keinen Schuss zulassen, ist fast nicht möglich. Ich bin ja dafür da, ein paar Bälle zu halten."
Jeffrey Gouweleeuw (FC Augsburg): "Ich denke, es war nicht nötig, heute hier zu verlieren. In der ersten Halbzeit hatten wir eine sehr gute Chance, wenn wir da mit 1:0 in Führung gehen, wird es natürlich leichter für uns. Durch eine ähnliche Situation gerätst du dann in Rückstand und dann wird es natürlich schwierig."
Daniel Caligiuri (FC Augsburg): "Es ist natürlich sehr bitter. Ich habe gehört, wir hatten 14 Torschüsse, ich kann mich nicht mehr dran erinnern, dass wir in den vergangenen Spielen mal so viele hatten. Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Ich denke, nach 20 Minuten waren wir auch aktiver gegen den Ball und hatten dann auch das 1:0 durch Laszlo Bénes auf dem Fuß. Wir verteidigen die Gegentore einfach schwach und dann läufst du wieder hinterher."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen. Da müssten wir auch in Führung gehen. Was gut war, war der Wille zu fighten und zu arbeiten. So haben wir nicht unverdient gewonnen. Wenn wir noch ganz hoch hinaus wollen, müssen wir noch eine Schippe drauflegen. Jetzt kicken wir einfach mal weiter."
Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Mitte der ersten Halbzeit haben wir es gut kontrolliert. Der Gegentreffer war dann ganz schwach verteidigt. Klar, dass wir nicht die Gewinner sind. Wir können die Tabelle auch lesen, haben es aber selbst in der Hand."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Die einen schauen nach oben, die anderen nach unten

Mit dem Heimerfolg ist der SC Freiburg bis auf einen Punkt an Platz sieben herangerückt, den gegenwärtig Union Berlin belegt. Die Breisgauer können sich somit durchaus realistische Hoffnungen auf eine Teilnahme am Europa-Cup in der kommenden Saison machen. Das Ticket für die Europa-Conference-League ist aktuell nur einen Zähler entfernt und auch der Rückstand auf die Europa-League-Plätze beträgt lediglich drei Punkte. Augsburg hingegen muss langsam wieder nach unten schauen, auch weil die direkten Konkurrenten aus Mainz und Berlin am Sonntag Siege einfahren konnten. Der Vorsprung der Fuggerstädter auf Relationsplatz 16 beträgt gegenwärtig sechs Zähler.

Die Statistik: 10

Nicolas Höfler bekam heute die zehnte Gelbe Karte der Saison und wird damit im ersten Spiel nach der Länderspielpause gegen Borussia Mönchengladbach fehlen. Mit zehn Gelben Karten führt er die Liga in jener Statistik an.
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