Der VfL Bochum übernahm früh in der Partie die Rolle der überlegeneren Mannschaft und erspielte sich immer wieder gute Chancen. Milos Pantovic chippte den Ball in den Sechzehner zu Anthony Losilla, der allerdings aus 14 Metern an Marvin Schwäbe scheiterte, der Franzose stand dabei aber ohnehin im Abseits (9.).
Keine zehn Minuten später hatte Bochum die nächste Großchance durch einen Konter. Über Jürgen Locadia kam der Ball in den Lauf von Gerrit Holtmann, der in den Sechzehner eindrang, aus spitzem Winkel aber an Schwäbe scheiterte (17.). Nach etwas mehr als 20 Minuten kam dann auch Köln zur ersten richtigen Chance, die auch gleich hätte drin sein können. Dejan Ljubicic fand mit seiner Flanke von der linken Grundlinie Anthony Modeste, der die Kugel allerdings aus elf Metern übers Tor beförderte (23.).
Die Bochumer belohnten sich dann aber doch für ihre Überlegenheit und gingen verdientermaßen in Führung. Wieder lief ein Konter über Locadia, der Holtmann auf die Reise schickte. Der schnelle Flügelflitzer enteilte allen und behielt dieses Mal vor Schwäbe die Nerven und tunnelte den Schlussmann zum 1:0. (25.).
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Die Kölner kamen nicht wirklich in die Partie und konnten sich bei Schwäbe bedanken, dass es bis dato nur 1:0 stand. So war ihr Schlussmann auch in der 34.Minute wieder zur Stelle, als Locadia frei im Sechzehner auftauchte, aus halb rechter Position allerdings am Keeper hängen blieb.
Ein Eckball führte dann zur Kehrtwende: Salih Öczans Kopfball fiel vor die Füße von Timo Hübers, der aus vier Metern das Leder unter die Latte beförderte (36.). Kurz darauf hatte wieder Locadia eine sehr gute Abschlussposition, doch erneut war Schwäbe zur Stelle (40.). Nach einem unnötigen Fehlpass von Pantovic an der Mittellinie schaltete Florian Kainz schnell und steckte mit einem hohen Zuspiel auf Modeste durch. Der Franzose behielt die Nerven und überlupfte Manuel Riemann aus 20 Metern zur Pausenführung (45.).
Auch im zweiten Durchgang war es ein ähnliches Bild. Die Bochumer waren überlegen und hatten zunächst die besseren Chancen. Nach einem Distanzschuss von Holtmann, den Schwäbe nur abklatschen lassen konnte, legte Pantovic im Sechzehner für Edouard Löwen ab, der aus 14 Metern die Kugel aber weit über den Kasten jagte (53.).
In der Folge taten sich beide Mannschaften etwas schwer und das Spiel wurde ins Mittelfeld verlagert. Die eingewechselten Spieler bescherten Bochum dann doch noch den mehr als verdienten Ausgleich. Sebastian Polter verlängerte einen Einwurf zu Takuma Asano, der aus elf Metern flach ins linke Eck einschob (70.). Kurz vor dem Ende hatte Bochum noch einmal die Chance, als Christopher Antwi-Adjei auf dem rechten Flügel durchbrach und Polter seine Hereingabe für Patrick Osterhage ablegte, der allerdings am überragenden Schwäbe nicht vorbeikam (84.).

Die Stimmen:

Thomas Reis (Trainer VfL Bochum): “Denke schon, dass das Ergebnis 'freundschaftlich' ok ist, aber es war nicht unmöglich, das Spiel heute zu gewinnen. Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, haben sehr gute Pressing-Aktionen gehabt, haben es dann aber unsauber ausgespielt und gehen dann trotzdem in Führung. Dann bekommst du zwei Tore, die vermeidbar sind, das war insgesamt zu einfach.”
Anthony Losilla (VfL Bochum): “Wenn du 1:2 hinten liegst, dann bist du schon glücklich, wenn du einen Punkt noch mitnimmst, aber wenn man noch mal das ganze Spiel sieht, denke ich schon, dass wir die besseren Chancen hatten. Wir sind relativ gut ins Spiel reingekommen, mit vielen Chancen und dann gehen wir in Führung. Dann kassieren wir ein unglückliches Tor nach einem Standard und das Tor vor der Halbzeit hat uns schon ein bisschen wehgetan, weil wir echt wenig zugelassen haben.”
Steffen Baumgart (Trainer 1.FC Köln): “Wir sind zufrieden mit dem Punkt. Wir konnten nach Rückstand zurückkommen. In der zweiten Halbzeit haben wir es versäumt, das dritte Tor nachzulegen. Es war ein intensives Spiel zwischen beiden Teams."
Marvin Schwäbe (1.FC Köln): “Es freut mich natürlich, dass ich auch heute der Mannschaft helfen konnte. [...] Das Tor nach dem Einwurf sollte so nicht passieren auf jeden Fall, dass er den Ball dann so aus der Drehung an Benno Schmitz vorbeischießt, ist natürlich unglücklich. [...] Ich glaube, nach der Woche, einer sehr schweren Woche mit über 120 Minuten im Pokal, können wir mit dem Punkt zufrieden sein.”

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Zu Hause ein anderes Gesicht

Der VfL Bochum kommt in der laufenden Saison auf zehn Niederlagen, nur Greuther Fürth wurde häufiger besiegt. Zu Hause musste der VfL allerdings nur zwei Pleiten hinnehmen und luchste hier unter anderem auch dem BVB zwei Zähler ab. Auch am Samstagabend präsentierte sich Bochum wieder sehr heimstark und war über 90 Minuten die deutlich bessere Mannschaft. Auch wenn heute wieder nur 750 Fans zugelassen waren, lieferten die Bochumer ihren Anhängern eine würdige Kulisse und einen starken Kampf. Der VfL hat allerdings das Problem, dass man sich in der Ferne ganz anders präsentiert. In der Heimtabelle ist Bochum nämlich Achter in der Auswärtstabelle allerdings Vorletzter.

Die Statistik: 7

Der VfL Bochum ist nun seit sieben Bundesliga-Spielen sieglos gegen den Effzeh. Den letzten Bochumer Sieg gegen Köln im Oberhaus gab es im April 2004.
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