Beim zurückliegenden Spieltag vor der Länderspielpause war die Mannschaft von Rose im ersten Durchgang in der Red Bull Arena mit einer Dreier- bzw. Fünferkette aufgelaufen, konnte damit aber kaum Zugriff entwickeln und war verdient mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gegangen. Kapitän Marco Reus hatte daraufhin nach der Begegnung bei "Sky" gegen die Dreierkette gewettert. "Damit kommen wir gar nicht klar, das muss man ganz klar sagen", hatte der Kapitän geschimpft.
"Wir haben in der zweiten Halbzeit auf Viererkette umgestellt. Das liegt uns deutlich besser, weil wir da viel aktiver sind. Zudem haben wir einen Mann weniger im Zentrum, der mit uns pressen kann", hatte Reus seine Kritik nach der 1:2-Pleite bei RB erklärt. Zahlreiche Medien hatten das nicht nur als System-, sondern auch als Trainerkritik aufgefasst.
Schon damals hatte der BVB-Coach aber klar gesagt: "Es ist keine Frage des Systems. Die Diskussion erübrigt sich." Rose verwies nun in der Medienrunde auf andere Spiele, in denen die Mannschaft mit einer defensiven Dreierkette aufgelaufen war: "Gegen Bielefeld war es ganz gut, weil wir da gewonnen haben. Dann haben wir mal ein Spiel verloren und dann wir machen die Diskussion auf", wunderte er sich.
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In Leipzig, so Rose, habe die Mannschaft den Plan in der ersten Halbzeit schlicht nicht gut umgesetzt. Nichtsdestotrotz machte der 45-Jährige deutlich, dass die Dreierkette auch in Zukunft eine Formation für die Mannschaft sein kann: "Ja, natürlich", antwortete er entschieden. "Wir wollen taktisch flexibel sein. Die Basics sind die Spielprinzipien, die wir umsetzen wollen und müssen", erklärte Rose.

Rose nimmt Reus in Schutz

An diesen Prinzipien habe es im Spiel bei den Sachsen allerdings gemangelt: "Das haben wir in der ersten Halbzeit in Leipzig nicht gut gemacht", erklärte Rose.
Auch zum Verhältnis zu seinem Kapitän äußerte sich Rose auf der Pressekonferenz: "Ich glaube, dass dann auch Dinge wieder aus dem Kontext gerissen und so verwendet worden sind, wie sie verwendet werden wollten", meinte der früher Trainer von Borussia Mönchengladbach. "Mit Marco bin ich im stetigen Austausch. Da bleibt nichts hängen. Marco hat keine 20 Stockschläge bekommen", scherzte Rose und versicherte: "Wir arbeiten weiter vertrauensvoll zusammen."
Auch Reus hatte vor einigen Tagen gegenüber "Sport1" versichert: "Zwischen mich und Marco Rose passt kein Blatt Papier." Außerdem sprach der 32-Jährige von einem "offenen, guten und engen Vertrauensverhältnis" zum gebürtigen Leipziger. Stattdessen fühlte sich der Angreifer von den Medien missverstanden. "Aus diesem Satz, der leider völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden ist, wurde viel zu viel gemacht", fand Reus.
Auch Rose nahm seinen Kapitän auf der Pressekonferenz in Schutz und wandte sich an die Medienvertreter: "Ich glaube, dass es auch in eurem Sinne ist, dass ein Kapitän nach einem verlorenen Spiel unter Emotionen auch mal Dinge herauslässt, die ihm gerade auf dem Herzen liegen."
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