In einer intensiven, ausgeglichenen ersten Hälfte ließen sowohl der VfB als auch Bremen die Präzision im letzten Drittel vermissen, gefährliche Abschlüsse verbuchten beide Teams somit nur aus der Distanz. Aufseiten der Stuttgarter gab U21-Nationalspieler Mateo Klimowicz den ersten Warnschuss aus 19 Metern ab (6.), auf der Gegenseite zwang Romano Schmid VfB-Schlussmann Gregor Kobel mit einem strammen Linksschuss von der Strafraumgrenze zu einer ersten Parade (10.).
In der 22. Minute probierten es die Gäste erneut aus der Ferne, Ludwig Augustinssons Volley-Direktabnahme aus 19 Metern landete einen Meter rechts neben dem Stuttgarter Tor (22.). Drei Minuten später folgte die beste Chance des Hausherren in Durchgang eins: Philipp Förster fand mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze seinen Meister aber in Werder-Torwart Jiri Pavlenka (25.).
Kurz darauf waren wieder die Bremer per Distanzschuss an der Reihe - Kevin Möhwalds guten Versuch aus knapp 30 Metern entschärfte Kobel jedoch mühelos (31.), sodass es ohne Tore in die Kabinen ging.
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Nach dem Seitenwechsel sorgte auf Stuttgarter Seite Borna Sosa für den ersten gefährlichen Abschluss aus 16 Metern (54.), quasi im Gegenzug verzog Niclas Füllkrug aus zwölf Metern knapp über die Latte (55.). Nach Mateo Klimowicz´ Abschluss aus 14 Metern (58.) verflachte die Partie wieder etwas, ehe den Gastgebern in der Schussphase doch noch der Lucky Punch gelang.
Sasa Kalajdzic verpasste eine Flanke von Ernesto Sosa knapp, die Kugel fiel aber auf den Kopf des überraschten Ludwig Augustinsson. Der Schwede konnte nicht mehr reagieren und lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor (81.). Werder warf in den letzten Minuten noch mal alles nach vorne, verpasste durch Yuya Osakos Schuss ans Außennetz aber den Ausgleich (90.+1).

Die Stimmen:

Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart): "Wir haben ein gutes Spiel von beiden Mannschaften gesehen. Wir wollen jetzt die nächsten Spiele so spielen, dass noch ein paar Punkte dazukommen. Mal sehen, was am Ende dabei rauskommt."
Maximilian Eggestein (Werder Bremen): "Wir haben viel Aufwand betrieben und wurden dafür leider nicht belohnt. Das Gegentor war leider extrem unglücklich."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Schmerzlich vermisstes Offensiv-Duo

Mit Nicólas Gonzalez (Muskelfaserriss) und Silas Wamangituka (Kreuzbandriss) fehlten dem VfB gegen Werder gleich zwei wichtige Stammkräfte. Durch den Ausfall ging dem Aufsteiger vor allem über die Flügel Torgefahr abhanden, Tanguy Coulibaly konnte Wamangituka auf dem rechten Flügel nicht ansatzweise ersetzen und konnte über den Flügel kaum Torgefahr erzeugen.
Klimowicz machte seine Sache als Gonzalez-Ersatz ordentlich, ließ im Abschluss aber die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Die fehlende Kreativität mündete in zahlreichen Distanzschüssen bei den Schwaben, die nur selten gefährlich wurden.

Die Statistik: 150

Bremens Dauerbrenner Maximilian Eggestein absolvierte im Alter von 24 Jahren und 117 Tagen sein 150. Bundesligaspiel für Werder. Damit ist er nach Jonny Otten (24 Jahre, 44 Tage) der jüngste Bremer, der diese Marke knackt. In den 150 Partien gelangen Eggestein elf Tore und 14 Assists.
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