Julian Nagelsmann schwankte zwischen Abschiedsstimmung, Bierlaune und Beifall für Oliver Glasner. Im letzten Heimspiel mit RB Leipzig hatte der künftige Bayern-Trainer Nagelsmann die Vizemeisterschaft gesichert und drei Tage nach dem verpassten Pokalsieg zumindest eines der verbliebenen Saisonziele erreicht.
Sein Lob beschränkte sich nach dem 2:2 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg aber nicht auf die eigene Mannschaft. "Es ist absolut nicht selbstverständlich, sondern eher außergewöhnlich, sich mit Wolfsburg für die Champions League zu qualifizieren", sagte Nagelsmann: "Es ist schon sehr, sehr stark und eine Top-Entwicklung, die Oliver zuzuschreiben ist."
Nagelsmann und der österreichische Coach der Wölfe verstehen sich gut. Der Kontakt besteht auch im Privaten. "Ich würde mich schon freuen, wenn ich ihn nächstes Jahr wiedersehe", sagte Nagelsmann. Doch das ist weiter unklar. Glasners sportliche Zukunft war auch nach dem Einzug in die Königsklasse ungewiss.
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Klarheit schaffte er nicht. "Ich habe Lust auf Party und nicht darauf, über mich zu sprechen", sagte Glasner. Dabei verwies er auch auf seine Vertragslaufzeit bis 2022. Ob er diese erfüllt?

Frankfurt und Leverkusen buhlen offenbar um Glasner

Glasners Verhältnis zu Jörg Schmadtke, Geschäftsführer Sport bei den Wölfen, gilt als angespannt. Der 46-Jährige ist wohl auch deshalb unter anderem in Frankfurt als Nachfolger von Adi Hütter im Gespräch. Auch Bayer Leverkusen soll Interesse haben.
Vermutlich fällt eine Entscheidung erst nach dem letzten Spieltag, wenn wirklich Zeit zum Nachdenken besteht. "Ich freue mich, wenn es in den Urlaub geht. Es war für alle eine sehr, sehr anstrengende Saison", sagte Glasner. Runden auf dem Golfplatz, das Handy ausschalten, Freunde treffen, "das ist für mich Belohnung genug. Dann geht's wieder weiter".
Vor den freien Tagen steht das letzte Saisonspiel gegen den FSV Mainz 05 an. Sportlich bedeutsam ist das Spiel nach dem ansehnlichen Remis in Leipzig nicht mehr. Nach Toren von Maximilian Philipp (12./ 45.+1) sowie den Leipzigern Justin Kluivert (51.) und Kapitän Marcel Sabitzer (78., Foulelfmeter) steht der VfL zum dritten Mal in der Champions League.

Nagelsmann mit RB weiter auf Rekordkurs - mit einem Makel

Dort tritt wieder auch RB an - dann mit dem neuen Trainer Jesse Marsch. Ziele hat Nagelsmann mit den Sachsen trotzdem noch. Mit 65 Zählern ist auch der klubeigene Punkterekord von 67 Zählern aus der Saison 2016/17 noch erreichbar.
Der Ansporn bei Trainer und Spielern ist gleichermaßen groß. "Wir wollen die beste Saison der Vereinsgeschichte spielen", sagte Spielmacher Emil Forsberg.
An Nagelsmanns positivem Gesamtfazit wird das Gelingen dieser Aufgabe aber nichts mehr ändern. "Wir haben hier in zwei Jahren etwas entwickelt", sagte Nagelsmann: "Wir haben Marktwerte generiert und den Klub sicher nicht ärmer gemacht."
Ein Makel bleibt jedoch. Den ersten Titel der Klubgeschichte holte auch der 33-Jährige nicht nach Leipzig.
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(SID)

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