Die Abstiegsformel anno 2021 ist ganz einfach: 1 aus 3: Vor dem 34. und letzten Spieltag in der Fußball-Bundesliga am kommenden Samstag schweben noch drei Klubs - der 1. FC Köln, Werder Bremen und Arminia Bielefeld - in akuter Abstiegsgefahr.
Einen Klub wird es im Saisonfinale erwischen, ein zweiter Verein kann über die Relegation noch den Klassenerhalt schaffen. Der SV Werder zog am Sonntag den letzten Joker, trennte sich von Chefcoach Florian Kohfeldt und holte den früheren Meister-Trainer Thomas Schaaf zurück. Der 13. Trainerwechsel der laufenden Saison war damit perfekt. Otto-Rehhagel-Schüler Schaaf, einst schon 14 Jahre als verantwortlicher Mann auf der Bremer Bank tätig, soll den drohenden zweiten Abstieg nach 1980 abwenden.
"Leider hatten wir nach dem Spiel in Augsburg nicht mehr die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt schaffen zu können. Daher haben wir am Abend nach dem Spiel mit den Gremien beraten und sind am Ende zu dieser Entscheidung gekommen", sagte Geschäftsführer Frank Baumann und begründete die rasche Entscheidung nach dem 0:2 (0:0) beim FCA am Samstag.
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Im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach soll Schaaf die verunsicherte Werder-Truppe zu einem Sieg und damit wenigstens auf Relegationsplatz 16 führen. "Wir haben nur wenig Zeit, werden aber alles tun, um mit Leidenschaft, Zuversicht und dem Glauben an unsere eigene Stärke in die Partie zu gehen und am Ende erfolgreich zu sein", sagte Schaaf.

Köln auf Schützenhilfe angewiesen

Die schlechteste Ausgangsposition des Trios auf den Rängen 15 bis 17 hat Köln, das am Samstag bei Hertha BSC torlos spielte, womit sich die Berliner ebenso wie Augsburg und der FSV Mainz 05 vorzeitig den Klassenverbleib sicherten. Die Geißböcke sind auf Schützenhilfe aus Gladbach und Stuttgart angewiesen, um den siebten Erstliga-Abstieg der Klubhistorie noch zu verhindern.
"Es wird nicht einfacher nächste Woche, aber wir werden es schaffen. Wir gewinnen zu Hause, und dann bleiben wir drin", verkündete FC-Manager Horst Heldt bei "Sky" mit Blick auf das abschließende Heimspiel gegen Absteiger Schalke 04. Die Königsblauen schickten allerdings am Samstag mit einem 4:3 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt ein Lebenszeichen. "Schalke ist in der letzten Zeit ein Stück weit stabiler geworden. Das sollte für unsere Mannschaft Warnung sein", meinte Kölns Trainer Friedhelm Funkel.
Aufsteiger Arminia haderte unterdessen ein wenig mit dem 1:1 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim. "Das Spiel müssen wir gewinnen, dann wäre es die halbe Miete gewesen", analysierte Bielefelds Torwart Stefan Ortega vor dem Gastspiel beim VfB Stuttgart, am Samstag 2:1-Sieger in Gladbach, am kommenden Wochenende.
Allerdings ist der Optimismus bei den Ostwestfalen groß. "Wir haben ein Spiel vor der Brust, in dem wir mit aller Macht einen Erfolg erzielen wollen", betonte Trainer Frank Kramer, der mit seinem Team weiter "über dem Strich" bleiben will.
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