So lief das Spiel:

Union war zu Beginn die überlegenere, spielbestimmende Mannschaft, dennoch konnte Gladbach die erste Torchance der Partie für sich verbuchen. Christoph Kramer bediente Stefan Lainer rechts im Sechzehner, der aus vollem Lauf abzog, aber an Andreas Luthe scheiterte (2.). Fünf Minuten später gab auch Union seinen ersten Torschuss ab, als Marcus Ingvartsen stark von Robert Andrich und Cedric Teuchert freigespielt wurde, aus der zweiten Reihe jedoch über den gegnerischen Kasten schoss.
Nach einem Eckball von Jonas Hofmann setzte sich Matthias Ginter am Elfmeterpunkt im Kopfballduell durch, doch der Abwehrchef verfehlte das Tor von Luthe nur knapp (14.). Gladbach kämpfte sich nach und nach ins Spiel und erarbeitete sich immer mehr Ballbesitz, wirkliche Hochkaräter sprangen dabei allerdings nicht raus.
Bundesliga
Gladbach zu Abgängen gezwungen: Interesse an Pléa aus Frankreich
23/07/2021 AM 09:58
So waren es die Eisernen, die in Führung gingen. Ingvartsen schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld punktgenau auf den Kopf von Robin Knoche, der das Leder aus 14 Metern im gegnerischen Tor unterbringen konnte (31.).
Union startete auch in den zweiten Durchgang etwas besser rein und hatte durch Cedric Teuchert direkt die nächste Möglichkeit. Der Angreifer erlief einen langen Ball und ließ anschließend Ginter stehen. Aus spitzem Winkel scheiterte er an Yann Sommer (50.). Nur zwei Minuten später gab es eine Großchance auf der Gegenseite, als Wolf Marcus Thuram stark in den Sechzehner schickte, doch der Franzose verfehlte das linke Eck nur knapp.
Erneut konnte Teuchert über die Außen in den Sechzehner eindringen, doch sein Schuss aus spitzem Winkel ging deutlich über das Gladbacher Tor (56.). Wenig später glichen die Fohlen aus. Pléa spielte dann einen starken Doppelpass links vor dem Sechzehner und zog anschließend aus der Distanz ab. Sein Schuss von der linken Seite schlug mit Effet im langen Eck ein (59.).
In der 64. Minute gab es dann eine Schrecksekunde für Union Berlin, weil Luthe mit Knoche zusammenstoß und in der Folge vorsichtshalber ausgewechselt werden musste. Dadurch kam Loris Karius zu seinem Bundesliga-Comeback - und sollte in der Schlussphase noch wichtig werden.
Denn in der Nachspielzeit ging es noch einmal hoch her. Zunächst kontrollierte Thuram einen langen Ball von Nico Elvedi, doch verfehlte aus 15 Metern das Tor (90.+1), danach gab es gleich mehrere Ecken für die Gladbacher. Nach einer dieser Standards parierte Karius stark gegen Breel Embolos Kopfball und hielt so den Punkt für die Köpenicker fest.

Die Stimmen zum Spiel:

Loris Karius (Union Berlin): "Es ist nicht ganz einfach - auch bei den Temperaturen. Als Torhüter läufst du dich dann auch nicht warm, weil du im Normalfall nicht gebraucht wirst. Deshalb war es nicht ganz einfach, aber es war ok. [...] Ich glaube, es zeichnet uns als Union ja schon die ganze Saison aus, dass wir extrem gut verteidigen und dann auch immer wieder Spiele für uns entscheiden, deshalb war es jetzt nichts Neues, dass die Verteidigung so gut stand."
Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach): "Unser Ziel war es, die drei Punkte hier mitzunehmen. Wir wissen, wie schwer es hier in Berlin ist. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht. mit ein bisschen Glück geht der Ball am Ende auch noch rein, aber wir nehmen den Punkt mit und schauen nach vorne."
Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): "Unser Ziel war schon, dass wir hier drei Punkte holen, dementsprechend sind wir natürlich ein bisschen enttäuscht. Ich sage mal so, es ist halt immer schwierig, wenn ein Gegner tief steht. Wir hatten trotzdem ein paar, aber wir haben sie heute leider nicht genutzt."
Robin Knoche (Union Berlin): "Loris hat uns den Punkt festgehalten, so muss es sein."

Das fiel auf: Standardkönige durch Standard bezwungen

Vor dem Spieltag waren die Fohlen die Standardkönige der Liga, da sie bereits 16 Tore nach ruhenden Bällen erzielen konnten - alleinige Ligaspitze. Zuletzt erzielten die Gladbacher drei Standardtore in einem Spiel gegen den BVB. Das 1:0 für Union Berlin fiel dennoch durch einen Kopfball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, was für die Eisernen allerdings nicht unüblich ist. Das war bereits das zehnte Tor der Unioner in dieser Saison per Kopf, kein anderes Team kann mehr vorweisen. Zudem erzielten die Eisernen alle fünf Tore gegen Gladbach in der Bundesliga mit dem Kopf.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 100

In der 92. Minute wurde Patrick Herrmann zum 100. Mal für Borussia Mönchengladbach eingewechselt. Nur ein anderer Spieler wurde bei einem Verein häufiger von der Bank gebracht und zwar Mehmet Scholl beim FC Bayern München, er wurde 109 Mal eingewechselt.
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