In den ersten 15 Minuten war Freiburg die spielbestimmende Mannschaft. Bremen agierte abwartend und zog sich zurück, die Gäste kombinierten sicher durchs Mittelfeld. Nach einer Flanke von Nicolas Höfler zog Baptiste Santamaria aus zentraler Position außerhalb des Strafraums ab, der Schuss ging übers Tor (11.).
Doch ab der 16. Minute übernahm Bremen die Spielkontrolle. Vor allem Milot Rashica machte auf der linken Seite viel Tempo und probierte viel. In der 19. Minute und der 39. Minute versuchte er es, beide Schüsse waren aber zu harmlos.
So hatte Bremen folgerichtig auch die größte Chance der ersten Halbzeit. Nach einer Flanke aus zentraler Position von Kevin Möhwald verlängerte Theodor Gebre Selassie Richtung Tor, wo Bremens Verteidiger Milos Veljkovic zum Kopfball kam. Er konnte die Richtung des Balles aber nicht entscheidend verändern, sodass Freiburgs Keeper Florian Müller halten konnte (36.).
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Kurz vor der Pause feuerte Freiburgs Höfler einen Distanzschuss über die Bremer Latte (42.).
Auch in der zweiten Halbzeit blieben Torraumszenen Mangelware. Beide Mannschaften spielten defensiv sehr diszipliniert, liefen die Räume zu und zogen sich bei Ballverlust zurück. In der Offensive ging kein Team das allerletzte Risiko.
Vincenzo Grifo kam im Strafraum aus halblinker Position zum Abschluss, nachdem sich Niklas Moisander und Gebre Selassie beim Kopfball gegenseitig behindert hatten (54.).
In der 76. Spielminute hätte der eingewechselte Nils Petersen die Führung für den SC Freiburg erzielen können. Nach einem Schuss von Höfler wehrte Bremens Torhüter Jiri Pavlenka den Versuch ab, Petersen kam überraschend relativ nah am Tor zum Schluss, brachte den Ball aber nicht aufs Gehäuse.
In der 83. Minute grätschte erst Marco Friedl eine Hereingabe von Christian Günter aus dem Fünf-Meter-Raum, den anschließenden Schuss von Jonathan Schmid aufs rechte untere Eck hielt Pavlenka.

Die Stimmen:

Davie Selke (Werder Bremen): "Beide Mannschaften können mit dem Unentschieden gut leben. Aus unserer Sicht war das ein schwerer Gegner, der schwer zu bespielen ist und immer gut eingestellt wird vom Trainer. Den Punkt nehmen wir gerne mit. Man muss als Stürmer in solch einem Spiel defensiv sehr viele Wege machen, da geht die Offensive ein bisschen flöten. Meiner Meinung nach geht das Unentschieden in Ordnung."
Nils Petersen (SC Freiburg): "Es war ein sehr destruktives Spiel, beide nehmen den Punkt mit. Es gab wenige Torchancen, beide Teams hatten Angst, den ersten Fehler zu machen. Wer das erste Tor geschossen hätte, hätte gewonnen. Ich glaube, beide können damit leben. Wir haben uns mehr von unserem Spiel erhofft, aber das ist dann auch eine Qualität, dieses Spiel nicht zu verlieren."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Rashica erarbeitet sich seine Form zurück

Es war bislang noch nicht die Saison des Milot Rashica. Wegen einer Oberschenkelverletzung verpasste der 24-Jährige sieben Spiele. Auch danach brauchte der Offensivspieler etwas, um wieder in Tritt zu kommen. Mit dem Spiel gegen den SC Freiburg scheint aber klar: Der Kosovare ist auf dem besten Weg zurück zu seiner Bestform.
Gegen Freiburg zeigte Rashica eine gute Leistung und verlieh dem Bremer Spiel viel Tempo. In der ersten Halbzeit wurden viele Bälle in die Tiefe auf ihn gespielt. Der 24-Jährige war sehr bemüht, schlug einige Flanken in den Strafraum und versuchte es auch immer wieder selbst.
Ganze fünf Torschüsse gab er im ersten Durchgang ab. Auch in der zweiten Halbzeit war es Rashica, der nach Ballgewinnen in der eigenen Hälfte mit Tempo Richtung SCF-Tor zog und Dynamik in das Werder-Spiel brachte.

Die Statistik: 36:25

Nils Petersen vermutete im Interview nach dem Spiel bei "Sky", dass die Partie für den Zuschauer wohl nicht schön anzusehen gewesen sei. Und er hatte recht. Die Mannschaften hatten eine ähnliche Spielanlage, gingen selten volles Risiko und setzten alles daran, defensiv keine Fehler zu machen.
So gab es wenige Torraumszenen und kaum Großchancen. Und in den Situationen, in denen die Teams vor dem gegnerischen Tor auftauchten, waren sie nicht konsequent genug. Das zeigen die Statistiken hinsichtlich der Schussgenauigkeit. Bremen brachte 36 Prozent der Schüsse aufs Tor, Freiburg 25 Prozent. Die meisten Versuche wurden geblockt oder gingen am Tor vorbei.
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