Aus der Quarantäne in die Startelf? Der große Hoffnungsträger Shkodran Mustafi soll der Abwehr des Tabellenletzten Schalke 04 endlich die benötigte Sicherheit geben - und könnte womöglich am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) gegen RB Leipzig ohne jede Trainingseinheit sein Debüt für die Königsblauen feiern.
"Wenn wir Grünes Licht bekommen vom Gesundheitsamt, ist er sicher im Kader, und ich schließe einen Einsatz von Anfang an nicht aus", sagte Trainer Christian Gross am Freitag. Mustafi, Weltmeister von 2014, muss aufgrund der Corona-Verordnung noch bis Freitag in Quarantäne bleiben, darf keinen Kontakt zur Mannschaft haben und nur individuell trainieren.
Die fehlenden Einheiten mit dem Team könne Mustafi aber mit seiner "professionellen Einstellung" kompensieren, versicherte Gross und fügte mit Blick auf den früheren Profi des FC Arsenal an: "Er ist Fußballer durch und durch."
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Ein Fußballer allerdings, der kaum Wettkampfpraxis hat. Mustafi stand in dieser Saison in gerade mal drei Premier-League-Spielen auf dem Platz, zuletzt am 26. Dezember, als er beim 3:1 gegen den FC Chelsea in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Kolasinac, Mustafi und Huntelaar Startelf-Optionen

Trotzdem traut Gross dem neuen Abwehrchef in spe zu, die Schalker Defensive zu stabilisieren. Ein Einsatz sei "absolut im Bereich des Möglichen", betonte der Schweizer. Das Gesundheitsamt hat das letzte Wort, eine Entscheidung wird bis Samstagvormittag erwartet.
Spätestens dann steht auch fest, ob Klaas-Jan Huntelaar rechtzeitig fit wird. Der Stürmer werde von einer "diffizilen Wadenverletzung" ausgebremst, es sei "weitere Abklärung vonnöten" sagte Gross: "Da dürfen wir einfach nichts riskieren. Ich hoffe, dass er es mindestens auf die Bank schafft. Wir brauchen Zählbares." Linksverteidiger Sead Kolasinac könnte dagegen spielen.
Dass die Neuen, also Mustafi, Huntelaar und Kolasinac, gleich von Anfang an die größten Hoffnungsträger sind, zeigt, in welch prekärer Lage Schalke steckt. Die drei sind nur bis Sommer an den Verein gebunden. Sie sollen mithelfen, den drohenden Abstieg doch noch zu verhindern.

Jobst: "Erhebliche Veränderungen" im Kader bei Abstieg

Mit einem Absturz in die 2. Liga kämen große finanzielle Einbußen, die dem ohnehin verschuldeten Klub weiter zusetzen würden. Bei einem Abstieg "werden wir im Kader erhebliche Veränderungen vornehmen müssen. Die Planungen dazu laufen", sagte Marketingvorstand Alexander Jobst den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Generell plane der Verein "mit wirtschaftlicher Vernunft, sodass ein zweites Jahr 2. Liga den Klub nicht in seiner Existenz infrage stellen würde", so Jobst weiter: "Klar ist aber: Das Ziel im Falle eines Abstiegs ist der sofortige Wiederaufstieg."
Gross versicherte derweil, dass bei ihm "Zuversicht und Optimismus ungebrochen" seien - obwohl es am Samstag gegen einen "sehr spielstarken Gegner" aus Leipzig geht. RB sei "unberechenbar und sehr kompakt", lobte Gross.
Schalke weiß nur zu gut, dass diese Analyse zutrifft: Bei den jüngsten Duellen mit den Sachsen gab es ein 0:5 (unter S04-Trainer David Wagner) und ein 0:4 (Manuel Baum). Gross' Hoffnung heißt: Shkodran Mustafi.
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(SID)

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