So lief das Spiel:

Im ersten Spiel nach dem Abgang von Ex-Kapitän Davy Klaassen wollte die Werder-Elf ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen aufrechterhalten und dreifach gegen den SC Freiburg punkten. SVW-Trainer Florian Kohfeldt setzte dabei auf ein 3-5-2-System mit einer Fünferkette gegen den Ball.

Premier League
Trotz zweimaliger Führung: Liverpool patzt im Derby gegen Everton
17/10/2020 AM 22:39

Von den Gästen war zunächst allerdings nichts zu sehen. Die Freiburger machten in einem 4-4-2 das Spiel, kamen vor allem über die Flügel zu guten Gelegenheiten und in der 15. Minute zur 1:0-Führung. Nach einer Ecke von der rechten Seite landete der Ball bei Lucas Höler, der am zweiten Pfosten den Abschluss suchte. Philipp Lienhart stand am Fünfmeterraum parat und bugsierte die Kugel letztlich über die Linie.

Die Breisgauer versuchten nachzulegen, erzielten in der 19. Minute das vermeintliche 2:0. Roland Sallai bediente Jonathan Schmid im Strafraum, der Außenverteidiger knallte den Ball sehenswert aus elf Metern halbrechter Position unhaltbar ins linke Eck. Der Treffer zählte jedoch nicht – Sallai stand zuvor im Abseits.

Nach einem kapitalen Fehlpass von Lienhart drehte sich das Spiel schließlich in der 23. Minute. Leonardo Bittencourt zog in den Strafraum ein und wurde gefoult. Schiedsrichter Christian Dingert zeigte auf den Elfmeterpunkt. Niclas Füllkrug übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum – zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften – 1:1-Ausgleich (25.).

In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften nahezu, doch kamen immer wieder zu guten Torchancen. Die Bremer vor allem nach Flanken des auffälligen Ludwig Augustinsson, die Freiburger zumeist über den starken Sallai.

Weitere Treffen fielen allerdings nicht mehr. So blieb es letztlich beim leistungsgerechten 1:1-Unentschieden, das beiden Mannschaften tabellarisch zwar nicht, doch beim Konservieren der aktuell guten Form weiterhilft.

Die Stimmen:

Philipp Lienhart (SC Freiburg): "Wir sind schon etwas trauriger, dass wir nur einen Punkt geholt haben. Wir haben das Spiel in der Hand gehabt, mehr vom Spiel gehabt und es leider nicht geschafft, ein zweites Tor zu machen."

Niclas Füllkrug (SV Werder Bremen): "Wir haben uns schon vorgenommen, zu gewinnen, aber in Bezug auf den Spielverlauf ist das Unentschieden völlig in Ordnung für uns. Zum Ende hin und gerade in den ersten Minuten war Freiburg uns überlegen."

Das fiel auf: Standard-Schwäche

Der SV Werder Bremen stellte in der vergangenen Saison mit 69 Gegentoren die zweitschwächste Abwehr der Bundesliga. Vor allem nach Standards offenbarte das Kohfeldt-Team erhebliche Schwächen.

Zwar holten die Bremer in dieser Spielzeit bereits zwei Siege und zeigten bisher ein deutlich besseres Gesicht als noch in der letzten Saison, doch schafften es noch nicht, ihre Anfälligkeit nach Standards abzustellen.

Das 1:0 für Freiburg durfte so niemals fallen – Werder verteidigte unzureichend. So bleibt die Standard-Schwäche eine der größten Werder-Baustellen auch in dieser noch jungen Saison.

Der Tweet zum Spiel:

Der Bremer blieb nach seinem geplatzten Wechsel und der Einwechslung in der 66. Minute weitestgehend blass.

Die Statistik: 4

Werder hat wieder einen echten Torjäger. Nach seinem Dreierpack gegen den FC Schalke 04 am zweiten Spieltag, schlug Füllkrug auch gegen Freiburg wieder zu und erzielte sein viertes Saisontor. Damit traf er schon jetzt so oft wie in der gesamten letzten Saison bei insgesamt acht Einsätzen.

Verbalathleten - Der Eurosport-Podcast:

Alle Folgen der Verbalathleten findet Ihr auf Spotify, Apple Podcast oder der Plattform deiner Wahl

Das könnte Dich auch interessieren: Drei Dinge, die auffielen: Choupo-Moting überzeugt als Lewy-Ersatz

Flick lobt Neuzugänge um Choupo-Moting: "Das ist vielsprechend"

Bundesliga
Watzke warnt vor Corona-Folgen: "Dann könnten die Lichter ausgehen"
17/10/2020 AM 08:14
Fußball
Nur eine Woche nach Unterschrift: Santos setzt Vertrag mit Robinho aus
17/10/2020 AM 08:00