Die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga heißt Eintracht Frankfurt – und diesem Ruf wurde das Team von Trainer Adi Hütter auch bei der TSG 1899 Hoffenheim gerecht. Bereits nach einer Viertelstunde gingen die Gäste in Führung: Amin Younes schickte Filip Kostic auf der linken Seite steil, der Serbe drang in den Strafraum der Hausherren ein und traf aus acht Metern zum 1:0 an Torhüter Oliver Baumann vorbei ins lange Eck.
Hoffenheim brauchte nach dem Gegentreffer einige Zeit, um seine Linie wieder zu finden. Die Eintracht hatte hingegen in Person von Martin Hinteregger im Anschluss an einen Freistoß direkt die nächste Torgelegenheit, sein Kopfball landete aber über dem Tor von Baumann (17.).
Bei den Hausherren blieb in der Offensive vieles Stückwerk. Ein Freistoß von Sebastian Rudy landete in den Armen von Kevin Trapp (25.), viel mehr brachte die Mannschaft von Sebastian Hoeneß nicht aufs Frankfurter Tor.
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Die Gäste hingegen verwalteten ihre Führung souverän, ein zweiter Treffer von Daichi Kamada wurde allerdings aufgrund einer Abseitsposition richtigerweise aberkannt (32.). Wenig später fand Torschütze Kostic mit einer Freistoßflanke erneut den Kopf von Hinteregger, der Österreicher traf die Kugel allerdings nicht richtig (34.).
Zur zweiten Halbzeit musste TSG-Trainer Hoeneß reagieren und brachte Pavel Kaderabek und Ilhas Bebou für Mijat Gacinovic und Christoph Baumgartner ins Spiel – und er bewies damit ein gutes Gespür. Nur Sekunden nach Wiederanpfiff tanzte Bebou Makoto Hasebe und Hinteregger im Frankfurter Strafraum aus und traf aus spitzem Winkel links im Sechzehner ins lange Eck zum Ausgleich (47.).
Hoffenheim war nun viel aktiver als im ersten Durchgang und traf wenig später beinahe noch einmal. Ishak Belfodil setzte den Ball nach Hereingabe von Marco John nur Zentimeter neben den linken Pfosten (52.).
Dann aber schlug Frankfurt gleich doppelt zurück. Zunächst erzielte Evan N’Dicka nach einem Freistoß von Kostic per Kopf die 2:1-Führung (62.). Kurz darauf war erneut Kostic beteiligt, der bei einem Konter der Hessen mit einer maßgenauen Flanke den am rechten Pfosten lauernden André Silva fand. Der Portugiese drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 3:1 in die Maschen (64.).
Hoffenheim kam zwar durch Andrej Kramaric noch einmal aussichtsreich zum Abschluss (68.), lief dem Rückstand in der Folge aber erfolglos hinterher.
So feierte Frankfurt bereits den sechsten Sieg im Jahr 2021 und bleibt weiterhin ungeschlagen.

Die Stimmen:

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es freut mich besonders, dass wir heute in diesem schweren Auswärtsspiel die Oberhand behalten haben. Es war ein guter, cleverer Auftritt und der Sieg am Ende auch verdient. Es tut natürlich auch gut, wenn man auf die Tabelle schaut."
Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Wir haben vorne einfach die Qualität, dass wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt machen und die Situationen gut ausspielen. Hinten haben wir heute über das gesamte Spiel clever verteidigt. Natürlich registriert man die Tabelle und wir haben gesehen, dass wir heute einen riesigen Schritt machen konnten. Eintracht Frankfurt hat noch nie Champions League gespielt, das wäre mein großer Traum. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg und jetzt kommt erst einmal Köln."
Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): "Ich würde auch gerne von Anfang an spielen, aber das, was die Jungs momentan leisten, ist sehr, sehr gut, da ist es auch schwierig, in die erste Elf zu kommen. Es gibt den Spruch 'Never change a winnig team' und daran hält sich der Trainer momentan."
Chris Richards (TSG 1899 Hoffenheim): "Für mich war es kein so großer Schritt, ich habe unter dem Trainer schon einige Jahre gespielt. Am Anfang war ich ein wenig nervös, aber nach ein paar guten Aktionen in der Defensive konnte ich dies ablegen. Ich denke, wir hatten heute ein paar mentale Fehler im Spiel, vor allem in der Phase, in der Frankfurt zwei Tore hintereinander erzielt haben."
Ilhas Bebou (TSG 1899 Hoffenheim): "Man versucht natürlich auch als Einwechselspieler direkt der Mannschaft zu helfen. Das hat uns noch mal einen Schub gegeben, aber wir haben es leider verpasst, im letzten Drittel die Chancen konsequent auszuspielen. Frankfurt hat es gut gemacht und am Ende auch verdient gewonnen."

Der Tweet zum Spiel:

Als Eintracht-Fan lebt es sich gerade wohl ziemlich angenehm.

Das fiel auf: Filip Kostic macht den Unterschied

Ein Tor selbst erzielt, zwei Tore vorbereitet. So lautet die Bilanz von Filip Kostic gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Der Serbe war beinahe an jeder Offensiv-Aktion der Frankfurter beteiligt und bereitete Hoffenheims Hintermannschaft mit seinem Tempo immer wieder große Schwierigkeiten. Zudem glänzte Kostic auch als Standard-Schütze und bewies einmal mehr sein blindes Verständnis mit Stürmer André Silva, dem er sein Tor zum 3:1 mustergültig auflegte.
Es wirkt, als sei der Serbe seit der Rückkehr seines Kumpels Luka Jovic noch einmal ein Stück besser geworden, aber auch das Frankfurter Konterspiel wirkt, als sei es dem schnellen Außenverteidiger auf den Leib geschneidert worden. So kann Kostic nämlich immer wieder seine Tempo-Vorteile gegenüber den meisten Bundesliga-Verteidigern ausnutzen und zeigte das gegen Hoffenheim einmal mehr eindrucksvoll.

Die Statistik: 6

Seit dem Amtsantritt von Adi Hütter gab es sechs Duelle mit der TSG 1899 Hoffenheim – alle sechs konnte die Eintracht gewinnen. Offenbar ist die TSG der Lieblingsgegner des österreichischen SGE-Trainers.
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