Mainz-Trainer Bo Svensson standen die Schlüsselspieler Jeremiah St. Juste, der an einer Schulterverletzung laborierte, sowie der rechtzeitig freigetestete Kapitän Moussa Niakhaté wieder zur Verfügung. Beide durften für den 1. FSV Mainz beginnen, aber den Rot-Weißen gelang es nicht, die leichte Dominanz zu Beginn in Torschüsse umzumünzen.
Erst in der 26. Spielminute gelang den Mainzern der erste halbwegs gefährliche Abschluss, als der in die Startelf gerückte Leandro Barreiro aus ungefähr 15 Metern abzog und VfL-Keeper Manuel Riemann zu einer guten Parade zwang. Nur wenige Aktionen später hätte sich Bochum für die inzwischen gesteigerte Leistung belohnen können, denn Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte nach einem Regelverstoß von Stefan Bell an Sebastian Polter auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst an, aber konnte Robin Zentner mit seinem schwachen Schuss in die rechte untere Ecke nicht überraschen (32.).
Mainz kam motiviert aus der Kabine und ließ die Gäste nicht dort weitermachen, wo sie in der Schlussphase des ersten Durchgangs aufhörten. Erst lenkte Riemann einen Kopfball von Jonathan Burkardt aus wenigen Metern mit Mühe und Not über die Latte (47.), ehe Rückkehrer St. Juste im Anschluss zur Führung traf (48.). Diesmal hatte Burkardt mehr Grund zum Jubeln, denn seine Hereingabe von rechts auf den Elfmeterpunkt fand den Niederländer, der zu seinem ersten Saisontor platziert links unten einschob.
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Im weiteren Spielverlauf erarbeitete sich die Svensson-Elf Chancen, um zu erhöhen, doch unter anderem St. Juste (62.) und Jae-Sung Lee (65.) vergaben gute Gelegenheiten. Die letzte Viertelstunde bot wenig Spektakel, dafür musste Schiedsrichter Frank Willenborg des öfteren zur Gelben Karte greifen. Neuzugang Locadia, der in der 80. Minute sein Debüt feiern durfte, hätte dieses zum Traumeinstand werden lassen, doch Zentner parierte seinen Abschluss in der Nachspielzeit stark (90.+5).

Die Stimmen:

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Es war eine gute Anfangsphase von uns, dann war Bochum besser und agiler. Es wäre auch verdient gewesen, wenn sie mit dem Elfmeter in Führung gegangen wären. Wir haben in der Halbzeit ein paar Sachen besprochen, kamen besser raus und waren dann auch die bessere Mannschaft. Wir sind einfach froh, ein sehr enges und ausgeglichenes Spiel gewonnen zu haben und freuen uns über die drei Punkte."
Thomas Reis (Trainer VfL Bochum): "Im Großen und Ganzen wäre in der ersten Halbzeit mehr drin gewesen, aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg von Mainz verdient. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen, Mainz hat mehr Druck ausgeübt. Trotzdem ist das Gegentor ärgerlich. Wir müssen jetzt einfach den Mund abputzen. Ich denke, dass wir für Dienstag gewappnet sind."

Der Tweet zum Spiel:

Tatsächlich erfolgten die ersten beiden Wechsel der Mainzer erst in der 80. Spielminute. Letztendlich reichte es allerdings für die maximale Punkteausbeute.

Das fiel auf: Pantovic gibt nach

Die Szene des Spiels für Bochum war wahrscheinlich der verschossene Elfmeter durch Sebastian Polter. Besonders ärgerlich aus Sicht der Gäste: Pantovic wollte ursprünglich antreten, aber gab schließlich nach, weil Polter stark auf die eigene Ausführung drängte. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee gewesen, auf den serbischen Mittelfeldmann zu hören…

Die Statistik: 5

Nur fünf Gegentore kassierte der 1. FSV Mainz in dieser Saison zu Hause. Kein anderes Team in der Bundesliga kann das toppen. Zusätzlich fuhren die Nullfünfer nun den dritten Heimsieg in Folge zu null ein – Rekord!
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