Evan N'Dicka legte nach seinem Last-Minute-Treffer ein flottes Tänzchen hin, dann verschwand der Siegtorschütze unter einer Jubeltraube. Die Spieler von Eintracht Frankfurt und Trainer Oliver Glasner feierten den ersten Heimsieg der Saison ausgelassen - nach dem schwachen Saisonstart sind die Europacup-Plätze nach dem 2:1 (1:0) gegen Union Berlin nur noch zwei Punkte entfernt.
"Wir sind belohnt worden. Der Siegeswillen war unglaublich", sagte Glasner. Zum fünften Mal in den vergangenen sechs Spielen traf sein Team kurz vor dem Ende. "Es war hochverdient. Wir haben eine großartige erste Halbzeit gespielt. Da muss es eigentlich 2:0 oder 3:0 stehen", so Glasner bei "DAZN".
Djibril Sow (22.) und N'Dicka (90.+5) erzielten die Treffer beim dritten Liga-Erfolg nacheinander. Die Köpenicker verpassten dagegen den Sprung auf einen Champions-League-Platz. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Max Kruse (62., Foulelfmeter) nichts. "Wir waren nicht so griffig. In der ersten Halbzeit haben wir nicht stattgefunden", sagte Grischa Prömel.
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Union sei die "physisch beste Mannschaft in der Bundesliga", hatte Glasner gewarnt. Und dennoch schickte er dieselbe Elf wie beim kraftraubenden Europa-League-Spiel gegen Royal Antwerpen (2:2) aufs Feld. Urs Fischer wechselte im Vergleich zum Sieg bei Maccabi Haifa (1:0) auf vier Positionen. Deutlich besser schienen zunächst aber die Hessen den anstrengenden Europacup-Abend am Donnerstag weggesteckt zu haben. Ohne ihren Abwehrchef Martin Hinteregger, der nach seiner Verletzungspause erst einmal auf der Bank saß, überzeugte die SGE. Antreiber war einmal mehr der starke Filip Kostic.
Nach einer Hereingabe des Serben landete der Abpraller bei Sow, der den Ball in den Winkel setzte. Auch danach entwickelte die Eintracht vor allem über die linke Seite großen Schwung und erspielte sich zahlreiche hochkarätige Chancen. Daichi Kamada (25.), Kristijan Jakic (29.) sowie Kostic (36.) und Rafael Borre (41.) ließen beste Möglichkeiten ungenutzt.
Die Berliner hatten Glück, dass sie zur Pause nur mit einem Treffer hinten lagen. Offensiv blieb Union vollkommen harmlos und offenbarte in der Abwehr dazu noch ungewohnt große Lücken. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst wenig. Wenn die Eintracht Kostic ins Laufen brachte, wurde es gefährlich - Jesper Lindström (47.) verpasste aber früh den zweiten Treffer.
Aus dem Nichts meldete sich Union dann aber einmal vor dem Frankfurter Tor und profitierte von einem unnötigen Foul von Evan Ndicka an Taiwo Awoniyi - Kruse verwandelte sicher zum Ausgleich. Die Eintracht schüttelte sich nur kurz. Nach Flanke von Kostic traf N'Dicka per Kopf zum verdienten Sieg.
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(SID)

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