Der SC Freiburg war im Heimspiel gegen Schalke 04 von Beginn an die bessere Mannschaft. Benjamin Stambouli versuchte, hinter der Mittellinie einen langen Ball zu klären, doch das Spielgerät rutschte durch. Baptiste Santamaria lief alleine aufs Tor und legte auf Lucas Höler quer, der zum 1:0 einschob (7.). In den Minuten danach war Schalke bemüht, mehr Struktur in das Spiel zu bekommen, doch in der Offensive blieben die Knappen harmlos. Über die gesamte erste Halbzeit gaben die Gäste keinen Torschuss ab.
Stattdessen erhöhte Freiburg. Nach einer Ecke von der linken Seite ging Klaas-Jan Huntelaar viel zu viel rabiat in einen Luftzweikampf mit Roland Sallai, der den Ball kaum aufs Tor hätte bringen können. Sallai trat selbst zum Strafstoß an und schob sicher flach in die Mitte zum 2:0. In der 25. Minute tauchte Sallai nach einer Flanke von Dominique Heintz frei und zentral vor dem Tor auf, traf den Ball aber nicht gut und vergab diese Möglichkeit. Danach hatte keine Mannschaft mehr eine nennenswerte Torchance, Freiburg hatte das Geschehen zu jeder Zeit im Griff.
Die zweite Halbzeit begann mit dem dritten Tor der Freiburger. Christian Günter nahm im Spielaufbau Suat Serdar den Ball ab, zog in zentraler Position zum Strafraum und schoss aus 18 Metern aufs rechte untere Eck. Ralf Fährmann hatte eine Chance, den platzierten Schuss zu halten (50.). Fünf Minuten später hatte Jonathan Schmid eine gute Chance, als er einen Freistoß aus 19 Metern in halbrechter Position aufs rechte Kreuzeck zirkelte, Fährmann vereitelte aber diese Möglichkeit.
2. Bundesliga
Drei Dinge, die auffielen: Schalke schiebt schon wieder Frust
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In der 62. Minute gab Schalke den ersten Torschuss ab, nach einem Pass in den Lauf von Sead Kolasinac schoss Mark Uth aus der Distanz. In der 70. Minute versuchte es Uth erneut aus großer Entfernung, Keven Schlotterbeck warf sich aber in den Schuss. Kurz danach erzielte Freiburgs Kapitän Günter seinen zweiten Treffer. Nach einem Pass von Sallai schoss Günter aus halblinker Position und traf den Ball perfekt, der Schuss ging ins rechte Eck – Fährmann hatte erneut keine Chance (74.). Kurz vor Schluss hatte Huntelaar noch eine Möglichkeit, scheiterte aber kurz vor dem Tor unbedrängt an SC-Keeper Florian Müller. In der 88. Minute schaffte es der eingewechselte Nils Petersen nicht, eine starke Günter-Flanke aus nächster Nähe aufs Tor zu drücken. Das änderte nichts am deutlichen Sieg der Freiburger.

Die Stimmen:

Christian Günter (SC Freiburg): „Es sah wahrscheinlich leichtfüßig aus, aber es war ein großes Stück Arbeit. Wir haben sehr konzentriert gespielt, hatten gute Entscheidungen, alle haben Gas gegeben in den Zweikämpfen. Wir haben verdient gewonnen. Wenn wir konzentriert und aggressiv spielen, sind wir schwer zu schlagen. Das haben wir in den letzten Spielen nicht gemacht.“
Lucas Höler (SC Freiburg): „Es sah vielleicht leichter aus als es war. Ich denke, dass wir uns das in der ersten Halbzeit hart erarbeitet haben, weil wir Schalke hoch angelaufen sind und gestresst haben. Es ist immer blöd, wenn man zu hören bekommt, ihr schießt zu wenig Tore. Jetzt haben wir mal vier gemacht.“

Das fiel auf: Schalke kann das Zwischen-Hoch nicht nutzen

Zuletzt gelang den in dieser Saison arg gebeutelten Schalkern ein Sieg gegen Augsburg. Es war der zweite Erfolg in dieser Saison. In den Interviews nach dem Spiel sagten die Freiburger, dass sie mit selbstbewussten Schalkern gerechnet hatten. Die zudem befreit hätten aufspielen können, weil das Team nach dem nahezu sicheren Abstieg nichts mehr zu verlieren hat. Aber so spielte S04 nicht. In der Offensive fanden die Gäste fast überhaupt nicht statt, der erste Torschuss wurde in der 62. Minute abgegeben. Die Schalker zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück, spielten kaum Angriffspressing und waren bei eigenem Ballbesitz zu ungefährlich und zu unpräzise.

Die Statistik: 2

Es war das 230. Bundesligaspiel von Freiburgs Kapitän Christian Günter. Ein Doppelpack war dem 28-Jährigen bislang noch nie gelungen. Im Spiel gegen Schalke traf der Freiburger erstmals doppelt. Und beide Treffer waren sehenswert. Das erste Tor erzielte er mit einem starken Flachschuss aus der Distanz in die rechte untere Ecke, das zweite Tor gelang ihm mit einem Distanzschuss in die rechte obere Ecke. In beiden Fällen war Schalkes Torhüter Ralf Fährmann machtlos. Zudem gelang dem SC-Kapitän mit 33,64 Kilometern pro Stunde der schnellste Sprint der Partie. Auch sonst zeigte Günter über 90 Minuten eine starke Leistung.
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