Nach zuvor sechs Ligapleiten in Folge legte Werder Bremen im ersten Durchgang seinen Fokus auf die defensive Stabilität und gewährte Union Berlin kaum Räume rund um den eigenen Strafraum. Die Eisernen taten sich im Spiel mit Ball enorm schwer und boten bis auf zwei geblockte Schüsse von Robert Andrich in der Anfangsphase offensive Magerkost.
Selbiges ließ sich auch für im eigenen Angriffsspiel extrem zaghafte Bremer sagen, die durch Milot Rashicas abgefälschten Abschluss aus 15 Metern den einzigen Schuss aufs Tor in einer umkämpften sowie chancenarmen ersten Hälfte verzeichneten. Der ansonsten nicht geprüfte Union-Keeper Andreas Luthe zeigte sich beim Abschluss des Kosovaren auf dem Posten (26.).
Nach der Pause kam Union ohne den angeschlagenen Max Kruse, dafür mit einem schnellen Doppelschlag aus der Kabine. Bei einer Union-Ecke sprang der Ball über Marvin Friedrich und die Hüfte von Niclas Füllkrug flipperartig vor die Füße von Joel Pohjanpalo. Der Finne bedankte sich und hatte aus kurzer Distanz keine Mühe, den Ball über die Linie zu drücken (50.).
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Werder hatte sich vom Rückstand noch nicht erholt, da musste Jiri Pavlenka den Ball schon zum zweiten Mal aus dem eigenen Netz fischen. Nach einer Kopfballverlängerung des eingewechselten Petar Musa vollendete Pohjanpalo aus acht Metern sicher in die lange Ecke (53.).
Doch der Finne hatte noch nicht genug und legte nach etwas mehr als einer Stunde seinen dritten Treffer nach. Der belebende Musa lupfte die Kugel nach einem Bremer Ballverlust gekonnt in den Lauf von Pohjanpalo, der mit einem erneut präzisen Abschluss ins lange Eck das 3:0 für eiskalte Unioner besorgte (67.).
Bremen betrieb durch Theodor Gebre Selassies Kopfballtreffer in der Schlussphase zwar noch Ergebniskosmetik (82.), befindet sich nach der siebten Niederlage in Serie mehr denn je mittendrin im Abstiegskampf.

Die Stimmen:

Joel Pohjanpalo (Union Berlin): "In der ersten Hälfte hatten wir ein paar Schwierigkeiten, nach der Pause haben wir den Ball schneller laufen lassen. Danach hatten wir ein super Phase, in der ich drei Mal treffen konnte."
Christian Gentner (Union Berlin): "Nach der Pause waren wir druckvoller und effektiver mit den Chancen, die Pohjanpalo genutzt hat."
Maximilian Eggestein (Werder Bremen): "Die erste Halbzeit war okay, der Anfang der zweiten Halbzeit war sehr schlecht. Von den drei Gegentoren kommt man dann nicht mehr zurück. Die Tore für Union fallen viel zu einfach."
Niklas Moisander (Werder Bremen): "In der ersten Halbzeit waren wir gut drin, nach der Pause hatten wir einen Blackout über 15 Minuten. Das darf uns nicht passieren."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Ein eiskalter Finne

Während Joel Pohjanpalo im ersten Durchgang wie seine Teamkameraden offensiv harmlos blieb, brachte der Finne mit seinen ersten drei Torschüssen die Berliner auf die Siegerstraße. Dabei profitierte Pohjanpalo maßgeblich von der Hereinnahme Musas, der zwei der drei Tore für seinen Sturmpartner auflegte und das Berliner Offensivspiel nach seiner Einwechslung spürbar belebte. Für Pohjanpalo war es der zweite Hattrick seiner Bundesliga-Karriere.

Die Statistik: 15

Der 1. FC Union Berlin hat sich zu einer echten Heimmacht entwickelt. Die Eisernen haben im Stadion an der alten Försterei seit 15 Bundesligaspielen nicht mehr verloren (zehn Siege, sechs Remis).
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