Die Wolfsburger mussten auf den gelbgesperrten Renato Steffen verzichten. Für ihn rückte der etwas defensivere Aster Vrancxk in die offensive Dreierreihe. RB-Coach Domenico Tedesco rotierte im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart auf drei Positionen. Anstelle von Tyler Adams und Lukas Klostermann durften Konrad Laimer sowie Benjamin Henrichs von Beginn an ran. Für Yussuf Poulsen feierte Hugo Novoa sein Startelfdebüt für die Sachsen.
In der Anfangsphase waren die Leipziger die spielbestimmende Mannschaft. Wolfsburg ließ sich gegen den Ball ins eigene Abwehrdrittel zurückfallen und zeigte sich mit dem hohen Pressing der Bullen überfordert – so auch Schlussmann Koen Casteels, dessen kapitaler Fehlpass (17.) in den Füßen von Konrad Laimer landete. Die Leipziger spielten ihre Umschaltaktionen aber nicht konsequent aus. Den einzigen nennenswerten Abschluss für Leipzig hatte Hugo Novoa, als er mit einem satten Spannstoß Casteels prüfte (18.).
In der Folge flachte die Partie ab, ehe die Wolfsburger gegen Ende von Halbzeit eins ihrerseits auf den Führungstreffer drängten. Zunächst prüfte Vrancxk mit einem Freistoß RB-Schlussmann Peter Gulacsi (38.). Zur besten Chance für die Wölfe kam es in Minute 40: eine flache Hereingabe von Ridle Baku landete bei Jerome Roussillon, der den Ball aus 16 Metern nicht richtig traf. Vrancxks Schuss im zweiten Versuch ließ Gulacsi nach vorne klatschen. Yannick Gerhardt setzte die Kugel knapp am rechten Kreuzeck vorbei (40.).
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Für die Trendwende im Leipziger Spiel sorgte der Dreifachwechsel von Tedesco (55.). Die Bullen entwickelten darauffolgend wieder mehr Zug zum Tor und kamen durch einen Freistoß von Christopher Nkunku und einer Direktabnahme von Kevin Kampl zu Tormöglichkeiten. Nach 76 gespielten Minuten brach Willi Orban den Bann: der eingewechselte Dani Olmo setzte sich im Strafraum gegen John Anthony Brooks sowie Maximilian Philipp durch und chippte den Ball an den zweiten Pfosten zu André Silva. Dessen Kopfball landete zunächst am Pfosten, ehe Orban das Spielgerät per Kopf ins Tor drückte (76.).
Die Wölfe mussten nach dem Gegentreffer mehr riskieren, was RB vier Minuten vor Schluss eiskalt bestrafte: Nordi Mukiele legte nach einem Konter den Ball auf Josko Gvardiol quer, der das Spielgerät freistehend über Casteels ins Tor lupfte (84.).

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Das fiel auf: Ein Sieg nach dem Geschmack von Tedesco

Seit dem Amtsantritt von Domenico Tedesco präsentieren sich die Leipziger wieder deutlich effizienter. Während RB sich unter Vorgänger Jesse Marsch nur selten für ihren intensiven Pressingfußball belohnten, reichen seit der Amtsübernahme Tedescos auch offensiv ausbaufähige Leistungen für drei Punkte. Grundlage für Tedescos Spielstil ist eine konsequente Defensivarbeit - mit 23 Gegentoren stellen die Bullen unter seiner Leitung die zweitbeste Defensive der Liga. Vieles erinnert an Tedescos Zeiten auf Schalke, als die Gelsenkirchener es mit einem minimalistischen Fußball zur Vizemeisterschaft brachten.

Die Statistik: 100

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen Wolfsburg feierten die Leipziger ihren 100. Bundeligasieg im 190. Auftritt im deutschen Oberhaus. Nur die Bayern erreichten diese Marke schneller (185 Spiele).
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