Grund für die brennende Imbiss-Bude waren offenbar Kabel, die von Feuerwerks-Batterien, die auf dem Stadion-Dach standen, in Richtung Imbiss-Stand hinunterhingen und diesen entflammten.
Kurz nach Anpfiff des Derbys, das aufgrund der Corona-Einschränkungen ohne Zuschauer im Stadion ausgetragen wurde, starteten Union-Anhänger ein Feuerwerk, welches sich über drei Minuten erstreckte. Dabei wurden die Feuerwerk-Batterien auf dem Stadiondach gezündet.
Kurze Zeit später gab es in dem Imbiss-Stand im Stadion einen lauten Knall. Der Stand fing an zu brennen und stand eine Minute lang lichterloh in Flammen, ehe es Helfern gelang, den Brand mit Feuerlöschern unter Kontrolle zu bringen und zu löschen.
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Am Montag gab die Polizei bekannt, dass zu diesem Vorfall eine Strafermittlung veranlasst wurde. "Es besteht der Verdacht der Sachbeschädigung durch Feuer beziehungsweise ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz", bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei dem "SID".
Verdächtige Personen sind noch nicht bekannt, das Feuerwerk sei auf dem Stadiondach per Fernzündung ausgelöst worden. "Dieses Abbrennen des Feuerwerks verursachte zudem eine Beschädigung einer Belüftungsanlage", sagte der Sprecher.

Union-Pressesprecher Christian Arbeit: "Wir haben kein Feuerwerk bestellt"

Union-Manager Oliver Ruhnert sagte nach dem Spiel bei "Sky" über das Feuerwerk und die Fan-Unterstützung: "Wahrscheinlich haben sich Leute irgendwo zusammengebracht und dann gemeint, ein Zeichen setzen zu müssen. Ich persönlich brauche das nicht, auf der anderen Seite ist es auch schwierig für die Menschen. Wir spielen hier gegen Hertha BSC oder Bayern München, und keiner darf dabei sein. Das ist schon hart." Vom Brand habe er jedoch nichts bemerkt, meinte Ruhnert.
Pressesprecher Christian Arbeit äußerte sich nach dem Derby auf der Pressekonferenz zum Feuerwerk und stellte klar: "Weder waren wir involviert, noch haben wir ein Feuerwerk bestellt."
Das Spiel war von diesem Vorfall nicht beeinträchtigt und musste auch nicht unterbrochen werden. Union und Hertha teilten sich beim 1:1 die Punkte. Robert Andrich hatte die Gastgeber in Führung gebracht (9.). Dodi Lukebakio glich für die Hertha in der 35. Minute per Foulelfmeter aus.
Die Polizei stellte neben der Feuerwerksaktion auch Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln fest. Rund 300 Personen hätten sich demnach am Stadion aufgehalten, bei fünf Personen stellten die Einsatzkräfte "Verstöße gegen die Maßnahmenverordnung" fest und leiteten entsprechende Verfahren ein.
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