Leverkusen gelang ein Blitzstart. Die Werkself überrumpelte Gladbach in den Anfangsminuten, in denen sie zweimal traf.
In der dritten Minute packte Mitchel Bakker mit links einen Distanzhammer aus. Der Ball knallte an den rechten Pfosten und prallte innerhalb des Fünfers von Yann Sommers Fuß zum 1:0 in den Kasten.
Lediglich fünf Minuten später folgte der nächste Streich. Moussa Diaby sprintete die rechte Außenbahn entlang und war dabei nicht zu stoppen. Mit seiner flachen Hereingabe fand er Patrik Schick, der aus zentraler Strafraumposition links unten zum 2:0 vollstreckte.
Bundesliga
Verletzungssorgen: Leverkusen muss auf Offensiv-Duo verzichten
VOR 7 STUNDEN
Nach dem zweiten Treffer zog sich Bayer etwas zurück, wodurch die Borussen etwas aktiver als zuvor wurden. Sie schafften es, sich dem Anschlusstreffer anzunähern, für diesen mangelte es in den entscheidenden Situationen aber an Präzision im Abschluss. So vor allem in der 43. Minute, als Kapitän Lars Stindl nach einem Foulspiel von Bakker an Stefan Lainer zum daraus resultierenden Elfmeter bereitstand und diesen gegen den parierenden Lukáš Hrádecký vergab. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung für die Werkself ging es in die Kabinen.
Gerardo Seoanes Halbzeitansprache fruchtete scheinbar, denn seine Schützlinge drückten nach dem Seitenwechsel couragiert nach vorne, anstatt sich auf eine Ergebnisverwaltung zu fokussieren. Dieser Einsatz wurde schnell mit dem Treffer zum 3:0 belohnt. Paulinho steckte mit tollem Timing auf Bakker durch, der von links auf den zweiten Pfosten flankte. Dort fackelte Diaby nicht lange, indem er draufhielt. Ramy Bensebaini fälschte den wuchtigen Schuss ab, sodass der Ball im langen Eck landete (55.).
Danach erarbeiteten sich beide Mannschaften gute Torchancen. Leverkusen vergab einige dicke Möglichkeiten auf das 4:0, das ihnen kurz vor Schluss dann doch noch gelang. Der äußerst fleißige Bakker flankte in der 87. Minute von der linken Seite in die rechte Sechzehnerhälfte, wo Joker Florian Wirtz direkt auf den ebenfalls eingewechselten Nadiem Amiri querlegte. Dieser schoss vom Elferpunkt aufs linke Toreck, wo Sommer nach unten tauchte und den Ball zwar berührte, den Gegentreffer aber nicht verhindern konnte.
Bayer gewann sehr verdient und in der Höhe durchaus leistungsgerecht.

Die Stimmen:

Gerardo Seoane (Trainer Bayer 04 Leverkusen): "Großes Kompliment an die Mannschaft. Wir waren heute sehr griffig, kompakt und solidarisch zueinander. Ich habe von Beginn an eine tolle Energie gespürt. Der Spielverlauf kam uns aber natürlich auch zugute."
Lars Stindl (Kapitän Borussia Mönchengladbach): "Bayer Leverkusen ist eine absolute Topmannschaft - das haben wir heute wieder gesehen. Aber trotzdem müssen wir auch, nicht nur spielerisch, sondern vom ganzen Ansatz her, an die Grenze gehen - Woche für Woche, um gegen solche Gegner mithalten zu können."
Lukas Hradecky (Torhüter Bayer Leverkusen): "Ich habe mich neu in mein Hobby verliebt. Schon bei der EM wieder das Publikum zu haben, war geil und jetzt wieder. Wir hatten einen starken Start. Nach den frühen Toren haben wir das Spiel kontrolliert. Die Leistung hat gepasst. Es hat sich so angefühlt, als stünde ganz Leverkusen hinter uns."
Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach): "Heute ist alles schiefgegangen, was schiefgehen kann. Unsere Leistung war nicht gut. Das Drumherum hat sein Übriges dazu getan."
... zur Verletzung von Lainer: "Es sieht nach einem Knöchelbruch aus. Es war ein sehr böses Foul, wie ich finde. Es gibt Tage, an denen man lieber zu Hause geblieben wäre."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Zu vier Spielerwechseln gezwungen

Viermal tauschte Fohlen-Coach Adi Hütter an diesem Abend Personal. Viermal wurde er dabei zu einer Auswechslung gezwungen. In der 19. Minute musste mit Marcus Thuram ein Leistungsträger verletzungsbedingt (rechtes Knie) runter, wenige Minuten darauf sah es zunächst danach aus, als könne auch Alassane Pléa, der sich ebenfalls am Knie wehtat, nicht weitermachen. Dieser nahm allerdings zunächst wieder am Spielgeschehen teil, musste aber in der 63. Minute ebenso wie Matthias Ginter (Kreislaufprobleme) ausgewechselt werden. Kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs wurde auch Lainer angeschlagen vom Feld genommen. Nicht ausgewechselt, aber dennoch in Behandlung befand sich Bensebaini, der auch nach dem Schlusspfiff noch medizinisch betreut wurde, für den aber vermutlich aufgrund des späten Zeitpunktes des Spiels sowie des deutlichen Ergebnisses kein neuer Akteur mehr auf den Rasen gebracht wurde.

Die Statistik: 70

In 70 aufeinanderfolgen Bundesligapartien spielte Ginter durch. Der Minutensammler aus der Gladbacher Verteidigung musste diesmal aber vorzeitig Feierabend machten, wodurch diese beeindruckende Serie riss.
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