Nach der schmerzhaften Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln, stellte Fohlen-Trainer Marco Rose seine Elf auf sechs Positionen um. Christoph Kramer spielte neben Florian Neuhaus auf der Sechs, zudem feierte Valentino Lazaro sein Comeback, dafür fehlte Angreifer Marcus Thuram mit Kniebeschwerden.
Beim VfL Wolfsburg ging es mit Usual Business ins Duell gegen Borussia Mönchengladbach. Zum vierten Mal in Folge setzte Wölfe-Coach Oliver Glasner auf dieselbe Startelf. In der Zentrale mit den formstarken Xaver Schlager und Maximilian Arnold, ganz vorne mit Top-Torjäger Wout Weghorst.
Beide Teams waren sehr gut auf den Gegner eingestimmt, es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe - nur selten gab es hochkarätige Torchancen. Zunächst kamen die Wolfsburger besser in die Partie, erzeugten hohen Druck im Spiel gegen den Ball und setzten sich in der Gladbacher Hälfte fest.
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In der 8. Minute hatte Kevin Mbabu nach einer Freistoßhereingabe von Maximilian Arnold aus dem rechten Halbfeld die Kopfballchance zur Führung, doch Yann Sommer reagierte glänzend und rettete auf der Linie.
Mit zunehmender Spielzeit fanden sich auch die Gladbacher besser zurecht, kombinierten sich teilweise gut in die Offensive. Die beste Chance verzeichneten sie in der 42. Minute. Lars Stindl spielte einen hohen Pass in den Rücken der Wölfe-Abwehr auf Alassane Pléa, der 22 Meter vor dem Tor die Übersicht behielt und Lazaro in der rechten Strafraumhälfte mitnahm. Der Flügelspieler zog aus 14 Metern direkt ab und setzte die Kugel über das Tor.
Auch im zweiten Durchgang war die Partie zunächst ausgeglichen, gute Torchancen blieben die Ausnahme. Erst in der letzten halben Stunde übernahmen die Wolfsburger das Kommando, zeigten sich sehr fit und ausdauernd. Gladbach konnte sich in dieser Phase kaum noch aus der Defensive befreien. Die Wölfe schafften es allerdings nicht, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. So blieb es letztlich beim torlosen Unentschieden.

Die Stimmen:

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Leider hat uns in einigen Situationen die letzte Genauigkeit gefehlt. Wir waren regelmäßig am Drücker und hätten durchaus in Führung gehen können. Unter dem Strich bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden."
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Ich muss ehrlich sagen, ein bisschen mehr Glück und wir hätten das Spiel gewinnen können. Dann hätte sich auch niemand beschwert, dass wir verdienter Sieger gewesen wären. Leider zwei Punkte zu wenig."
Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Natürlich hätten wir gerne in Wolfsburg gewonnen. Es war ein Spiel, in dem beide Mannschaften gut und fleißig verteidigt haben. Die Partie war intensiv, phasenweise waren wir zumindest in der zweiten Halbzeit dominant."
Valentino Lazaro (Borussia Mönchengladbach): "Wir sind natürlich hergekommen, um auf Sieg zu spielen. Ich denke, in der ersten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Nach der Halbzeit sind wir rausgekommen und wollten noch mal alles raushauen. Das hat zehn Minuten gut geklappt, danach haben wir ein wenig den Faden verloren. Deshalb ist es am Ende ein gerechtes Unentschieden."
Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Es war ein sehr, sehr intensives Spiel, was Laufbereitschaft und Sprints betrifft. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Insgesamt haben wir uns diesen Punkt hart erarbeitet."

Der Tweet zum Spiel:

Die Wölfe stellen mit 19 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga - nach RB Leipzig (18 Gegentore).

Das fiel auf: Der Segen der Doppelbelastung

Während mit RB Leipzig, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Bayer 04 Leverkusen gleich vier direkte Konkurrenten der Wölfe in dieser Saison unter einer Dreifachbelastung stehen, setzen die Wolfsburger ihren Fokus klar auf die Bundesliga und nur nebenbei auf den DFB-Pokal. Aufgrund der Terminenge und hohen Spielplandichte ist diese Doppelbelastung ein Faktor, der Wolfsburg in dieser Saison extrem in die Karten spielt.
VfL-Cheftrainer Glasner hatte die Möglichkeit, sich den Luxus zu erlauben, gegen Gladbach gleich zum vierten Mal in Folge auf dieselbe Elf zu setzen – ein No-Go bei den Teams, die unter Dreifachbelastung stehen. So treffen die Wölfe aktuell den perfekten Mix aus Regeneration und Spielrhythmus, der sich im Erfolg niederschlägt.

Die Statistik: 0

Der VfL Wolfsburg ist eine Heimmacht in dieser Saison und sind noch immer ungeschlagen im heimischen Stadion. Aus zehn Partien holten die Wölfe sechs Siege und vier Unentschieden.
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