Nach 16 Spieltagen hat der ambitionierten Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp nur magere 16 Punkte auf dem Konto. Und so musste Hoeneß im Anschluss an den am Ende sogar glücklichen Punktgewinn gegen den Aufsteiger schon wieder die Frage beantworten, ob seine diesmal schweigenden Vorgesetzten weiter hinter ihm stehen.
"Das ist eine Frage, die mir gerade oft gestellt wird. Doch bei allem Verständnis für eine externe Erwartungshaltung sind wir intern sehr klar", gab der Sohn von Dieter und Neffe von Uli Hoeneß zu Protokoll: "Wir haben eine sehr herausfordernde Situation, die sich schon über Monate erstreckt. Darüber reden wir sehr sachlich, aber auch deutlich - sowohl in der Analyse mit der Mannschaft als auch bei den Gesprächen drumherum."
Viel Zeit für Gespräche mit der Chefetage hat Hoeneß erst einmal nicht. Schon am Dienstag (20.30 Uhr im Liveticker) steht bei der Hertha mit seinem ebenfalls unter Druck stehenden Kollegen Bruno Labbadia das erste von zwei richtungweisenden Spielen an. Sollte der Hinrundenabschluss in der Hauptstadt in die Hose gehen, braucht Hoeneß am Sonntag (18.00 Uhr im Liveticker) ein Erfolgserlebnis gegen Köln - wo sich der frühere TSG-Coach Markus Gisdol in derselben Lage wie Hoeneß und Labbadia befindet.
Bundesliga
Seifert fordert mehr Vertrauen in bestehende Hygienekonzepte
17/01/2021 AM 08:50

TSG-Vorgehensweise bleibt dieselbe

Wie die Wende bei den Kraichgauern nach nur vier Punkten aus den vergangenen sechs Punktspielen gelingen soll, erscheint angesichts der schwachen Vorstellungen in Serie ein Rätsel.
Auch Hoeneß hat nur das übliche Rezept parat. "Dass diese Situation mental fordernd ist, ist doch nachvollziehbar", sagte der 38-Jährige:
Das ändert aber nichts an der Vorgehensweise. Es geht nur über harte Arbeit, Training, Analysen, Gespräche und Ergebnisse, die man sich holt. Dann fällt es leichter."
Leicht fällt den nach wie vor stark ersatzgeschwächten Hoffenheimern momentan allerdings gar nichts. Das musste selbst Hoeneß nach der Nullnummer gegen die Arminia eingestehen:
Jeder, der erwartet, dass wir ein Feuerwerk abbrennen, hat eine falsche Erwartung. Hinten raus muss man froh sein, dass man bei einem 0:0 den Schlusspfiff hört."
Wenn Hoeneß allerdings nicht rasch seine weit unter Form agierenden Leistungsträger in einer besseren Verfassung auf den Platz bringt, könnte er bald seinen persönlichen Abpfiff hören.
Das könnte Dich auch interessieren: Gladbachs Hofmann tobt nach VAR-Einmischung: "Absolute Frechheit"
(SID)

BVB-Trainer Terzic erklärt: Darum hing Haaland in der Luft

Premier League
Beißender Spott: Werner wird bei Chelsea zur Zielscheibe
16/01/2021 AM 22:23
Bundesliga
Jovetic rettet Korkut-Debüt: Hertha punktet trotz VfB-Doppelschlag
VOR 3 STUNDEN