In einem körperbetonten Spiel taten sich sowohl Mainz 05 als auch der VfB Stuttgart in den ersten 45 Minuten extrem schwer, gute Chancen zu erspielen.
Karim Onisiwo hatte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze die erste Möglichkeit, doch der Abschluss ging an Gregor Kobels Tor vorbei (11.).
Auf der anderen Seite hatte Nicolás González die erste Gelegenheit im Spiel. Der Stürmer setzte nach einem zu kurz geklärten Freistoß einen Volley knapp über den Kasten von Robin Zentner (13.).
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Die beste Chance der ersten Hälfte hatten die Stuttgarter ausgerechnet durch den Mainzer Innenverteidiger Stefan Bell. Doch den abgefälschten Ball des Abwehrchefs parierte Zentner mit einem guten Reflex (25.).
Die zweite Hälfte des ersten Durchgangs war anschließend nahezu ereignislos, durch die harte Zweikampfführung entstand kaum Spielfluss.
Die zweiten 45 Minuten begannen ähnlich ereignislos, ehe der VfB aus dem Nichts in Führung ging. Sasa Kalajdzic (55.) köpfte eine Flanke von Borna Sosa aus sechs Metern ins Mainzer Gehäuse.
Karim Onisiwo (61.) hatte wenige Minuten später die große Chance auf den Ausgleich, doch der Kopfball des Österreichers nach Freistoßflanke von Danny Latza klatschte nur an die Latte.
In der Folge verlor Mainz allerdings etwas den Faden und wurde nach einem überragenden 75-Meter-Solo von Silas Wamangituka zum 0:2 ausgekontert. Nach einer eigenen Ecke vertändelten die 05er den Ball an der Strafraumgrenze, Wamangituka eroberte die Kugel und traf nach jenem Sprint über das komplette Feld mit einem strammen Schuss aus 14 Metern.
Für Mainz war der zweite Gegentreffer endgültig der Genickbruch, die Truppe von Bo Svensson konnte sich in der Folge keine gefährlichen Möglichkeiten mehr erspielen. Stuttgart verwaltete die Führung und verteidigte souverän, sodass nichts mehr anbrannte. Stuttgart festigt mit dem Sieg die Position im gesicherten Mittelfeld, für Mainz wird es mit der Niederlage im Abstiegskampf immer enger.

Stimmen des Spiels:

Danny Latza (Mainz 05): "Wir hätten einfach mehr aus unseren Chancen machen müssen. Unsere Umschaltszenen haben wir aber insgesamt viel zu schlecht ausgespielt. Die Gegentore sind dann auch sehr unnötig. Es liegt dann auch nicht an der Kraft, wir hatten genug Zeit zu regenerieren. Aber es hat auch die Intensität gefehlt."
Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart): "Es ist ein geiles Gefühl. Ich hab das ganze Spiel über gute Flanken bekommen und bin froh, dass ich diese überragende Flanke verwerten konnte. Ich bin überglücklich. Es war insgesamt echt eine harte Arbeit, aber wir haben es gut verteidigt. Alles in allem haben wir unsere Chancen gut genutzt und einen verdienten Sieg eingefahren."
(über den Treffer von Wamangituka): "Er ist einfach mal durchspaziert durch die halbe Mannschaft. Das macht er einfach super. Bei Silas weiß ich, dass er nicht gerne abspielt, aber solange er reingeht, sage ich nichts."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Es tut gut, zu gewinnen. Es ist schön, wenn man zu Null spielt. Jeder hat seine Aufgabe erfüllt, es war eine gute Mannschaftsleistung."
Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Das ist natürlich ein Rückschlag für uns, vor allem die Leistung. Es war ein kampfbetontes Spiel. Mit der Leistung können wir nicht zufrieden sein. Wenn man die Zweikampfquote betrachtet, dann ist das zu dünn. Die Enttäuschung ist da, weil wir kein Ergebnis geholt haben."

Das fiel auf: Harte Mainzer

In einer spielerisch unterdurchschnittlichen Partie fielen die Mainzer vor allem mit ihrer harten Zweikampfführung auf. Diese war allerdings oft über dem Limit, insgesamt sahen die 05er fünf Gelbe Karten. Mit den zahlreichen Fouls nahmen die Mainzer der Partie häufig den Spielfluss, was ihnen auch selbst in Rückstand liegend zum Verhängnis wurde. So passte es ins Gesamtbild, dass Gonzalo Castro in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden musste.

Der Tweet des Spiels:

Die Statistik: 400

Auch wenn er verletzt ausgewechselt werden musste, war es ein besonderes Spiel für Castro. Der Stuttgarter absolvierte das 400. Bundesligaspiel seiner Karriere.
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