Die Leipziger dominierten die ersten Minuten und gingen früh in Führung. In der fünften Minute bediente Amadou Haidara Emil Forsberg in der linken Strafraumhälfte per Schnittstellenpass. Der Schwede schob flach nach innen, wo der aufgerückte Nordi Mukiele aus geringer Entfernung zum 1:0 traf.
Wolfsburg verarbeitete den Rückstand gut und drückte auf den Ausgleich, der in der 22. Minute gelang. John Brooks eröffnete aus der eigenen Hälfe, indem er zu Paulo Otávio passte. Dieser gab nach innen zu Renato Steffen, der auf Yannick Gerhardt weiterleitete. Dessen halbhohe Flanke von der linken Außenbahn endete am kurzen Pfosten bei Wout Weghorst, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einnickte.
Der zunächst sehr hohe Ballbesitzanteil der Gäste wurde vor allem nach dem Treffer zum 1:1 zunehmend geringer. Die Wölfe spielten forsch nach vorne und schossen sich durchaus verdient in Front. Marcel Sabitzer verlor den Ball in der 35. Minute im rechten Halbfeld an Gerhardt, der nach links zu Steffen passte. Dieser schoss aus etwa 18 Metern. Willi Orbán fälscht den Ball ab, sodass dieser halbhoch zum 2:1 im rechten Eck einschlug.
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VOR EINER STUNDE
RB bot im zweiten Abschnitt eine Leistungssteigerung und glich wenige Minuten nach dem Wiederanpiff aus. Kevin Mbabu foulte dein eingewechselten Christopher Nkunku etwa anderthalb Meter links neben der Box. Der Gefoulte trat selbst zum nachfolgenden Freistoß an und gab hoch auf den zweiten Pfosten. Dort wurde der Ball von Orbán auf Haidara quergelegt. Der Malier traf diesen nicht voll und lenkte ihn in Richtung Tor. Brooks ließ das Spielgerät durch, sodass Koen Casteels rechts unten geprüft wurde. Der Keeper wehrte zu Orbán ab, der zum 2:2 netzte (54.). VfL-Coach Oliver Glasner reklamierte, dass der Treffer zählte. Grund dafür ist ein Zweikampf zwischen Orbán und Gerhardt: Der Leipziger soll sich aufgestützt haben.
In der 62. Minute nickte Brooks nach einer Gerhardt-Ecke an den Pfosten, anschließend erhöhten die Nagelsmänner den Offensivdruck und erarbeiteten sich einige gute Tormöglichkeiten. Sie hatten in der zweiten Halbzeit ein deutliches Chancenplus - schossen siebenmal auf den Kasten.
Wolfsburg schaffte es hingegen nach dem Seitenwechsel nicht mehr, den Ball aufs Tor zu befördern. Es blieb beim 2:2, das für die Wölfe aufgrund der starken zweiten 45 Minuten der Leipziger etwas schmeichelhaft ist.

Die Stimmen:

Markus Krösche (Sportdirektor RB Leipzig): "Ich glaube, dass wir den Sieg, aufgrund der zweiten Halbzeit, mehr verdient hatten als Wolfsburg. Und, aber gut, letztendlich musst du die Tore dann machen."
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Wir müssen heute mit dem einen Punkt leben. Ich denke jedoch schon, dass wir in der zweiten Hälfte genug Chancen hatten, um das dritte Tor zu erzielen. Wolfsburg ist aber natürlich keine schlechte Mannschaft."

Der Tweet zum Spiel:

Gerhardt überzeugte - wie bereits eine Woche zuvor bei der Punkteteilung mit Union Berlin - auch gegen die Roten Bullen. Der Vertrag des 26-Jährigen läuft noch bis zum 30. Juni dieses Jahres.

Das fiel auf: Ein Bundesliga-Nachmittag ohne Tore? Von wegen!

Im deutschen Fußball-Oberhaus wurden parallel vier weitere Partien ausgetragen. Köln empfing Hertha BSC, Mainz spielte in Dortmund, Hoffenheim musste gegen Bielefeld ran und Bremen bekam es zuhause mit Augsburg zu tun. All diese Begegnungen haben eins gemeinsam: Vor dem Pausentee fiel kein einziges Tor. Ganz anders sah es in der Volkswagen Arena aus. Dort endeten die ersten drei Schüsse aufs Tor auch darin. Wäre Weghorsts Treffer in der siebten Minute kein Handspiel vorausgegangen, hätten gar die ersten vier Schüsse aufs Ziel je für ein Tor gesorgt.

Die Statistik: 6

Wolfsburg blieb zum sechsten Mal in Serie in einem Pflichtspiel gegen RasenBallsport sieglos. Es setzte dabei aus Wölfe-Sicht drei Unentschieden und drei Niederlagen.
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