Gladbachs Trainer Adi Hütter vertraute nahezu auf dieselbe Anfangsformation, die er bereits beim 4:0 gegen Greuther Fürth aufbot. Einzig Nico Elvedi kehrte nach Verletzung für Florian Neuhaus zurück in die Startelf, wodurch Dennis Zakaria auf die Sechserposition rutschte. Auf Seiten des FC ersetzte Marvin Schwäbe Stammtorhüter Timo Horn zwischen den Pfosten, der den Kölnern erst im kommenden Jahr wieder zur Verfügung stehen wird. Ellyes Skhiri rotierte für Mark Uth in die Startformation.
In einer offenen ersten Spielhälfte erwischten die Gäste aus Gladbach den besseren Start. Die Fohlen wirkten am Ball souveräner als der Rivale aus Köln und schnürten den Effzeh in der eigenen Hälfte ein, ohne sich aber zwingende Torchancen zu erspielen.
Nach knapp 20 Minuten legten die Geißböcke ihre Nervosität aus der Anfangsphase ab. Sie schafften es, sich aus dem dem Gladbacher Angriffspressing zu lösen. So verzeichneten die Kölner durch Ondrej Duda die erste Torchance der Partie: Nach einer flachen Hereingabe von Florian Kainz schlug Nico Elvedi am Ball vorbei. Dejan Ljubicic legte auf den eingelaufenen Duda ab, der den Ball aus zehn Metern knapp am linken Pfosten vorbeisetzte (29.).
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Der FC blieb am Drücker und stellte in Minute 29 seine Qualität nach ruhenden Bällen unter Beweis, als Jonas Hector am ersten Pfosten eine Kainz-Ecke verlängerte und Anthony Modeste den Ball per Kopf knapp über den Querbalken setzte.
Die einzige nennenswerte Torchance der Gladbacher in Halbzeit eins resultierte nach einer Ecke, die die Kölner Hintermannschaft nicht entscheidend klären konnte. Zakaria setzte das Spielgerät aus 16 Metern an die Latte (42.).
In der zweiten Hälfte belohnten sich die Kölner für ihren Aufwand. Schmitz legte den Ball nach Flanke von Salih Özcan auf Ljubicic ab, der das Spielgerät überlegt im rechten Kreuzeck unterbrachte (55.).
In der Folge wurde die Partie bedingt durch einige Wechsel auf beiden Seiten fahriger, sodass der Ausgleich der Fohlenelf überraschend kam. Hofmann vollendete einen Doppelpass mit Patrick Herrmann und setzte den Ball ins lange Eck (74.).
Die Antwort der Kölner ließ nicht lange auf sich warten. Erst bestrafte der eingewechselte Mark Uth einen Fehlpass von Florian Neuhaus (77.), nur eine Minute später schob Duda Gladbachs Torhüter Yann Sommer den Ball zwischen den Beinen durch. Den Schlusspunkt im 93. Rheinderby setzte Sebastian Andersson mit seinem Treffer zum 4:1-Endstand (90.+4).

Stimmen zum Spiel:

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): "In der Phase, in der wir das 2:1 gemacht haben, hatte ich das Gefühl, dass das Spiel kippen kann. Mit dem Doppelschlag lief es in unsere Richtung. Wir freuen uns über den Sieg und über die Leistung der Mannschaft. Am Ende haben wir es in unsere Richtung geschoben, aber es ist nur eine Momentaufnahme."
Mark Uth (1. FC Köln): "Wir werden auf jeden Fall zwei Tage frei fordern heute. Natürlich, wir sind Derbysieger! Ich werde mit der Familie eine schöne Zeit verbringen und vielleicht auch ein Bierchen trinken. Ich fordere, dass wir jetzt zwei Tage frei bekommen."
Adi Hütter (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Da ist eine sehr große Enttäuschung, was das Ergebnis betrifft. Es ist wirklich zu hoch. In der Phase, in der wir das Ausgleichstor erzielt haben, hatte ich das Gefühl, wir könnten gewinnen. Deshalb ist die Enttäuschung sehr, sehr groß. Ich übernehme zu 100 Prozent die Verantwortung. Es ist sehr, sehr unangenehm, im ersten Derby für mich als Trainer so zu verlieren.“
Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Es ist sehr enttäuschend, hier 4:1 zu verlieren. Lange war das Spiel ausgeglichen. Als wir zurückkamen, hatten wir das Gefühl, hier etwas erreichen zu können. So ein Derby, wenn man es verliert, ist immer ein Rückschlag."

Tweet zum Spiel:

Kölns Maskottchen Geißbock Hennes ahnte schon vor der Partie, dass es für den Effzeh mit einem Derbysieg am heutigen Nachmittag klappen könnte.

Das fiel auf: Der unermüdliche Kainz

Als Vorlagengeber oder Torschütze konnte sich Florian Kainz zwar nicht eintragen, dennoch war er am 26. Kölner Derbysieg maßgeblich beteiligt. In der ersten Spielhälfte trieb Kainz das Offensivspiel seiner Mannschaft immer wieder mit seiner Dynamik an. Außerdem sorgten seine Eckstöße für Zittern in der Gladbacher Hintermannschaft. Aktien an seiner steilen Entwicklung hat mit hoher Sicherheit FC-Coach Steffen Baumgart, unter dem Kainz erstmals in seiner Zeit beim FC das volle Vertrauen erhält. In der laufenden erzielte Kainz mit zwölf Treffern so viele Tore wie noch zuvor in einer Bundesliga-Saison.

Statistik zum Spiel: 5

Vor der Partie wartete der 1. FC Köln seit fünf Partien auf einen Sieg. Verletzungsbedingt konnte Ellyes Skhiri in allen fünf Begegnungen nicht mitwirken. Erst im Derby kehrte er zurück in die Startelf – und prompt der nächste Erfolg. Gewinnen ohne Skhiri scheint für den Effzeh nicht mehr möglich, was die Wichtigkeit von Kölns Mittelfeldmotor unterstreicht.
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