Sieben coronabedingte Ausfälle hatte die TSG Hoffenheim vor dem Spiel zu beklagen – einer Bitte um Spielverlegung wurde aber seitens der DFL nicht stattgegeben. Wieso eine spätere Ansetzung für die TSG Sinn gemacht hätte, zeigte sich vom Anpfiff weg. Der VfB Stuttgart war von Beginn an die klar bessere Mannschaft. Dennoch gelang den Hausherren durch das erste Saisontor von Christoph Baumgartner die unerwartete 1:0-Führung (16.).

Die Gäste brauchten jedoch nicht lange, um sich vom Rückstand zu erholen. Nach einer schönen Einzelaktion erzielte Nicolás González den Ausgleich (18.).

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02/12/2020 AM 07:24

Die Stuttgarter wollten nachlegen und taten dies auch. Nach einer Flanke von Daniel Didavi traf González per Kopf zunächst die Latte. Silas Wamangituka reagierte am schnellsten, scheiterte aber erst am Pfosten, doch der Abpraller landete wieder beim Kongolesen, der im dritten Anlauf dann doch noch den 2:1-Führungstreffer erzielte (27.).

Wermutstropfen für den VfB: González verletzte sich bei der Aktion und musste wenig später ausgewechselt werden. Fünf Minuten vor der Pause hatte Wamangituka noch die Chance, die Führung auszubauen, doch Oliver Baumann verhinderte dies durch eine Glanzparade (40.).

TSG 1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart

Fotocredit: Getty Images

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Hoffenheim in der Körpersprache klar verbessert und kam so früh zum Erfolg. Ryan Sessegnon zog mit viel Tempo über links und am Ende noch mit dem Beinschuss gegen Gregor Kobel zum 2:2 (48.). Die Stuttgarter sorgten gegen jetzt aggressive Hoffenheimer kaum für Entlastung. Mitte der zweiten Hälfte gelang durch einen berechtigten Foulelfmeter Kramaric der inzwischen verdiente 3:2-Führungstreffer (71.). Es war bereits der siebte Saisontreffer im vierten Einsatz in der laufenden Saison für den Kroaten. Zudem ist Kramaric der erste Hoffenheimer, der in sechs Bundesliga-Spielen in Folge getroffen hat.

Doch war das 3:2 noch nicht der Schlusspunkt. In der Nachspielzeit fand der VfB noch eine finale Antwort und kam durch einen schönen Drehschuss von Marc-Oliver Kempf zum insgesamt verdienten Punktgewinn (90.+3).

Das Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Veränderte Köpersprache bei der TSG nach der Pause

Die Ausfälle sorgten bei Hoffenheim für fünf Änderungen in der Startelf im Vergleich zum 1:2 in Wolfsburg. Hoffenheim konnte somit keine eingespielte Truppe auf das Feld bringen, auch wenn Hoffnungsträger Andrej Kramaric – er erzielte sechs Treffer an den ersten drei Spieltagen – zurückkehrte. Die Passivität fiel besonders bei den beiden Gegentreffern vor der Pause auf. Kein Zweikampfverhalten beim 1:1 durch González und zwei Abpraller, die ohne Gegenwehr bei Wamangituka vor dem 1:2 landeten, waren sinnbildlich für den zurückhaltenden Auftritt der TSG in der ersten Hälfte.

Nach der Pause änderte sich das grundlegend. Hoffenheim mit aggressiven Gegenpressing, machte es den Gästen viel schwerer, das Spiel noch wie in Hälfte eins zu kontrollieren. In der Nachspielzeit kostete ein weiter Einwurf in der Entstehung vor dem 3:3 dem TSG die drei Punkte, ebenfalls ein vermeidbarer Gegentreffer.

Die Statistik: 7

Andrej Kramaric ist nach Vedad Ibisevic 2008/09 erst der zweite Hoffenheimer, der nach acht Bundesliga-Spieltagen schon mindestens sieben Tore auf dem Konto hat. Ibisevic traf damals sogar neun Mal an den ersten acht Spieltagen. Kramaric benötigte jedoch nur vier Einsätze für seine sieben Treffer.

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