Den ersten Abschluss der Partie konnten die Hausherren abgeben, als Karim Oniswo mit einem Dribbling von rechts in die Mitte zog und aus gut 20 Metern abschloss. Sein Versuch ging aber deutlich links vorbei (6.).
Die Wolfsburger hatten über den gesamten ersten Durchgang deutlich mehr Ballbesitz, wurden damit aber nicht wirklich gefährlich. Anders die Mainzer, die in Person von Alexander Hack die nächste Gelegenheit für sich verbuchen konnten. Der Innenverteidiger kam nach einem Freistoß von Danny Latza zum Kopfball, verfehlte das rechte Eck aber knapp (12.).
Den ersten Abschluss der Wölfe gab Ridle Baku nach einer guten Viertelstunde aus knapp 20 Metern ab. Der Versuch des Nationalspielers wurde jedoch von der Mainzer Defensive abgeblockt (18.). Nur drei Minuten später probierte es Maximilan Arnold mit einem direkten Freistoß aus ebenfalls rund 20 Metern zentraler Position. Der Schuss des Mittelfeldregisseurs segelte aber über das Mainzer Tor.
Bundesliga
"Weit entfernt" vom Titel: Die Stimmen zur BVB-Pleite
19/01/2021 AM 23:08
Kurz darauf kam erneut der Ex-Mainzer Ridle Baku zum Abschluss, nachdem Phillipp Mwene eine Flanke aus dem Halbfeld nur unzureichend klären konnte. Der 22-Jährige traf aus spitzem Winkel allerdings nur das Außennetz (35.).
In der Nachspielzeit nahm sich Jean-Paul Boetius mit einem Volley aus 30 Metern noch einmal ein Herz, verfehlte das Wolfsburger Tor aber recht deutlich (45.+1). So ging es mit einem torlosen Remis in die Pause.
Direkt nach Wiederanpfiff hatte Maximilian Philipp die große Chance zur Führung. Der Abschluss des BVB-Stürmers wurde jedoch im letzten Moment von Hack abgeblockt (52.).
Kurz darauf machten es die Wölfe besser: Nachdem Mwene einen Ball abermals nicht weit genug klären konnte, steckte Arnold den Ball in den Lauf des eingewechselten Bartosz Bialek durch, der frei vor 05-Keeper Robin Zentner die Nerven behielt (65.).
Mainz versuchte direkt zu antworten, doch der spektakuläre Volley-Schuss von Jonathan Burkhardt wurde vom Wolfsburger Abwehrverbund entschärft (66.).
Rund zehn Minuten vor dem Ende machte Wolfsburg dann unter gütiger Mithilfe der Mainzer den Sack zu: Hack lud Wout Weghorst mit einem zu kurz geratenen Zuspiel in Richtung Zentner ein und der Torjäger nahm mit einem gefühlvollen Lupfer über den Mainzer Schlussmann hinweg dankend an (79.).
Der FSV Mainz bleibt somit auch im neunten Ligaspiel in Folge ohne Dreier.

Die Stimmen:

Danny Latza (FSV Mainz 05): "In der ersten Halbzeit haben wir gut gestanden, keine Chancen zugelassen aber selbst auch keine kreiert. In der 2. Hälfte verteilen wir leider ein Geschenk und sehen beim anderen auch nicht gut aus. Wolfsburg hat seine Chancen einfach gnadenlos genutzt."
Dominik Kohr (FSV Mainz 05): "Ich glaube, wir haben es über weite Strecken gut gemacht. Da müssen wir gar nicht den Kopf hängen lassen, sondern weiter kämpfen und dann werden wir auch Erfolge feiern. Ich will der Mannschaft helfen, wenn ich die Chance bekomme."
Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg): "Wir wissen, dass Bartosz Bialek eine unglaubliche Stärke im Abschluss hat. Es hat mich sehr gefreut, dass er zum einen heute eingewechselt wurde und zum anderen, dass er natürlich das mit entscheidende Tor gemacht hat."
Ridle Baku (VfL Wofsburg): "Zuallererst will ich Danke sagen, weil ich hier sehr gut aufgenommen wurde in Mainz. Die ehemaligen Kollegen haben mich alle gegrüßt, das hat mich sehr gefreut. Es ist natürlich ein sehr, sehr schönes Gefühl, wieder in der Heimat zu sein. Wir haben uns natürlich vorgenommen, das Spiel heute zu gewinnen. Allerdings sind wir sehr schwer ins Spiel reingekommen. Am Ende haben wir es aber noch mal gut gemacht und ich bin froh, dass wir in meiner Heimat drei Punkte einfahren konnten."
Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Es war lange ein Spiel ohne richtige Torchancen. Auf dem Platz war es schwer, flüssigen Fußball zu spielen. Deshalb war es klar, dass die Mannschaft mit dem ersten Tor als Sieger vom Platz gehen würde. Leider haben wir die entscheidenden Fehler gemacht und Wolfsburg eingeladen. Trotzdem müssen wir nach vorne schauen und die Dinge mitnehmen, die wir gut gemacht haben."
Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich bin heute sehr froh, dass wir gewinnen konnten. Es war ein richtiges Kampfspiel, es war sicherlich von beiden Mannschaften kein fußballerischer Leckerbissen. Wir haben aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt. Wichtig war, dass wir defensiv sicher standen, wir haben nichts zugelassen. Mainz hat gezeigt, dass sie ein sehr unangenehmer Gegner sind."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Nicht schön, aber erfolgreich

Die Partie am Dienstagabend war über weite Strecken von Zweikämpfen und Nicklichkeiten geprägt, weshalb Torchancen Mangelware waren. So konnten beide Teams nahezu über die kompletten ersten 45 Minuten keine nennenswerten Gelegenheiten verbuchen und auch im zweiten Durchgang gab es wenig spielerische Höhepunkte. Abgesehen von den beiden Toren, zu denen der VfL mehr oder weniger eingeladen wurde, gelang den Gästen gerade offensiv recht wenig. Am Ende reichte es dennoch für einem 2:0-Sieg in der Ferne.

Die Statistik: 12

Weghorst ist nun der erste Wolfsburger, der zwölf Tore in der ersten Saisonhälfte erzielen konnte. Der Niederländer löste damit Grafite ab, der in der Meistersaison 2008/09 elf Tore in der Hinrunde schoss.
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