Wout Weghorst war nach der Liga-Pleite des VfL Wolfsburg bei der TSG Hoffenheim bedient. Dem 28-Jährigen war der Frust nach dem 1:2 (1:2) deutlich anzumerken, auch beim Rest der Mannschaft lagen die Nerven blank.
Gelb wegen Meckerns für Oliver Glasner, Sportdirektor Marcel Schäfer sah sogar Gelb-Rot (beides 73.), und Paulo Otávio flog nach einer Notbremse (90.+4) vom Platz.
Angesprochen auf die erste Bundesliga-Niederlage nach gut zwei Monaten reagierte Weghorst nach dieser hektischen Schlussphase gereizt, starrte erst einmal stumm ins Leere. "Es ist enttäuschend, es war absolut nicht nötig heute", sagte Weghorst bei "Sky", der selbst für die Wölfe erfolgreich war (23.): "Wir haben nachgelassen, es war nicht die absolute Aggressivität da."
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Christoph Baumgartner (8.) und Andrej Kramaric (41.) waren für die Kraichgauer erfolgreich. VfL-Torwart Koen Casteels kassierte nach 673 Minuten wieder ein Gegentor.

Baumgartner schockt Wolfsburg früh

Beim Geisterspiel in Sinsheim wurden die Wolfsburger, die ohne Jerome Roussillon und den gesperrten Marin Pongracic auskommen mussten, früh geschockt. Nach Vorarbeit des Tschechen Pavel Kaderabek versenkte Baumgartner den Ball unter die Latte. Der frühere TSG-Keeper Casteels war chancenlos.
Die Gäste, die unter der Woche im Viertelfinale des DFB-Pokals bei RB Leipzig ausgeschieden waren (0:2), kamen auch nach dem Rückstand nur schwer in die Partie. Sebastian Rudy hatte den zweiten Hoffenheimer Treffer auf dem Fuß (17.).
Die nach wie vor ersatzgeschwächten Gastgeber, bei denen Kevin Akpoguma, Ermin Bicakcic, Mijat Gacinovic, Dennis Geiger, Benjamin Hübner, Havard Nordtveit, Stefan Posch, Kevin Vogt und Konstantinos Stafylidis fehlten, überzeugten auch Mitte der ersten Hälfte mit gutem Kombinationsspiel.

Maximilian Arnold im Zweikampf mit Ihlas Bebou - TSG 1899 Hoffenheim vs. VfL Wolfsburg

Fotocredit: Getty Images

Wolfsburg verpasst Ausgleich trotz Chancen-Wucher

Von den Wolfsburgern kam dagegen nicht viel. Das änderte sich schlagartig nach dem Zuspiel von Xaver Schlager auf Weghorst. Der Niederländer ließ TSG-Torwart Oliver Baumann bei seinem Alleingang keine Chance und erzielte seinen 15. Saisontreffer. Kurz darauf vergab der Angreifer die große Möglichkeit auf sein zweites Tor (29.).
In dieser Phase lag die Führung für die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner, der sich zuletzt mit Spekulationen über eine Ausstiegsklausel und das angebliche Interesse von Borussia Mönchengladbach konfrontiert sah, in der Luft. Den Treffer markierte aber der kroatische Vize-Weltmeister Kramaric erneut nach Vorarbeit des starken Kaderabek.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs erhöhten die Wolfsburger die Schlagzahl. Maximilian Arnold prüfte Baumann (46.), die TSG wurde zusehends in die Defensive gedrängt. Weghorst vergab die nächsten Gelegenheit (53. und 61.). Nach rund einer Stunde schien ein VfL-Treffer nur eine Frage der Zeit.
Ab der 70. Minute wurde das Spiel immer hektischer. Glasner sah die Gelbe Karte, Schäfer sogar Gelb-Rot.
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(SID)

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